Die richtige Kombination: Farben im Druck

Die richtige Farbwahl im Druck ermöglicht großartige und aussagekräftige Ergebnisse. Die falsche Farbwahl im Druck erzeugt allerdings Kombinationen, die sehr schnell anstrengend und unschön wirken. Damit die Kombination von Farben nicht nur harmoniert, sondern auch die Aussage des Druckwerks passend unterstützt, sind vor der Farbwahl also ein paar Überlegungen notwendig.

Warum Farben zueinander passen

Die Frage, wie Farben wirken und welche Farbkombinationen auf Menschen einen Eindruck hinterlassen, beschäftigt Künstler und Wissenschaftler schon einige hundert Jahre. Im Lauf der Zeit entstanden hierzu einige Theorien mit zugehörigen Farbkreisen, Tabellen und Aussagen, was denn nun eine Farbe genau für eine Wirkung habe. All diesen Anstrengungen liegt ein gemeinsames Ziel zugrunde: Das menschliche Empfinden für Schönheit, Harmonie und Ästhetik zu verstehen.

Einer der bekanntesten Farbkreise ist der Farbkreis nach Johannes Itten. Seine Farbenlehre aus dem Jahr 1961 gilt zwar als sehr schematisch, kann aber aufgrund ihrer Einfachheit auch von Laien gut angewendet werden. Die Farben sind hier als Spektrum kreisförmig angeordnet, ausgehend von den Grundfarben Blau, Rot und Gelb im Zentrum des Kreises. Durch die Wahl von schematischen Farbkombinationen sollen bestimmte Wirkungen erzeugt werden.

Analog, komplementär, Dreiklang, Vierklang  –  die wichtigsten Farbkombinationen

Stehen sich zwei Farben im Farbkreis gegenüber, bezeichnet man sie als komplementär zueinander. Durch den starken Kontrast der Farben wird eine äußerst dynamische Wirkung beim Betrachter erzeugt. Die Gefahr dieses starken Kontrastes besteht jedoch darin, dass durch eine zu starke Nutzung ein sehr unruhiges Gesamtbild entsteht, das dann eher abstoßend oder anstrengend wirken kann.

Teilkomplementäre Farbkombinationen orientieren sich an einer Farbe und den Nachbarn ihrer Komplementärfarbe. Auch hier wird eine starke Dynamik vermittelt – dem Gesamtbild wird durch den geringeren Kontrast aber etwas von seiner inneren Spannung genommen.

Als sehr harmonisch wird der Farbdreiklang empfunden. Hier werden drei Farben gewählt, die auf dem Farbkreis gleich weit voneinander entfernt liegen. Da immer noch deutliche Kontraste zwischen den Farben herrschen, ist auch hier das Ergebnis von hoher Eigendynamik. Allerdings wird dabei auch bei großzügigerer Verwendung von Farbflächen deutlich weniger Unruhe erzeugt.

Beim Farbvierklang kommen zwei Farben und ihre Komplementärfarben zum Einsatz. Um hier das Aug nicht zu überfordern, sollte nur eine der Farben dominant eingesetzt werden. Die anderen drei Farben dienen nur zur Unterstützung.

Bei der Wahl eines analogen Farbschemas werden nur zwei Farben verwendet, die auf dem Farbkreis benachbart sind. Damit entsteht ein sehr ruhiges, harmonisches Farbbild. Auch hier ist es sinnvoll, eine der Farben verstärkt einzusetzen und die zweite Farbe eher als Akzent zu verwenden.

Welche Farbe hat welche Wirkung?

Mit Farben werden immer auch Eigenschaften assoziiert. Allerdings schwanken diese Assoziationen, hier hängt viel am Erfahrungsschatz und am kulturellen Hintergrund des Betrachters. So ist im europäischen Raum Weiß in der Regel eine Farbe, die mit Reinheit, Unschuld und Unschuld in Verbindung gebracht wird. In einigen anderen Kulturkreisen ist sie das ultimative Symbol für Trauer und Tod. Hellere Farben stehen grundsätzlich für etwas Lebhaftes, dunklere und gedeckte Farbtöne mildern dies deutlich ab. Einige Assoziationen, wie beispielsweise Rot als Farbe der Liebe, sind jedoch recht allgemeingültig.

Unterschiedliche Farbmodelle

Etwas verwirrend für Laien sind oft die unterschiedlichen Farbmodelle, die im Druck zum Einsatz kommen. Computerbildschirme arbeiten mit einem Farbmodell namens RGB. Hierbei werden die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau miteinander vermischt, um weitere Farbschattierungen zu erzeugen. Ist keine der drei Farben vorhanden, ist Schwarz das Ergebnis. Sind alle drei Farben maximal vorhanden, ist das Ergebnis weiß.

Im Druck ist das vorherrschende Farbmodell CMYK. Hierbei werden die Farben Cyan, Magenta und Gelb zusammen mit der Kontrastfarbe Schwarz verwendet, um Farben darzustellen. Da die Farbmodelle RGB und CMYK auf unterschiedliche Weisen Farben beschreiben und auch nicht den exakt selben Farbraum abdecken, kann es bei der Umwandlung im Druck zu Abweichungen kommen.

Drucken für die (alte) Kunst: Holzschnitt, Linolschnitt und Monotypie

Der Druck von Schnitten gehört zu den ältesten Drucktechniken überhaupt. Mit der Erfindung des Papiers in China ging die Entwicklung von ersten Drucken einher. Hierbei wurde allerdings oft Stein als Material für die Anfertigung eines Stempels verwendet. Erste Holzschnitt lassen sich auf etwa 705 n. Chr. datieren. Die Entwicklung in Europa erfolgt erst später, da hier die Entdeckung des Papiers als Massenmedium für Schrift und Druck erst im 14. Jahrhundert geschaffen wurde. Mit dem beginnenden Buchdruck erlebte der Holzschnitt als einfache Möglichkeit zur Reproduktion von Texten und Bildern hier eine erste Hochzeit. Durch die Einführung beweglicher Lettern im Druck durch Gutenberg nahm seine Bedeutung jedoch wieder ab. Einen zweiten Durchbruch für den Holzschnitt erlebte der Holzschnitt zu Ende des 15. Jahrhunderts. Die Illustrationen des Nürnberger Künstlers Albrecht Dürer fanden in ganz Europa Abnehmer und die entsprechende Anerkennung.

Abgelöst wurde der Holzschnitt dann von Kupferstichen und Radierungen, da diese erheblich filigranere Darstellungen zuließen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Holschnitt aber wieder einen festen Platz in der europäischen Kunst. Ausgelöst wurde die Wiederentdeckung dieser alten Drucktechnik durch zahlreiche japanische Grafiken, die mit der Öffnung des Landes nach 1867 in den Westen gelangten.

Linolschnitt als moderne Variante

Das um 1860 entwickelte Linoleum wurde schnell nicht nur als Belag für strapazierte Fußböden, sondern auch als ideale Ergänzung zu Holz entdeckt. Denn das Material lässt sich mit Stech- und Schneidewerkzeugen vergleichsweise einfach bearbeiten und ist zudem günstig. Die beim Linolschnitt angewandte Technik ist ähnlich der des Holzschnittes: Das gewünschte Motiv wird mit Messern aus einer Platte spiegelverkehrt ausgeschnitten. Der eigentliche Druck erfolgt im Hochdruckverfahren. Hierbei wird das Trägermaterial mit Ölfarbe bestrichen. Der Druck auf ein Blatt erfolgt durch Auflegen und anschließendes Pressen. Da Linoleum elastischer als Holz ist, muss beim Linolschnitt nicht unbedingt eine Presse oder ein Falzbein für die Übertragung der Farbe verwendet werden.

Eigenschaften von Linol- und Holzschnitten

Sowohl Linol- als auch Holzschnitt sind von ihrer Anlage her einfarbig. Soll ein mehrfarbiges Motiv gedruckt werden, sind hierfür mindestens zwei Druckplatten mit dem jeweiligen Farbanteil des gewünschten Motivs notwendig. Aufgrund der Beschaffenheit des Trägermaterials erlauben diese Drucktechniken eher grobe und flächige Motive. Sowohl der mechanische Aufbau der Druckplatte als auch das Druckverfahren selbst sprechen gegen allzu filigrane Motive. Allerdings erhalten die Schnitte eben durch ihre Reduktion auf das Wesentliche ihrer Darstellung einen eigenen künstlerischen Reiz.

Sobald die Druckfarbe getrocknet ist, können Schnitte auch nachkoloriert werden. Diese im asiatischen Raum verbreitete Technik hat im 19. Jahrhundert auch in Europa Einzug gehalten und wird bis heute in der Kunst verwendet. Die Abnutzung von Holz und Linoleum beim Druck ist vergleichsweise gering. Dementsprechend sind Holz- und Linolschnitte reproduzierbar.

Drucken ohne feste Form: Monotypie

Auch bei der Monotypie wird das Motiv mittels Druck auf das Papier übertragen. Anders als bei den Schnitten wird die Vorlage jedoch nicht fest auf einem Träger verewigt. Bei der Monotypie malt der Künstler das gewünschte Motiv auf eine glatte Platte aus Glas, Metall oder Acryl. Wird das Trägerpapier aufgebracht und festgedrückt, überträgt sich das Motiv. Da diese Methode nicht zerstörungsfrei arbeitet, entstehen bei der Monotypie nicht reproduzierbare Einzelstücke.
Auch hier gilt die Druckerpresse als ideales Werkzeug, um ein Motiv gleichmäßig zu übertragen. Wie in den ursprünglichen Übertragungstechniken für den Holzschnitt ist aber auch ein Andrücken des Papiers mit einem Falzbein möglich.

Das Papier mit dem besonderen Effekt

Wer kennt ihn nicht, den Reiz der Transparentpapiere. Mit ihnen lassen sich in der Gestaltung die interessantesten Dinge anstellen. Nicht umsonst werden Transparentpapiere immer dann eingesetzt, wenn Visitenkarten, Einladungen, Geschäftsberichte, Glückwunsch- oder Speisekarten besonders edel und aufwendig erscheinen sollen. Deshalb wird das Transparentpapier oftmals auch, als „Papier mit Effekt“ bezeichnet. Dabei können Transparentpapiere zunächst in vielfältigster Form bearbeitet werden. Sie lassen sich stanzen, falzen, schneiden und sogar bohren. Bei besonders großem Gestaltungswillen sind auch Heißfolienprägungen und Filigranstanzungen möglich. Dabei versteht sich von selbst, dass sich auf Transparentpapier Illustrationen, Fotos, Schriften und andere Formen von Bildern auftragen lassen. Ganz klassisch, mit Farb- und Filzstiften, Tuschefüller und Pinseln, oder mittels Kopierern oder Laser- und Inkjetdruckern.

Besondere Materialeigenschaften, im Druck besonders effektvoll

Besonders interessant ist der Einsatz von Transparentpapier im Druck. Denn gerade hier lassen sich die besonderen Materialeigenschaften des Transparentpapiers nutzen. Mit Transparentpapieren kann man eben auffallen. Leicht hat man, mittels der schmeichlerischen Transparenz und besonderen Härte des Materials einen effektvollen Auftritt hingelegt. Mit einem Blick ins Internet lässt sich jedoch leicht feststellen, wie wenig über die „Bedruckbarkeit“ von Transparentpapier bekannt ist. Dabei ist es zunächst wichtig zu wissen, was die Beschaffenheit des Transparentpapiers ausmacht und worin es sich von normalem Papier unterscheidet. Grundmaterial sind dabei besonders ausgewählte Zellstoffe, deren Fasern im Herstellungsprozess anders verändert werden, als bei normalem Papier. Sie werden weniger beschnitten und gekürzt, sondern vielmehr gequetscht. Dadurch entsteht eine deutlich größere Faseroberfläche. Der Weißgrad nimmt im gleichen Maße ab, wie die Lichtdurchlässigkeit zunimmt. Allerdings schließen sich, durch diese Art Faserquetschung auch die Poren und Zwischenräume, die bei normalem Papier offen sind. Die Saugfähigkeit nimmt also ebenfalls deutlich ab, was bezüglich des Bedruckens von Transparentpapier eine besondere Herausforderung darstellt. Die aufgetragenen Farbpigmente benötigen einfach deutlich mehr Zeit oder Druckintensität, um in die Struktur des transparenten Papiers einzudringen.

Bei Druck auf Transparentpapier wichtig: richtige Farbe, richtige Feuchtigkeit, richtiges Klima

Der Bedrucker von Transparentpapier sollte deshalb, vor allem auf die richtige Druckfarbe, den Einsatz der richtigen Feuchtmittel und das richtige Klima in den Verarbeitungsräumen achten. Bezüglich der Druckfarbe ist es ratsam auf Folienfarben zu setzen. Diese Farben beinhalten keine Mineralöle und trocknen deshalb allein durch Luftsauerstoff. Diese, rein oxidativ trocknenden Farben erreichen eine perfekte Verbindung mit der komplizierten Oberfläche des Transparentpapiers. Insgesamt sollte allerdings auch auf einen ausreichenden Farbverbrauch geachtet werden. Der Feuchtigkeitsgrad der aufzutragenden Farben spielt dagegen vor allem im Offsetdruck eine große Rolle. Dabei gilt: der Umgang mit Feuchtwasserzusatzmitteln sollte sparsam, aber nicht zu sparsam sein. Wird zu wenig Wasser, mit dem falschen pH-Wert eingesetzt, können die Farbpigmente nicht in die Fasern eindringen. Bei Einsatz von zu viel Wasser kann das Papier beschädigt und in seiner Beschaffenheit irreversibel verändert werden. Dieselbe Vorsicht ist auch hinsichtlich der klimatischen Verhältnisse im Verarbeitungsraum notwendig. Die besondere Materialbeschaffenheit des Transparentpapiers beinhaltet auch eine spezielle Sensibilität gegenüber klimatischen Schwankungen. 50 bis 55 % relative Feuchte wird von den meisten Experten empfohlen. Ist es nicht möglich diese Konditionen zu gewährleisten, sollte das Material, nach Abschluss des Druckverfahrens in eine klimaschützende Umhüllung gegeben werden, um nachteilige Veränderungen des Transparentpapiers, wie mögliche Wellung oder Verspannung auszuschließen.

Besonders materialschonend: der wasserlose Offsetdruck

All diese Probleme lassen sich allerdings auch umgehen. Und zwar, mit dem Einsatz des so genannten wasserlosen Offsetdrucks. Dieser wird heute bereits in den meisten Fertigungsstätten angeboten und ist für die entsprechende Bearbeitung von Transparentpapier und anderer saugarmer Materialien besonders geeignet. Durch Verzicht auf Feuchtwasser wird die Trocknung mittels Luftsauerstoff unterstützt. Eine Verzögerung oder Verhinderung der Trocknung, durch den Einsatz von zu viel Wasser ist damit von vornherein ausgeschlossen. Bei Druckmotiven, ohne größeren Farbeinsatz ist diese Druckmethode besonders effektiv, weil materialschonend. Eine weitere Möglichkeit, wie aufgetragene Farben auf Transparentpapier trocknen, ist der Einsatz von UV-Licht. Allerdings sollte hier mit äußerster Vorsicht agiert werden, da die Einwirkung von Hitze besonders gefährlich für das Transparentpapier ist. Nicht so häufig, aber dann fatal genug ist die Entstehung von Ölabscheidungen, so genannten Fettflecken. Diese können den Druck vor allem dann beschädigen, wenn beide Seiten desselben Transparentpapiers bedruckt werden. In diesem Falle verhindert die Farbe der jeweils anderen Seite die Durchdringung der Fasern und schlägt somit auf die bearbeitete Seite zurück. Sollte das Transparentpapier also von beiden Seiten bedruckt werden, muss an den Stellen, an denen die wechselseitigen Farbschichten aufeinandertreffen mit besonderem Augenmerk begegnet werden.

Die richtige Schrift zur richtigen Aussage

Die Auswahl von passenden Schriftarten für einen Text ist sehr wichtig. Denn durch eine Schrift wird ein Text im Idealfall in seiner Aussage unterstützt. Werden unpassende Schriftarten gewählt, entsteht im schlimmsten Fall ein starker Widerspruch zwischen Inhalt und Erscheinungsbild des Texts – oder er wird unleserlich.

Für die unterschiedlichen Möglichkeiten, die richtige Schriftart für den Druck eines Dokuments zu wählen, gibt es zahlreiche Beispiele. Verkehrsschilder haben zum Beispiel meist eine sehr kurze Aussage, die in einem sehr geringen Zeitraum erfasst werden soll. Also sind die Texte sehr groß geschrieben, die verwendete Norm-Schrift kommt vollständig ohne Schnörkel aus. Müssten wir aber einen langen Text in einer solchen Schriftart lesen, würde dies recht schnell zu einem Ermüdungseffekt führen, weil eine solche Schrift uns keine Stütze für das Auge bei der Linienführung bietet. Schlägt man ein Buch oder eine Zeitung auf, in denen es ja meist viele Seiten zu lesen gilt, finden sich Schriftarten mit ganz anderen Eigenschaften. Diese unterstützen durch ihre Optik den Lesefluss und sorgen so für eine entspannte Aufnahme auch großer Mengen an Informationen.

Weniger Auswahl ist besser

Auch wenn inzwischen auf jedem Computer Dutzende oder gar Hunderte von Schriftarten zur Verfügung stehen – weniger ist hier eindeutig mehr. Denn durch den Einsatz zahlreicher Schriftarten in einem Dokument wird das Auge des Lesers stark von dem abgelenkt, was eigentlich zählen sollte: der Inhalt. Zudem passen nicht alle Schriften optisch problemlos zueinander. Wenn also Bereiche eines Textes hervorgehoben werden sollen, bieten andere Möglichkeiten der sogenannten Schriftauszeichnung deutlich weniger Fallstricke. Wirklich viele Schriftarten sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn ein deutlicher und sehr nachdrücklicher grafischer Effekt durch das Schriftbild ausdrücklich erwünscht ist.

Auf die Größe kommt es an

Eine sehr einfache Möglichkeit, um mit nur einer einzigen Schriftart deutliche Hervorhebungen zu schaffen, ist die Schriftgröße. Selbstverständlich sollte jeder Text im Ergebnis gut und möglichst ohne Anstrengung zu lesen sein. Um aber Zwischenüberschriften oder Abschnitte noch etwas stärker hervorzuheben, bietet es sich an, diese etwas größer als den Fließtext zu setzen. Auch für Zitate bietet sich diese Möglichkeit als einfacher Ansatz an, um sie optisch deutlich vom restlichen Text abzuheben. Bei Drucksachen, die auf derselben Entfernung wie ein Buch oder eine Zeitschrift gelesen werden, sollte sich die Schriftgröße im Bereich zwischen 9 und 14 Punkten belaufen. Kleinere Schriften sind schwer lesbar, größere Schriften ab 16 Punkten sollten Überschriften vorbehalten bleiben.

Die Varianten einer Schriftart nutzen

Auch mit den Varianten einer Schriftart lässt sich sehr schnell etwas typografische Abwechslung in den Druck bringen. Sollen Dinge besonders deutlich hervorgehoben werden, bietet es sich an, einen wichtigen Teil fett zu drucken. Das Auge des Lesers wird automatisch zu einem so auffälligen Element hingezogen und vom Einerlei eines immer gleichförmigen Schriftbildes abgelenkt. Auch die kursive, also schräg gestellte, Schriftweise verleiht einer Aussage zusätzliche Bedeutung. Diese Art der Gestaltung bietet sich allerdings eher für den Druck als für das Lesen am Bildschirm an. Denn aufgrund ihrer Vergleichsweise geringen Auflösung sind kursiv gestellte Schriften auf einem Monitor deutlich mühsamer lesbar als im Druck.

Farbe als weitere Alternative

Wer den höheren technischen Aufwand nicht scheut, kann zur Gliederung und Hervorhebung eines Textteils auch in den Farbtopf greifen. Selbstverständlich ist auch hier eine gewisse Vorsicht geboten. Denn neben der Gefahr, das Gesamtbild des Texts zu unruhig werden zu lassen, besteht auch hier die Gefahr einer verminderten Lesbarkeit. Je heller eine Farbe ist, desto geringer ist ihr Kontrast zu einem neutralen Untergrund. Deswegen bieten sich bei der Hervorhebung durch Farbe vor allem kräftige Farben an, die gut lesbar bleiben.

Rechtliche Aspekte nicht übersehen

Zahlreiche Schriftarten sind das Werk von Künstlern oder Typografen. Diese unterliegen teilweise einem Urheberrechtsschutz. Deswegen sollte nicht einfach jede Schriftart, die im Internet zu finden ist, ungefragt genutzt werden. Im Zweifelsfall ist auf der sicheren Seite, wer nur die mit gekaufter Software gelieferten Schriftarten verwendet. Bei irgendwo aufgegabelten Schriftarten kann sonst Ärger durch die Verletzung des Urheberrechts drohen.

Zeitungsdruck

Zeitungen sind nach wie vor ein aktuelles Medium. Sie sind kurzlebig. Das Papier ist oft recycelt. Bei einer Zeitung muss nicht zwingend auf Perfektion im Druck geachtet werden. Sie müssen allerdings, mehr denn je, schnell, flexibel und unter hohem Kostendruck produziert werden. Das sind hohe Anforderungen an den Zeitungsdruck, sowohl was die Technik als auch was das Personal betrifft.

zeitungsdruck

Der Buchdruck als Vorgänger

Bevor überhaupt Zeitungen gedruckt wurden, verwendete man Gutenbergs Grundidee zur Vervielfältigung von Schrift erst einmal für einzelne Seiten und langlebige Bücher. Die Technik war aufwändig und es war zur Zeit des Erfinders um 1450 nicht daran zu denken, monatlich, wöchentlich oder gar täglich etwas zu veröffentlichen. Dafür war der Druck zu teuer und zu langsam.

In den Anfängen der Drucktechnik wurden Bögen mit Hilfe beweglicher Holz-, später Blei-Lettern direkt bedruckt. Für jede Seite wurden die einzelnen Buchstabenformen oder manchmal auch vorgefertigte Wörter in Kästen zu einer Seite zusammengesetzt und dann von dieser Druckform aus vervielfältigt. Das war sehr arbeits- und zeitaufwendig. War eine Seite oft genug gedruckt, wurden die Formen der einzelnen Buchstaben wieder auseinandergenommen und zur nächsten Seite zusammengesetzt. Auch wenn einige Schritte durch Maschinen erledigt wurden, fehlte die entscheidende Technik, um Zeitungen wirklich effizient zu drucken.

Stereotypie – der Sprung vom Bogen zum Rollen-Offset

Natürlich war zur Umsetzung des heutigen Zeitungsdrucks im Rollen-Offset mehr als eine Entwicklung notwendig. Da geht es um Papierpreise und Verarbeitungsschritte, um Kosten und Effizienz. Ein Schritt allerdings war bahnbrechend: die Stereotypie.

Buch-Druckformen waren wenig flexibel und schwer noch dazu. Ob von Anfang an mit Stereotypie gearbeitet wurde, ist nicht genau überliefert. In jedem Fall wird so die Erstellung einer Druckform (zum Beispiel) aus Gusseisen für jede Seite bezeichnet. Dieser Zwischenschritt – mit Erstellung einer Gussform aus den ursprünglich zusammengesetzten Lettern und der Herstellung der Druckform – ist natürlich ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Trotzdem lohnt es sich. Denn es gibt einen entscheidenden Vorteil. Unter anderem ist die hergestellte Druckform archivierbar (Die Lettern wurden mit oder ohne Stereotypie nach dem Druck wieder genutzt und für neue Druckseiten gebraucht. Das bedeutet, dass ohne Stereotypie die Druckform für bereits gedruckte Seiten für Nachdrucke oder Korrekturen verloren ist.).

Rollenoffset

Eine zylindrische Druckform war mit Gutenbergs Technik nicht wirklich möglich. Die direkten Weiterentwicklungsformen finden sich eher im Bogen-Offset. Um schnell und direkt von der Rolle zu drucken, mussten andere Techniken her.
Durch Übertragungs-Druckformen entsteht eine indirekte Druckform. Die ursprüngliche Form kommt mit dem Bedruckstoff nicht mehr in Berührung. So ist eine flexible Druckform möglich und das Bedrucken von kompletten Papierrollen. Der erste Schritt zum Rollenoffset ist somit mit der Stereotypie getan.

Mit Hilfe chemischer und technischer Fortschritte sind mittlerweile Druckformen für den Offsetdruck, der ein indirektes Flachdruckverfahren ist, möglich. Offsetfarben sind auf einer Fettbasis hergestellt. Die flachen Platten haben sowohl fettfreundliche als auch wasserfreundliche bzw. fettabweisende Stellen in verschiedenen Abstufungen. Die druckenden Stellen nehmen die Farbe an, sind also die fettfreundlichen Teile, und übertragen die Farbe dann aufs Papier. Früher wurden diese Druckplatten noch mit Hilfe von Filmen (Computer to Film – CtF) hergestellt, heute werden die beschichteten Aluminiumplatten meist direkt belichtet (Computer to Plate – CtP).

Mit gutem Farbkonzept im Rollenoffset zu Farbe und Qualität

Dank dem CMY-Farbsystem (Cyan, Magenta, Yellow) sind mit nur drei Farben im Zeitungsdruck viele Mischverhältnisse möglich und dank unterschiedlich großen Rasterpunkten viele Farbabstufungen in hell und dunkel. Auch mit allen drei Farben in größter Rasterpunktgröße ist kein wirkliches Schwarz auf Zeitungspapier möglich – der Farbauftrag wäre einfach zu hoch und so würde die Farbe durchschlagen, sich das Papier wellen oder ähnliches. Um dieses Problem zu beheben, nimmt man noch eine vierte Farbe für die Tiefe dazu (K-Key – als Schlüssel für den perfekten Druck).

Die Drucktechnik auf Wasser/Fettbasis hat einen entscheidenden Nachteil: die Trocknungszeiten. Zeitungspapier musste lange Zeit teilweise aufwändig durch große Hallen umgeleitet werden, damit es vor dem Schneiden und Legen trocken war. Dieses Problem ist mittlerweile durch eine Verbesserung der Farbe und technische Raffinessen an den Maschinen, um die Trocknung zu beschleunigen, nahezu beseitigt.

Eigenschaften des Zeitungsdrucks zusammengefasst:

  • schnell
  • geeignet für hohe Auflagen
  • Qualität mittlerweile auch schon sehr gut (bis 120er Raster)
  • meist vierfarbig (CMYK – Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz)

Eintrittskarten drucken

Formate in riesiger Auswahl

Folgende Formate von Eintrittskarten u. a. können je nach Druckfirma unterschiedlich gedruckt werden:

DIN-Formate Breite Höhe
DIN A7 7,4 cm 10,5 cm
DIN A6 10,5 cm 14,8 cm
DIN A5 14,8 cm 21,0 cm
DIN A4 21,0 cm 29,7 cm
DIN lang 10,5 cm 21,0 cm
Quadratische Formate
A6 Quadrat 10,5 cm 10,5 cm
A5 Quadrat 14,8 cm 14,8 cm
A4 Quadrat 21,0 cm 21,0 cm
CD Format 12,0 cm 12,0 cm
Sonderformate
A6 Halb 5,0 cm 14,8 cm
A5 Halb 7,2 cm 21,0 cm
A4 Halb 10,3 cm 29,7 cm
1/3 A4 9,9 cm 21,0 cm
Maxi Format 12,5 cm 23,5 cm
DVD Cover 27,3 cm 18,4 cm
8,5 x 5,5 cm 8,5 cm 5,5 cm
9,0 x 5,0 cm 9,0 cm 5,0 cm

Andere Firmen stellen Eintrittskarten in anderen Formaten her. Es werden unterschiedliche Formate angeboten wie DIN A8, A7, A6, A5 usw., wie bei beidseitigem Druck als weiteres Beispiel beschrieben wird.

Ein- oder beidseitiger Druck?

Es besteht die Möglichkeit, die Eintrittskarten nicht nur einseitig zu bedrucken, sondern zweiseitig. Auf der Rückseite können Werbung platziert oder Sponsoren genannt werden. Die Papierauswahl kann durchaus auch Recyclingpapier sein oder sie werden auf hochwertigem 300 g/ qm Bilderdruckpapier gedruckt.
Die Eintrittskarten werden folienkaschiert, matt, glänzend und auch beschreibbar gedruckt. Mit Nummerierung und mit Perforierung sind sie ohne Perforation, ohne Nummer, 1x perforiert, 1x nummeriert, oder 1x nummeriert und 1x perforiert bzw. 2x nummeriert und 1x perforiert oder nach eigenen Wunschangaben erhältlich.

Eintrittskarten ohne Perforation, ohne Nummer, 4/4-farbig CMYK, ein- oder zweiseitig gibt es in folgenden Ausführungen:

  • DIN A8, 52 x 74 mm
  • DIN A8 quer, 74 x 52 mm
  • DIN A7, 74 x 105 mm
  • DIN A7 quer, 105 x 74 mm
  • DIN A6, 105 x 148 mm
  • DIN A6 quer, 148 x 105 mm
  • DIN lang, 99 x 210 mm
  • DIN lang quer, 210 x 99 mm
  • DIN A5, 148 x 210 mm
  • DIN A5 quer, 210 x 148 mm
  • Eigenes Format, 5,2 x 5,2 cm

Alle anderen oben genannten Möglichkeiten haben dieselben Formate.

Beschichtungen und Sonderfarben

Ein beidseitiger Dispersionslack als vollflächiger, matter Lack sorgt für ausreichenden Schutz der Eintrittskarten. Hochwertige zweiseitige Eintrittskarten erhalten eine beidseitig partielle UV-Beschichtung auf 350 g/ qm hochwertigem, seidenmatten Papier oder auf exklusiven 135 g/ qm Praximatt Volumenpapier. Neben der Basisversion können diese Karten auch mit Perforation und/ oder Nummerierung gedruckt werden in den Formaten:

  • Eintrittskarte lang, 98 x 210 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte DIN A7, 72 x 105 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte DIN A6, 105 x 148 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte 85 x 55 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte 148 x 74 mm, 4/4-farbig

Eine Glitzer-Lack-Lackierung steht in der gleichen Formatierung wie die UV-Lackierung ebenfalls in den Optionen mit Perforierung und/ oder Nummerierung zur Auswahl.

Eintrittskarten in Sonderfarben werden in den bereits bei Beschichtung genannten Formationen zur Verfügung gestellt. HKS- und Pantone-Farben sind Schmuckfarben, bei denen zu den Primärfarben Cyan, Magenta, Yellow oder Black noch eine fünfte Farbe beigemischt wird. Gold- und Silberfarben sind reine Pantone-Farben, die man online auswählen kann. Auch beim Sonderfarben-Druck stehen die Basisoptionen in Gold oder Silber und andere Optionen wie Perforation und/ oder Nummerierung in den gleichen Formationen, wie bei der Beschichtung genannt, zur Verfügung.

Sicherheitspapier und Schwarzlicht-Farbe

Der Sicherheitsfaden besteht größtenteils aus einer bedruckten oder metallisierten Polyesterfolie. Diese bedruckte Folie wird als Schmalstreifen in die Papierherstellung eingeschlossen. Für Eintrittskarten aus Sicherheitspapier, die im individuellen Design gestaltet werden und fälschungssicher sein sollen, können oben benannte Formate bestellt werden. Je nachdem, wie die Karte gearbeitet ist, wird beim Abreißen eine vorher unsichtbar rote Papierschicht sichtbar. Die Schwarzlichtstrahlung regt fluoreszierende Stoffe zum Leuchten an. Durch das Aufbringen dieser fluoreszierenden Farben auf das Papier können Sicherheitsmerkmale auf Dokumenten, Ausweispapieren, Fahrscheinen oder Eintrittskarten durch Anstrahlen mit Schwarzlicht auf Echtheit überprüft werden. Schwarzlicht-Farben gibt es in fast allen Farben zu kaufen. Man kann den Effekt der fluoreszierenden Farbe mit einer Grundierung in Weiß empfehlen, da dadurch der Effekt noch erhöht wird. Das gleiche Format, wie oben genannt, gilt für Eintrittskarten mit einer Sicherheitsfarbe, die nur unter Schwarzlicht sichtbar ist.

Eigenschaften einer guten Druckfirma, worauf man achten sollte

Woran erkennt ein Unternehmen eine gute Druckfirma, die seine Vorlagen, Etiketten oder Eintrittskarten drucken soll?

  • jede gute Druckfirma kann eine Preisliste vorweisen
  • die Anfragen werden höchstens in drei Werktagen beantwortet
  • es existiert ein zentraler Ansprechpartner, der sich um die Belange persönlich kümmert
  • die Druckfirma vergibt ausführliche Referenzen und Druckmuster
  • der Kundenberater unterbreitet konkrete Vorschläge für eine kostengünstige Abwicklung
  • es besteht jederzeit die Möglichkeit, die Firma zu besichtigen
  • es erfolgt über Änderungen im Zeitplan, Zusatzkosten oder Terminveränderungen rechtzeitig eine Information
  • bei Fehlern tritt im AGB das Recht der Nachbesserung ein ohne zusätzliche Kosten für den Auftraggeber

Dabei sollte der Auftraggeber bei seiner Anfrage eindeutig schriftlich formulieren, was er in welcher Größe oder Auflage zu drucken wünscht. Die wichtigsten Elemente einer ordentlichen Druckanfrage sind hier kurz zusammengefasst:

  • Objektbezeichnung
  • Druckauflage
  • Mutationen oder Varianten (Text, Farbe)
  • exakte Formatangaben: Druckformat, Endformat
  • alle Verarbeitungswünsche: Schneide, Falzen, Stanzen, Lochen, Binden, Kleben, Heften, Zusammentragen etc.
  • Anlieferung der Druckdaten: auf CD, DVD, per ftp-Upload, per Film, etc.
  • Anlieferung: Art der Verpackung (Kartons, gebündelt, zellophaniert, genaue Lieferadresse, Lieferdatum

Bei Briefbogendruck für Geschäftsbriefvorlagen gehören weitere Angabe wie Kontaktadressen, Firmensitz, Logo, etc. dazu. Alle Möglichkeiten der Weiterverarbeitung oder Veredelung eines Druckobjektes sollten im Druckauftrag enthalten sein.