Offsetdruck und was ihn auszeichnet

Der Offsetdruck ist ein vielseitiges Verfahren und eignet sich für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Eine lange Tradition kennzeichnet das Offsetdruckverfahren. Es entwickelte sich aus dem im 18. Jahrhundert aus dem von Alois Senefelder erfundenen Steindruck (Lithographie). Er verwendete Hochdruckformen aus Kalkstein. Die Formstellen, die drucken sollten, wurden mit Fetttusche abgedeckt. Die übrigen Stellen wurden mit einer Mehrfachzuckerlösung (Gummiarabikum, leicht sauer) in die glatte Steinoberfläche geätzt. Mit Wasser angefeuchtet, blieb an den frisch angeätzten Stellen keine Farbe haften und nur die gefetteten Bildstellen wurden eingefärbt. Diese Erkenntnis war ein Meilenstein im Flachdruck und ist heute noch die Grundlage für die Funktionsweise des Offsetdrucks.
Unabhängig voneinander konstruierten danach im Jahr 1904 sowohl Washington Rubel als auch Caspar Hermann erste Prototypen von Offsetdruckmaschinen. Sie nahmen die Idee des indirekten Drucks auf, indem in den Maschinen die Farbe von der Druckplatte zuerst auf einen Gummituchzylinder und dann erst auf den Papierbogen gebracht wurde. Hermann entwickelte wenige Jahre später anhand seiner ersten Pläne die erste richtige Offsetdruckmaschine, die 1912 öffentliches Aufsehen erregte.

Seither wurde das Offsetdruckverfahren unter Berücksichtigung aktueller Technologien stetig weiterentwickelt. Mit Hilfe des Offsetdrucks lassen sich nicht nur unterschiedlichste Materialien bedrucken, sondern auch verschiedene Druckerzeugnisse in vielen Farben und vor allem in großen Auflagen herstellen.

Funktionsweise

Das Offsetdruckverfahren ist im Vergleich zu anderen Druckverfahren recht komplex. Es ist im Gegensatz zum Buchdruck, bei dem direkt physisch mit einzelnen Buchstaben gedruckt wird, ein indirektes Druckverfahren, bei dem der Druckträger die Druckplatte nicht direkt berührt. Das bedeutet, der Druck wird nicht von der Druckplatte auf das zu bedruckende Material aufgetragen, der Farbauftrag auf den Druckbogen erfolgt vielmehr indirekt über eine zwischengeschaltete Walze, den Gummituchzylinder. Diese Funktionsweise führt zu dem gleichmäßigen Druck, der für die hohen Stückzahlen bei gleich guter Qualität verantwortlich ist.

Das Offsetdruckverfahren wird dem Flachdruckverfahren zugeordnet: die druckenden und die nicht druckenden Teile der Druckform liegen demzufolge weder erhöht noch vertieft, sondern beide auf einer Ebene.
Über den mit Wasser befeuchteten Gummituchzylinder erfolgt der Druck. Nach der Aufnahme der Farbe wird also zunächst auf ein Gummituch gedruckt, erst danach wird die Farbe auf das zu bedruckende Material übertragen. Diese Vorgehensweise stellt besondere Anforderungen an die Druckform: eine Seite, der aus zwei Seiten bestehenden Druckform, muss ständig trocken gehalten werden, sie enthält die Farbe für den Druck. Die andere Seite muss immerfort befeuchtet werden. Um diese Anforderungen zu erfüllen ist die aus millimeterdünnem Aluminium bestehende Druckplatte einseitig wasserabweisend, die andere Seite ist ständig dem Wasser ausgesetzt. Die Druckformoberfläche wird also so präpariert, dass die druckenden Bereiche die Offset-Farbe annehmen können. Die nicht druckenden Bereiche der Druckformoberfläche stoßen die Farbe dagegen ab und bleiben somit frei von Farbe.

Für die Projizierung des Druckbildes auf die Platte ist eine besondere Belichtungsform erforderlich, bei der das Licht die wasserabweisende Schicht destabilisiert. Die Schichten, die auf den Druckträger übertragen werden sollen, zeichnen sich im Entwicklerbad ab. Auf diese Weise wird ein sehr präzises Ergebnis erzielt, das auf viele unterschiedliche Materialien gedruckt werden kann.
Der tatsächliche Prozess des Druckens erfolgt durch mehrere sich gegeneinander bewegende Walzen. Innerhalb der Druckmaschinen befinden sich eine Farb-, eine Wasserwalze und verschiedene Druckwalzen. Die Druckbögen bzw. die Druckmaterialien werden in diesem komplexen Verfahren zur Druckerzeugung nacheinander einzeln durch jede Walze geführt.

Der Druck selbst funktioniert in der Praxis mit drei Druckzylindern. Die für den Druck vorbereitete Platte muss auf den ersten Plattenzylinder aufgespannt werden, um anschließend an den zu druckenden Stellen Farbe vom Farbwerk aufzunehmen. Die Stellen, die nicht drucken sollen, werden durch die Walzen des Feuchtwerks mit Wasser benetzt. Das seitenkorrekte Druckbild wird von der Druckplatte nun zuerst seitenverkehrt auf das Gummituch, den Zylinder, übertragen. Anschließend erfolgt die Übertragung wieder seitenrichtig auf das Papier bzw. den Druckbogen. Der Druckbogen läuft zwischen dem Druckzylinder und dem Gummituchzylinder hindurch.
Der Druck mit modernen Druckmaschinen im Offsetdruck erfolgt für die Bewältigung sehr hoher Druckmengen und gleichzeitiger Qualitätssicherung in der Regel computergesteuert.

Verfahren

In zwei verschiedenen Druckverfahren, dem sogenannten Bogenoffsetverfahren und dem Rollenoffsetverfahren, können die Druckerzeugnisse hergestellt werden. Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Verfahren erfolgt hinsichtlich des zu bedruckenden Papiers.

Das Rollenoffsetverfahren erlaubt den beidseitigen Druck sehr großer Bögen. Innerhalb kurzer Zeit können auf diese Weise große Mengen Druckerzeugnisse hergestellt werden. Das Rollenoffsetverfahren kommt daher unter anderem für den Druck von Tageszeitungen, Katalogen oder Telefonbüchern häufiger zum Einsatz als das Bogenoffsetverfahren, das in der Regel nur bei kleineren oder mittleren Auflagenhöhen angewendet wird.

Die zügige Verarbeitung der Drucke im Rollenoffsetverfahren hat die Vervielfältigung sehr vereinfacht und auch beschleunigt. Jede größere Auflage von Zeitungen, Flyern oder Broschüren wäre, ohne den Offsetdruck in angemessener Zeit, kaum zu bewerkstelligen.

Materialien und Farbdarstellung

Der Offsetdruck bietet den großen Vorteil, dass eine Vielfalt an Material für den Druck verwendet werden kann. Dies ermöglicht ein breites Verwendungsspektrum des Druckverfahrens. Neben den gängigsten Materialen wie Papier, Pappe und Karton, die in großen Mengen bedruckbar sind, können auch Folien oder beschichtetes Papier für den Druck von Planen und Plakaten verwendet werden.

Beim Offsetdruck ist es möglich, eine sehr breite Farbpalette zu drucken. Um dies zu realisieren, wurde ein spezielles Verfahren entwickelt. Zunächst können nur drei Grundfarben (Magenta, Gelb und Cyan) verarbeitet werden. Die Farbe schwarz ergänzt das Farbspektrum. Es hat sich deshalb auch der Fachbegriff „Vierfarbdruck“ als Synonym für den Offsetdruck etabliert. Aus diesen vier Farben – den Farben C-M-Y-K – ist die Mischung aller gewünschten Farbvarianten und Farbnuancen möglich. Die eingesetzten Farben setzen sich aus Pigmenten und Bindemitteln zusammen und sind zähflüssig. Durch den Zusatz sogenannter Additive können sich die Farben besser miteinander verbinden und auf dem Druckuntergrund haften. Wegen des Erreichens sehr scharfer Konturen und einer äußerst präzisen Wiedergabe des Druckbildes hat sich das Druckverfahren für die Produktion von Schriftdrucken durchgesetzt, da die Buchstaben auch in kleinerer Druckgröße sehr gut lesbar sind.

Im Offsetdruck verfügt jede einzelne der vorhandenen vier Grundfarben über eine eigene Druckplatte, um die Farben für die Erzielung der Mischnuancen entsprechend verwenden und übereinander drucken zu können. Vor dem Druck erfolgt eine Zuordnung der jeweiligen Farbe auf je eine Druckplatte. Jene Bildflächen, welche beim Druck mit Farbe gefüllt bzw. nicht mit Farbe gefüllt werden, sind auf der jeweiligen Druckplatte in einer Ebene angelegt (Prinzip des Flachdrucks).

Durch die besondere Belichtung der Platte werden unterschiedliche Oberflächenstrukturen erreicht. Die Farbe kann also nur dort aufgetragen werden, wo es auf der Druckplatte vorgesehen wurde. Die einzelnen Druckplatten für jede Farbe sind deshalb notwendig, um nur das Motiv auf die Platte zu projizieren, welches in den entsprechenden Farben gedruckt werden soll. Durch das Einspannen der Platten in das zur Farbe passende Druckwerk durchläuft der Druckbogen so nacheinander alle vier Druckplatten. Auf diese Weise werden die vier Farben übereinander gedruckt und die richtigen Farbmischverhältnisse kommen zustande.

Nach dem Druckvorgang werden die Positionen der Farben übereinander, die sogenannten Passer, sowie der Farbauftrag durch einen Fadenzähler geprüft. Der Fadenzähler ist eine sehr starke Lupe, die eine drei- bis zwölffache Vergrößerung ermöglicht und der Qualitätssicherung und Ergebniskontrolle dient.
Zeitgemäße Druckmaschinen errechnen die Farben und die richtige Mischung für das exakte Farbergebnis automatisch. Damit die Farben vollumfänglich zur Geltung kommen, werden als zu bedruckende Materialien hauptsächlich weiße Papiere und häufig zusätzlich gestrichenes Papier verwendet.

Häufiger als für Farbdrucke wird das Offsetdruckverfahren jedoch für die Erzeugung von Schwarz-Weiß-Drucken eingesetzt. Der Druck im Offsetdruckverfahren zeichnet sich unabhängig von der Farbe durch eine sehr hohe Qualität aus.

Anwendungsbereiche

Der Offsetdruck deckt durch seine Vielseitigkeit sehr viele Anwendungsbereiche ab. Pappe und Papier, Kartons oder Klebefolien lassen sich besonders gut bedrucken. Deshalb gehören zur Produktion der vielfältigen Druckerzeugnisse in großen Mengen und in kürzester Zeit in der Regel Zeitungen und Zeitschriften sowie Magazine. Mit dem Offsetdruck ist problemlos eine mehrmals tägliche große Produktion von vielen Tageszeitungen möglich, die durch die schnelle Druckproduktion zügig hochaktuell und in großer Stückzahl an die Kundschaft gelangen können. Die meisten Zeitungen benötigen inzwischen auch einen Farbdruck. Im modernen Offsetdruck ist die Farbverwendung zwar unproblematisch, zügiger und preislich spürbar günstiger ist dagegen die Produktion in schwarz-weiß auf dünnem und glattem Papier. Die großblättrigen Tageszeitungen lassen sich wegen der Einfachheit des Drucks preiswert herstellen. Auf eine Bindung wird bei Zeitungen in der Regel verzichtet. Dies hat auf die Preisgestaltung Auswirkungen, so dass der käufliche Erwerb von Tageszeitungen deshalb häufig günstiger ist als der Kauf von z.B. Zeitschriften oder Büchern.
Neben diesen Erzeugnissen gehören aber auch gebundene Broschüren oder Poster, Flyer, Karten oder Postwurfsendungen zu den Produktionen im modernen und zeitsparenden Offsetdruckverfahren.

Daneben wird der Offsetdruck weiterhin für enorm hochwertige Verpackungen aus Fein- oder Feinstwellpappe angewendet. Der Offsetdruck ist für Verkaufsverpackungen und Werbeträger bedeutsam. Das am häufigsten angewendete Verfahren zur Herstellung offsetbedruckter Verpackungen ist das Bekleben (fachlich: kaschieren) einseitig beklebter Wellpappe. Papierbögen, die vorher im Offsetverfahren bedruckt wurden, werden auf die Verpackung aufgeklebt (kaschiert). Dabei werden die Bogen vollautomatisch auf offene Wellen einer einseitigen Wellenbahn geklebt. Danach erfolgt der passgenaue Zuschnitt in Einzelformate. Schließlich werden die Bogen bzw. Formate zu den fertigen Verpackungen verarbeitet. Da dieses Druckverfahren und das anschließende Kaschieren verhältnismäßig preisintensiv ist, wird es häufig nur für sehr hochwertige Verpackungen verwendet, die in mittlerer und großer Stückzahl hergestellt werden.

Durch die Anwendung des Offsetdruckverfahrens wird nicht nur von dessen Vielseitigkeit, sondern auch von der Schnelligkeit und der optimalen Qualität profitiert.

Druckmaschinen

Der Offsetdruck wird durch den Einsatz spezieller Maschinen möglich, die durch den komplexen Aufbau mit mehreren großen Walzen und Druckplatten sowie ausreichend Platz für große Druckerzeugnisse häufig auch sehr großen Platzbedarf haben. Deshalb findet der professionelle Offsetdruck normalerweise nur im gewerblichen Bereich seine Anwendung.

Offsetdruckmaschinen sind Industriemaschinen, die in vollautomatischen Produktionsanlagen oder Druckereien eingesetzt werden. Nur wenige Hersteller bieten in Deutschland Maschinen für den Offsetdruck an. Zu den größten Firmen gehören z.B. die Heidelberger Druckmaschinen AG, MAN Roland oder Koenig & Bauer AG (KBA). Auch japanische Hersteller bauen Offsetdruckmaschinen. Bekannte Hersteller moderner Maschinen mit hohem Qualitätsanspruch sind u.a. RYOBI und Komori.
Die Offsetmaschinen sind wegen ihrer Konzipierung für einen dauerhaften Einsatz und die Erzeugung großer Stückzahlen sehr robust und langlebig.

Printmedien verlieren auch im digitalen Zeitalter nicht an Bedeutung. Insbesondere im Werbebereich in Form von Flyern, Plakaten und Broschüren besteht ein großer Bedarf an einer Vielzahl verschiedenster Druckerzeugnisse.

Newprint blue und der Offsetdruck

Newprint blue GmbH ist ein modernes Unternehmen, das sich auf Offsetdruck, sowie Digitaldruck spezialisiert hat. Mit viel Erfahrung kann es eine zuverlässige und professionelle Arbeit zusichern. Es wird so lange an einem Auftrag gearbeitet, bis der Kunde zu 100 Prozent zufrieden ist. Neben dem eigentlichen Druck hat das Unternehmen sich darauf spezialisiert, eine Agentur für den Kunden zu sein, die alle erdenklichen Produkte und Dienstleistungen anbietet, die irgendetwas mit Druck zu tun haben.

Newprint blue, eine Firma die nicht nur Wert auf guten Druck legt

Zusätzlich ist Newprint blue GmbH sehr umweltbewusst und engagiert sich für die Natur. Die Firma vertritt die Ansicht, dass man der Natur wiedergeben sollte, was man ihr nimmt. Aber auf menschliche Nähe wird viel Wert gelegt. Respekt ist das A und O und somit auch eine gerechte Entlohnung des Personals. Gleichzeitig werden Aufträge mit religiös oder politisch extremen, sexuellen oder menschenverachtenden Inhalten strikt abgelehnt.

Übrigens: Newprint blue hatte früher den Namen Blueprint. Aus markenrechtlichen Gründen wurde zur deutlichen Abgrenzung das Unternehmen in „Newprint blue GmbH“ umbenannt.

Was ist Offsetdruck?

Da stellt sich zuerst einmal die Frage, was Offset überhaupt heißt. Offset ist im Englischen das Wort für „abgesetzt“ im Sinne von „etwas übertragen“, eben etwas „absetzen“. Beim Druck ist Offset tatsächlich eines der am weitesten verbreiteten Verfahren, die es gibt. So wird es zum Beispiel oft bei Printmedien wie Zeitschriften, Magazinen, sowie bei Büchern und Verpackungen verwendet.

Beim Offsetdruck wird indirekt gedruckt. Das heißt, dass die Druckplatte sowie der Druckträger – die Seiten des Buches, die Oberfläche der Verpackung – sich nicht berühren. Das hat den Grund, dass die zu druckende Farbe auf einen Gummituchzylinder aufgetragen wird, welcher diese dann auf die zu bedruckende Fläche überträgt. Der Vorteil hieraus ist, dass die Druckplatte geschont wird und nur der Gummituchzylinder ausgetauscht werden muss und viele verschiedene Oberflächen bedruckt werden können. Zahlreiche Materialien können mit dem Offsetdruckverfahren bedruckt werden. Pappe, Papier, Keramik, Metall, Folien, Plastik, Glas, DVDs, CDs und noch einiges mehr.

Weitere Leistungen

Grundsätzlich sind die Druckbereiche zwischen Paper und Non-Papier, also zwischen Papier und kein Papier zu unterscheiden. Beim Drucken von Papier bietet Newprint blue Digitaldruck sowie Offsetdruck an, wobei der Offsetdruck eher für größere Auflagen geeignet ist, Digitaldruck schon für Kleinere.

Die Bearbeitung des zu bedruckenden Papiers ist auf verschiedene Arten und Weisen möglich. So kann gebunden, geklammert, genutet und gefaltet werden. Es besteht die Möglichkeit zu bohren, Ecken abzurunden, zu lasern und zu perforieren. Das ist ein Teil der Leistungen, die Newprint blue bietet.

Außerdem kann das Grundmaterial veredelt werden. Dazu gehört das Überziehen mit Dispersions-, Relief-, Spot- und UV-Lack, Cellophanierung, Kaschierung, sowie Relief-, Heißfolien- und Tiefenprägung.

Newprint blue bietet weitere Druckverfahren wie Sublimations-, Sieb- und Tampondruck an, welche aber eher für Werbemittel benutzt werden, sowie bei Textilien. Diese Druckverfahren werden zusätzlich meist dann angewandt, wenn der Kunde von A bis Z eine komplette Ausstattung für Messen, Events und andere Angelegenheiten wünscht.

Der persönliche Service von Newprint blue

Bei Newprint blue bleibt der Kunde am Ende wunschlos glücklich, da sich das Unternehmen um alles kümmern kann, wenn es der Kunde wünscht. Eine Idee sitzt im Kopf? Die Grafikabteilung kümmert sich um die Umsetzung. Und das nicht nur rein optisch – es wird sich darum gekümmert, dass es im Gesamten passt. Dazu zählt, dass es sinn- sowie zweckerfüllend ist.

Schon vorhandene Bild- oder Grafikdateien können bearbeitet werden und Bildrechte eingekauft.

Eine gerechte und professionelle Beratung gehört zum Service dazu. Der Kunde trägt Vorteile an der langjährigen Erfahrung des Unternehmens und bekommt nicht nur mit Ideen Unterstützung, sondern auch mit dem Auswerten welche Technik und welche Druckbereiche sinnvoll für den Kunden und dessen Vorhaben sind. Ganz wichtig ist dem Unternehmen, dass man sich bewusst ist, dass mit Menschen gearbeitet wird. Entsprechend braucht sich kein Kunde scheuen Überlegungen oder Fragen in der Beratung und der Zusammenarbeit einzubringen.

Die Firmenphilosophie

Newprint blue ist sich bewusst: Wir leben von unserer Umwelt, und nur wenn diese gerecht behandelt wird, kann sie bestehen bleiben.

Für jede Palette Papier die Newprint blue verarbeitet, werden 5 neue Bäume gepflanzt. Mit Urkunden, die das Unternehmen online veröffentlicht, weist es nach, dass es sein Wort hält und sich für das Pflanzen neuer Bäume wirklich einsetzt.

Newprint blue achtet darauf, sein Papier nur daher zu beziehen, wo Bäume nachhaltig bewirtschaftet werden und bekommt seinen Strom aus regenerativen Energiequellen.

Im Offsetdruck wird stets darauf geachtet, dass, wenn möglich, mineralölfreie Farben benutzt werden und kein Alkohol verwendet wird. Beim Digitaldruckverfahren werden Toner benutzt, die so unbedenklich sind, dass sie mit Lebensmitteln in Berührung kommen dürfen.

Selbst bei den Maschinen achtet die Firma auf ein Hand-in-Hand mit der Umwelt. Die Druckanlagen arbeiten frei von Chemie und extrem arm an Schadstoffen. Einige Bauteile werden in einem Recyclingprozess neu aufbereitet. Auch auf Menschlichkeit wird geachtet. So werden nicht nur die Kunden, sondern auch das eigene Personal respektvoll und fair behandelt.

Zink-Drucktechnik

Die Zink-Drucktechnik wird bei Fotodruckern eingesetzt ohne Anwendung von Tinte. Das Zinkpapier weist Farbpigmente auf, sodass der Zusatz von Tinte nicht mehr notwendig ist. Das Papier setzt sich aus drei übereinanderliegenden Emulsionsschichten zusammen. In diesen Schichten befinden sich Kristalle der Grundfarben in der subtraktiven Farbmischung Gelb, Magenta und Cyan. Das Zinkpapier wurde von Polaroid patentiert. Mit dieser Drucktechnik können Sofortbilder gedruckt werden. Es handelt sich um Fotos von Digitalkameras oder Smartphones. Durch die Verbindung des kleinen Druckers mit einer USB-Schnittstelle können Bilder in allerdings kleinem Format sofort gedruckt werden.

Packungseinheiten verschiedener Größen sind im Handel erhältlich. Der Vorteil dieser Druckweise besteht darin, dass keine Druckerpatronen, Farbkartuschen oder andere Hilfsmittel verwendet werden müssen. Auf den ersten Blick sieht Zinkpapier wie ganz normales Fotokopierpapier aus. Die drei Farben werden während des Druckvorgangs durch verschiedene Hitzeeinwirkungen beeinflusst. Gelb kommt bei 200 Grad zur Geltung, Magentafarben bei 150 Grad und cyanfarben bei 100 Grad Celsius. Die Farben werden nacheinander auf das Papier aufgetragen, im letzten Durchgang wird die Schutzschicht gegen Kratzer und Feuchtigkeit angebracht.

Drucker und Benutzung von Zinkpapier

Der mobile Fotodrucker ohne Tintenpatronen ist ein Renner bei den Besitzern von Smartphones und Digitalkameras. Der Akku des Druckers wird über Micro USB geladen. Der Drucker, im Internet bezeichnet als Hosentaschendrucker, wird von mehreren Unternehmen im Internet angeboten. Das Zinkpapier kommt zum Einsatz. In manchen Situationen, wie im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder auf einer Wanderung ist diese Investition zweckmäßig. Die iOS App ermöglicht die Nutzung des Druckers. Die Nachbearbeitung der Fotos ist durch diese App möglich. Das Zinkpapier verfügt über eine klebende Rückseite, sodass die Fotos als Sticker verwendet werden können. Das Zinkpapier kann online erworben werden. An dieser Stelle lohnt sich ein Preisvergleich. Viele Shops werben mit günstigen Angeboten für Fotopapier. Die Kamera Polaroid Snap wird mit Zink-Drucktechnik angeboten. Die Bilder werden nicht nur sofort gedruckt, sondern gleichzeitig auf eine microSD-Karte gespeichert. Innerhalb von 30 Sekunden ist das Bild gedruckt. Der Polaroid PoGo ist der einzige Fotodrucker, der mit dem Zinkverfahren arbeitet. Es kann jedoch nur das spezielle Zinkpapier verwendet werden. Auf dem Markt wird ein Bluetooth-Drucker präsentiert, der mit dem Zinkverfahren funktioniert. Der Wegfall von Farbpatronen ist praktisch und rentabel.

Eigenschaften des Zinkpapiers

Die Grundfarbe des Zinkpapiers ist weiß, die gedruckten Fotos sind wischfest. Durch eine Polymer-Schutzbeschichtung ist das Papier wasserbeständig und länger haltbar. Besondere Eigenschaften sind:

  • Wegfall von Druck- und Farbpatronen,
  • hohe Auflösung der Fotos,
  • kein unnützer Verpackungsabfall,
  • sehr günstig, sodass es oft eingesetzt werden kann,
  • nicht lichtempfindlich,
  • so entwickelt, dass Wärme oder Feuchtigkeit keinen Schaden anrichten,
  • keine verstopften Druckdüsen,
  • randlos.

Empfehlenswert ist die Nutzung von Original Polaroid Zinkpapier. Die Fotos weisen eine bessere Qualität auf bezüglich Schärfe und Bildqualität. Der trockene Druck bringt den Vorteil, dass kein Verschmieren beim Berühren oder Ausdrucken entsteht. Bei einem Vergleichstest im Internet wurde das Zink Fotopapier als „Renner“ betitelt. Die hervorragende Qualität mit vielen Verwendungsmöglichkeiten wurde besonders gewürdigt. Die Fotos haben eine Größe von 2 x 3 Zoll, passend für die Geldbörse. Eine Idee ist, auf einer Hochzeit oder einer Geburtstagsfeier die Fotos der Feier zu drucken und dem Gastgeber als Erinnerung schenken. Den idealen Drucker mit Papier kann man bequem in der Tasche mitnehmen.

Drucklackierungen – Schutz und Veredelung von Drucken

Es gibt zahlreche Gründe, ein Druckwerk durch eine Lackierung zu veredeln. Zwar wird so die Produktion aufwändiger, dafür das Ergebnis aber auch deutlich wertiger. War bis vor wenigen Jahren die Lackierung eines Drucks vor allem dem traditionellen Offsetdruck in der Druckerei vorbehalten, so findet man inzwischen auch Lackierungen im hochpreisigen Digitaldruck.

Sinn und Zweck von Lackierungen

Durch die Lackierung eines Druckwerks entsteht ein sehr hochwertiger Eindruck. Hierbei ist es möglich, einem matten Trägerpapier und Motiv einen glänzenden Charakter zu verleihen. Allerdings ist dies auch umgekehrt möglich. Soll vor allem das Motiv hervorstechen, kann der Rest des Trägerpapiers durch Anwendung eines matteren Lacks entsprechend abschattiert werden. Es ist hierbei auch möglich, nur Teile eines Drucks zu lackieren, um eine besonders starke Hervorhebung zu erzielen.

Neben den rein optischen Effekten hat die Drucklackierung aber auch einen sehr praktischen Nutzen. Denn durch eine robuste Lackschicht werden Papier und Motiv vor mechanischer Beschädigung geschützt. Kommt ein Druck also häufig mit mechanischen Beanspruchungen in Berührung, soll aber seinen hochwertigen Charakter behalten, ist eine Lackierung empfehlenswert.

Im Digitaldruck werden Drucklackierungen vor allem bei hochwertigen Fotodruckern angewandt. So erhalten die gedruckten Motive eine größere Farbtiefe und vermitteln einen hochwertigeren Eindruck. Zudem bleicht die oft auf einfachen Farben basierende Tinte mit einer Lackierung nicht so schnell aus.

Neben Lackierungen, die der Veredelung dienen, gibt es auch Lacke zu anderen Einsatzzwecken. So ist die Lackierung eine gute Möglichkeit, Sicherheitskennzeichen auf Papier anzubringen, dessen Echtheit nachprüfbar sein muss. In der Werbung kommen vor allem in hochwertigen Zeitschriften Duftlacke zum Einsatz. Bei diesen werden Duftkapseln auf das Papier lackiert. Wird das Papier gerieben, wird ein Teil der Duftkapseln zerstört. Auf diese Weise können beispielsweise Parfums, Kosmetika und Lebensmittel mittels eines dann freigesetzten Duftes beworben werden. Auch metallisch wirkende Glanzeffekte können durch eine Lackierung erzielt werden. Dazu werden auf dem Druckbild Lacke aufgetragen, die Metallpartikel enthalten und so für einen entsprechend schimmernden Effekt sorgen.

Verschiedene Lacke mit unterschiedlichen Ansprüchen

Relativ neu sind Dispersionslackierungen von Druckwerken. Hierbei wird ein auf Wasser basierender Lack in einer oder mehreren Schichten auf das Motiv aufgebracht. Die Trocknung ist aufgrund des Wassergehalts im Lack aufwändig und erfolgt in der Regel über an der Druckmaschine angebrachte Infrarot-Trockner. Eine Dispersionslackierung schützt sehr gut gegen Ausbleichen. Zudem sorgt sie für eine angenehme weiche Haptik des fertigen Druckwerks.

Der klassische Lackdruck erfolgt mit einem Öldrucklack. Bei dieser Technik wird der Lack wie eine herkömmliche Farbe übertragen. Auch hier lassen sich durch punktuellen Druck und Rasterung Hervorhebungen und unterschiedliche Abstufungen im Glanz erzielen.

Eine Weiterentwicklung des Öldrucklacks sind Drucklackierungen im Drip-Off-Verfahren. Hierbei werden nur Teile des Druckbildes mit Öldrucklack behandelt. In einem zweiten Arbeitsgang erfolgt eine zusätzliche Lackierung mit einem Hochglanz-Dispersionslack. Dieser perlt an allen geölten Bereich ab. So entsteht ein besonders starker und hochwertig wirkender Kontrast zwischen verschiedenen Bereichen des Druckbildes.

Besonders widerstandfähig und hochglänzend wird eine Lackierung, wenn sie mittels einer UV-Lackierung erfolgt. Diese Lacke müssen mit speziellen UV-Trocknern gehärtet werden, weswegen diese Drucktechnik als sehr energieaufwändig gilt. Mittels dieser Technik ist es möglich, auch schwierige Untergründe wie Folien und Kunststoff zu bedrucken.

Studium der Druck- und Medientechnik

Ein Studium der Druck- und Medientechnik ermöglicht die nötige Kompetenz zur Leitung einer Druckerei. In dieser Fachrichtung wird der komplette Ablauf der Textproduktion, mit Bild und Audio gelehrt. Der Fachbereich Druck- und Medientechnik umfasst die Verarbeitung von Druck- und audiovisuellen Medien. Das Master Studium beinhaltet ingenieurwissenschaftliches Wissen. Druck- und Medientechniker finden ihr zukünftiges Aufgabengebiet in der Druckproduktion, in Filmstudios oder Verlagshäusern.

Berlin ist bekannt durch Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften. Das Studentenwerk Berlin vermittelt Heimplätze. In den meisten Fällen sind Wohngemeinschaften die günstigsten Varianten. In den ersten drei Semestern wird das Fachwissen erweitert und auf Anwendungsfelder platziert. Werbeagenturen und Verlage sind an dieser Stelle von Interesse. In Workshops werden Fachkompetenzen und fachliche Qualifikationen aufgebaut. Unternehmensführung ist ein sehr bedeutender Wissenszweig, denn wenn ein Betrieb keine gute Geschäftsführung aufweist, ist dieser zum Untergang verurteilt. Die zukunftsweisende Entwicklung des Unternehmens ist ein Schwerpunkt. Um mit der Zeit zu gehen, müssen auch Forschungsprojekte durchgeführt werden.

Stufen des Studiums

Das 1. Semester ist in Modulen unterteilt. Es beginnt mit Technologie und Innovation Druck. Das zweite Modul bietet Management von Medienprojekten an. Danach folgen Lehr- und Lernkonzepte mit quantitativen Forschungsmethoden. Diese Branche ist auf Praxisnähe bezogen. Betriebliche Experten werden als Dozenten eingesetzt und bringen somit auch aktuelle Probleme in den Lehrstoff. Lehrveranstaltungen zu Forschungs- und Entwicklungsthemen bezogen auf das Studienfach vervollständigen die Ausbildung. Die Studenten lernen die Grundlage der Modellierung, um dann einige Modellbeispiele selbst zu entwickeln. Die Studenten lernen strategisches und operatives Self-Marketing, Thema eBooks, Design und Mediendidaktik. Weiterhin werden moderne Printtechnologien entwickelt. Die technische Hochschule in Berlin umfasst ca. 9000 Studenten. Berlin zählt zu den wichtigsten Medienstandorten Deutschlands. Drei Bereiche sind die Hauptpunkte des Studiums, und zwar Druck- und Weiterverarbeitung von der Werkstattkunde bis zur vernetzten Druckerei. Dann folgt die Medientechnik vom Bildschirmdesign bis zur Betriebswirtschaftslehre. Die Angebotskalkulation bis zur Entwicklung Marketingkonzepte ist ebenfalls ein Schwerpunkt des Studiums. In Berlin wird viel Wert auf das Studium in der Praxis gegeben, was in dieser Branche von großer Wichtigkeit ist.

Wichtige Themen für den Studenten

Es bieten sich berufliche Perspektiven in der Planung, Organisation und Weiterentwicklung technologischer Prozesse in der Herstellung von Druck- und Verpackungsobjekten. Redaktionen, Vertrieb und Marketing im Bereich Medien und Kommunikation bieten interessante Berufschancen. Es werden praktische Übungen in den Laboren der Drucktechnik, Apple- und PC-Laboren durchgeführt. Die Möglichkeit eines Fernstudiums besteht in dieser Branche. Der Schwerpunkt liegt hier auf Multimediaprojekte, die in technischer wie auch gestalterischer Hinsicht entwickelt werden. Praxisseminare müssen ebenfalls absolviert werden. Kurz dargestellt, Text, Bild, Ton und Video müssen digital verarbeitet werden.

Webseiten müssen erstellt werden und Internetpräsentationen für verschiedene Firmen. Themen wie Medienunternehmen, der kaufmännische Bereich, Marketing, Event- und Produktmanagement, PR-Abteilungen und mittelständische Unternehmen sind als Studiengrundlage anzusehen. Die Unternehmensführung und Unternehmensentwicklung sind in dem Studienzweig Druck und Medien von äußerster Wichtigkeit. Die Forschung und Entwicklung in den Branchen Medien und Druck sind ebenfalls Lehrfächer, die in der Praxis nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Fundiertes Wissen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien ist wichtig für die Weiterentwicklung. Zeitungsproduktion und Redaktionssysteme gehören eng zu dem Studienzweig.

Was bringt die neue Norm ISO 12647-2:2013?

Die ISO Norm beinhaltet Fogra-Charakterisierungsdaten wie neue Druckkontrollkeile für den Offsetdruck. Neue Richtlinien für gestrichene und ungestrichene Papiere kommen zur Anwendung. Es bestehen acht Papierkategorien, vier für ungestrichene, vier für gestrichene Papiere. Die fünf Tonwertkurven A bis E sind nun dem Druckverhalten mit dem Verfahren Computer-to-Plate angeglichen. Einheitliche Bedingungen in der Prozessteuerung für Druckbedingungen mit helleren Papieren ist das Ziel dieser Norm. Die technischen Entwicklungen und die Standardbeleuchtung werden in dieser Norm kontrolliert.

Die Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz sind nunmehr einheitlich. Ehedem herrschte mit drei Prozent höher die Farbe schwarz vor. Außer den acht Druckbedingungen für die genannten Papierarten in AM-Raster gibt es nun Alternativen für nicht periodische Raster. Man erprobt die verstärkte Verwendung von optischen Aufhellern. Als M1 wird die neue Lichtart zur Messung von Papier, Druckfarben und Proofs gekennzeichnet. Laut professioneller Erläuterung ist das Ziel folgendes: (übernommen aus dem Internet) Die aus Fogra 51 und Fogra 52 erstellten kostenlosen ECl-Profile in einem Übergangszeitraum, die auf Basis von Fogra 39 und Fogra 47 erstellten Profile, abzulösen. Fogra bedeutet: Forschungsgesellschaft Druck e.V. In der Praxis ist diese Vorstellung nicht so ganz einfach durchzusetzen.

Die neue Norm ist umsetzbar

Laut Meldung im Internet hat eine Druckerei bereits eine Auszeichnung bekommen, da dieses Unternehmen genau nach dieser Norm komplett arbeitet. Laut Aussage dieser Druckerei ist das Ziel der neuen Norm, einfach zu messen, was das Auge tatsächlich sieht. Die bisher eingesetzten Messsysteme waren nicht in der Lage, im Papier befindliche Aufheller zu erkennen. Moderne Messgeräte schaffen nunmehr diese Aufgabe ohne Probleme. Die Produktplatte ist in drei Kategorien unterteilt. Die Druckprodukte werden im Offsetdruck und Digitaldruck produziert. Werbetechnik ist eine Drucktätigkeit von Beschriftungen, Schildern oder anderem Werbematerial. Die dritte Kategorie „Drucksachen gestalten“ umfasst das Drucken nach vorgefertigten Motiven von Kalendern, Karten oder ähnlichen Produkten. Dem Nutzer wird die Abwicklung der Bestellung so vereinfacht, dass viel Zeit gespart werden kann. Zur Erleichterung der Durchsetzung dieser Norm besteht die Möglichkeit zum Besuch von Seminaren. Themenpunkte sind:

  • acht neue Papierklassen, vier für gestrichene, vier für ungestrichene,
  • neue Tonwertvorgaben,
  • Vorgaben für Digitalproofs,
  • Vorgaben für Normlicht und Messtechnik,
  • Kontrollelemente, vier neue ICC-Profile.

Änderungen der neuen Norm

Das Zertifikat wird nicht so einfach herausgegeben, eine Prüfung der Druckerei ist unumgänglich. Durch die Veränderung der Papiertypen, wie Anteile der Aufheller und Färbung, wurden die fünf Druckbedingungen überarbeitet. Fogra 51 und 52 beschreiben die Fluoreszenz optischer Aufheller. Die M1-Messtechnik ist unbedingt erforderlich zur Verifizierung des Proofs. Bei der Druckerei wird die M1-Messtechnik zur Farbkontrolle benötigt. Fogra 51 und 52 sind in M1 definiert. Es gibt für den Bogenoffset noch nur zwei Druckbedingungen, eine für gestrichenes und eine für ungestrichenes Papier.

Die Norm gibt neue Zielwerte für die Volltonfarborte und Tonwertzunahmen und umfasst auch den Druck mit nicht periodischem Raster. Die Tonwertzunahmekurven haben den größten Einfluss auf die Farbwiedergabe. Großer Wert wird daher auf die Soll-Tonwertzunahmekurven gelegt. Die D50-Lichtquelle muss eine Lichtstärke von 2000 Lux aufweisen. Die Normlichtlösungen müssen besser an D50 angepasst werden. Angaben zur Graureproduktion und zur Graubalance und andere Unterschiede in der Papierfärbung wurden ebenfalls in der Norm berücksichtigt.

Sicherheitsdruckerei

Sicherheitsdruckereien garantieren einen Schutz ihrer Druckergebnisse vor Fälschungen. Sie haben die Berechtigung, Geld zu drucken. Die Euronote verfügt zum Beispiel über 50 Sicherheitsmerkmale. Diese Berechtigung ist geheim, und wahrscheinlich hat nur eine einzige Druckerei im Lande diese Erlaubnis. Unser Geld wird nicht auf Papier bedruckt, sondern auf einen Bedruckstoff aus Baumwolle. Der Geldschein leuchtet im UV-Licht. Das dürfte jedem Bürger bekannt sein. Über viele Merkmale ist das Geheimnis der Entdeckung nie gelüftet worden. Interessant ist, dass die Geldscheine nicht gedruckt, sondern geprägt werden.

Die Geldfälscher sind nicht zu unterschätzen. Aus diesem Grunde werden immer neue Verfahren und Techniken erforscht, die die Echtheit des Geldes bestätigen. Nicht nur Geld wird gefälscht, auch Führerscheine oder andere Dokumente. Der Kampf gegen die Fälscher ist ständig. Man muss den Fälschern immer einen Schritt voraus sein. Gefälschte Etiketten, Briefmarken, Steuermarken oder Zertifikate würden überhandnehmen, wenn nicht die Sicherheitsdruckereien in Zusammenarbeit mit Papierherstellern dieses erschweren. Mit sichtbaren oder auch unsichtbaren Fasern, Beschichtungen, die mit Phosphor bearbeitet wurden, werden Lösungen erarbeitet. Rubbellose oder Briefmarkenpapiere sind auch sehr beliebt bei Fälschern.

Kunden der Sicherheitsdruckereien

Diese Druckereien haben unter anderem auch einen besonderen Kundenstamm, der auf die sicheren Druckerzeugnisse vertraut. ISO Zertifikate können diese Unternehmen jederzeit vorweisen. Folien und Hologramme werden gern zur Sicherung der Druckerzeugnisse eingesetzt. Die Sicherheitsmerkmale, die unterschiedlich zum Schutz der Produkte angewandt werden, werden allgemein Sicherheitsgestaltung genannt. Darüber hinaus werden Sicherheitsfäden in manchen Produkten angebracht. Sicherheitsfarben kommen auch zum Einsatz. Die Sicherheitsdruckereien sind organisiert. Intergraf nennt sich die Organisation, European Federation for Print and Digital Communication. Der Sitz ist in Brüssel. Die gedruckten Banknoten müssen einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden. Der Test dauert ca. vier Stunden und beansprucht die Banknoten so, als wenn diese unter extremen Bedingungen einige Jahre im Umlauf sind. Die zum Test gewählten Banknoten werden zerknittert, stark beschmutzt, mit nassem Vlies groben Behandlungen ausgesetzt.

Auf dem Markt ist der Rollenschneider mit Registerschnitt nach Wasserzeichen. Der Schneidmarkensensor bewirkt, dass der Schnitt nach definierten Schnittmarken erfolgt. Ein Kamerasystem arbeitet im Durchlichtverfahren. Der Rollenschneider kann nun nach Schnittmarken im Durchlicht oder gezielt nach Wasserzeichen schneiden. Eine systematische Planung und gezielte Verbesserung der Produktionssysteme müssen ständig wiederholt werden. Die Sicherheitsdruckereien arbeiten mit Partnern zusammen, um gemeinsam Lösungen zur Schutz vor Fälschern zu entwickeln.

Sicherheitsmerkmale

Die bekanntesten Sicherheitsmerkmale für unser Geld ist das Wasserzeichen. UV-Reaktive Farben sind nicht gleich zu erkennen. Durch eine UV-Lampe ist die Überprüfung sehr leicht. Das Aufprägen von Folien ist sofort erkennbar. Leider ist das Fälschen durch diese Eigenschaft auch leicht, allerdings mit viel Aufwand. Hologramme sind Abbilder, bei dem ein Interferenzmuster aufgezeichnet wird, welches nachher ein Abbild des Objektes ermöglicht. Die Fälschungen sind hier sehr erschwert. Barcodes werden bei Konsumgütern eingesetzt. Die zertifizierte Druckerei entwickelt Sicherheitsvorrichtungen für Fahrscheine, Parktickets, Lotteriequittungen und Chipkarten. Radierbare Farben werden verwendet, hier fehlt nach der Manipulation die feine Reliefstruktur im Hintergrund. Individuelle Prägewerkzeuge können Logos mit einer speziellen Hologrammfolie als Holomark prägen. Variable Farben wechseln bei Änderung des Betrachtungswinkels oder durch eine Prüffolie die Farbigkeit. Die Mitarbeiter der Sicherheitsdruckereien werden genauestens überprüft. Die relevanten Dokumente und Druckplatten werden sicher gelagert.

Wasser im Druck

In Druckereien wird Wasser benötigt. Die Plattenbelichtung wird mit Wasser betrieben, Feucht- und Reinigungswasser für die Druckmaschinen. Die Luftbefeuchtung geschieht auch durch Wasser. Das Problem ist, dass verschiedene Wasserhärten eingesetzt werden. Die Plattenbelichtung darf nicht mit zu hartem Wasser in Berührung kommen. Die Folgen sind Kalkablagerungen auf den Platten. Somit darf nur enthärtetes Wasser zur Anwendung kommen. Das Reinwasser nach Durchgang in der Umkehrosmose Anlage wird für die Feuchtwasserversorgung benutzt. Bei diesem Vorgang muss das Wasser auf 10°dH eventuell gehärtet werden.

Für die Luftbefeuchtung wird Reinwasser, produziert durch die Umkehrosmose Anlage, verwendet. Vorher durchläuft es die Prozedur einer UV-Entkeimung. Die Luftbefeuchtung selbst muss über eine Wasseraufbereitung verfügen. Die Druckereien müssen genau informiert über den Wasserhärtegrad sein. Die vollständige Wasseraufbereitung besteht aus Enthärtungsanlage, Umkehrosmose Anlage und UV-Entkeimung. Die Gummiwaschanlagen in Offset-Druckmaschinen dürfen kein hartes Wasser verwenden. Das führt zu Düsenverkalkungen. Eine Druckerei veröffentlicht im Internet, dass die Falzapparate und ein Teil der Druckanlage mit Spühwassernebel-Löschtechnik ausgestattet wurden. Druckereien, die Zeitschriften oder Kataloge produzieren, sind reich an Brandrisiken. Die intensive Reinigung und stetige Überprüfung der elektrischen Anlagen vermindert zwar die Gefahr eines Brandes, jedoch auszuschließen ist diese nie.

Wo wird Wasser noch eingesetzt?

Sprinkleranlagen und Wandhydranten sind zwar nicht gerade zu empfehlen beim Einsatz von Druckmaschinen. Sollte es jedoch tatsächlich einmal zu einem Brand kommen, wäre das wohl doch das kleinere Übel. Die Bedruckung von Pappe erfolgt fast ausschließlich mit wässrigen Farben, welche teilweise Lösemittel enthalten. Nach Beendigung der Arbeiten erfolgt die Reinigung. Ein Unternehmen bietet die Lösung zur Abwasserbehandlung an. Die Anlagen funktionieren nach dem Prinzip der chemischen Fällung und Flockung. Die individuell produzierten Anlagen vermindern Kalk, Korrosion, und Verkeimung, einsetzbar in der Wellpappen- und Druckindustrie, Dampferzeugung und Prozesskreisläufen.

Interessant ist ein chinesisches Forschungsergebnis. Spezialpapier wird mit Wasser bedruckt. Der Toner eines herkömmlichen Druckers wurde mit Wasser befüllt und ins Papier integriert. Durch Hitzeeinwirkung wie im Backofen ist die Schrift löschbar. Das Papier kann bis zu 50 Mal verwendet werden. 22 Stunden bleibt die Schrift bestehen bzw. durch Hitzeeinwirkung wird sie sofort gelöscht. Man versucht, dieses Forschungsprojekt zu verbessern, sodass die Schrift länger als 22 Stunden sichtbar ist und nicht nur in einer Farbe gedruckt werden kann, sondern in blauer, violetter oder goldener Schrift.

Nutzen des Wassers in der Druckindustrie

 

Das verwendete Wasser in der Druckindustrie beeinflusst die Qualität der Druckergebnisse enorm. Die Umkehrosmose Geräte sorgen für eine optimale Wasseraufbereitung. In vielen Betrieben wird nur eine Teillösung eingesetzt. Die stabilisierte Wasserqualität ist zum günstigen Preis nutzbar. Die einfache Installation und Steuerung sorgt für Erleichterung des Personals. Die Vorfiltration wird mit Aktivkohle vorgenommen. Beim Waschen der Gummituchzylinder verhindert die Einrichtung gehärtete Prozesswasser Ablagerungen. Das Reinstwasser unterstützt die Stabilität der Plattenbelichtung. Das Weichwasser oder enthärtetes Wasser kann nicht in allen Arbeitsweisen benutzt werden. Die Dosierung des Wassers mit Dosierpumpen ist empfehlenswert. Dosiert werden die Feuchtmittelzusätze, Mineralstoffe, Silikonemulsionen, Vernebelung und Befeuchtung. Die Pumpen sind nur geringfügig wartungsbedürftig, unempfindlich gegen Durchsatz- und Wasserdruckschwankungen, selbstansaugend, und sie sorgen für eine homogene Verdünnung. Die Dosierbereiche sind den verschiedenen Druckmethoden angepasst und tolerieren einen niedrigen Wasserdurchsatz. Die Dosierer können problemlos im Oberlauf von Nebel- und Befeuchtigungssystemen eingesetzt werden. Sie sorgen für das Entkalken der Düsen. Das Risiko von Krankheitserregern wird durch diese Dosierer minimiert.

Die Leidenschaft der Kleinverleger

In der Landschaft des deutschen Buchhandels tummeln sich, nach einer Erfassung des Statistischen Bundesamtes von 2014 über zweitausend Buchverlage, mit einem steuerbaren Jahresumsatz von 17.500 Euro. Diese brachten 2015 ganze 76.547 Erstauflagen und 12.959 Neuauflagen auf den Markt. Dabei erscheint der größte Teil dieser deutschsprachigen Neuveröffentlichungen keineswegs in den großen Publikumsverlagen, wie Bertelsmann oder Holtzbrinck. Vielmehr zeichnen sich vorwiegend die kleineren unabhängigen Verlage verantwortlich, wenn es um die Herstellung von besonderen Gedichtbänden, Fachbüchern, Fotobänden oder Büchern für spezielle Interessen geht. Dabei wird deutlich, dass trotz der stagnierenden Umsätze und stetig zunehmenden Konzentrationsprozesse in der Buchbranche die kulturelle Vielfalt wächst. Der deutsche Buchhandel bleibt kleinteilig strukturiert und steht und fällt mit der Kreativität und Leidenschaft seiner Kleinverleger. Diese verzeichnet in den vergangenen fünf Jahren eine überraschende Welle an Neugründungen. Darauf klebt oftmals das Etikett „Independent“ oder auch „Indie-Verlag“. Darunter sind dann Verlage zu verstehen, die nicht unter dem Dach eines großen Konzerns arbeiten. In den meisten Fällen bieten diese Verlage ein Nischenprogramm an, welches sich nicht an den Bedürfnissen des Mainstreams ausrichtet.

Gnadenlose Enthusiasten realisieren Nischenprojekte

Wie viele unabhängige Verlage es letztlich in Deutschland gibt, ist schwer zu schätzen. 600 sind auf jeden Fall Mitglieder der IG Unabhängige Verlage des deutschen Buchhandels. Die Hälfte davon kann aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter und der geschäftlichen Orientierung als „Independent“ bezeichnet werden. Fast alle haben weniger als zehn Angestellte, die kleinsten sind klassische Ein-Mann- oder Ein-Frau-Betriebe. Dank Digital-Druck und den sozialen Medien als Werbetool ist es heute einfacher einen unabhängigen Verlag zu gründen. Doch diese Arbeit ist ein Vollzeitjob. Der Indie-Verleger muss seine Autoren selber finden, die Texte bearbeiten, sich für das richtige Design der Bücher entscheiden, den Vertrieb und auch die Lese-Auftritte organisieren. Dabei verdient er in den seltensten Fällen wirklich Geld, mit seinen Liebhaberprojekten. Das überleben nur gnadenlose Enthusiasten. Was bleibt? Independent-Verlage können, auch sehr aufwendige Nischenprojekte realisieren und sich Ideen leisten, die für die großen Schlachtschiffe der Branche nie in Frage kämen.

Sätze für die Ewigkeit

Ein gutes Beispiel sind die vier ehemaligen Erlanger Studenten Joseph Reinthaler, Laura Jacobi, Philip Krömer und Sebastian Frenzel. Im Oktober 2015 gründeten die jungen Germanisten und Buchwissenschaftler den „Homunculus“-Verlag. Ihr Motto: „Literatur für alle Zeit“. In ihrem Programm befinden sich momentan 13 Titel. Darunter neben E-Books und Hardcover-Schmuckausgaben auch sogenannte Non-Book-Stücke, wie ein literarisches Kartenspiel oder eine Tischdecke mit der Bayerischen Biergarten-Ordnung. 2016 konnten die vier Jungverleger den „IHK-Kulturpreis für Literatur“ gewinnen.

Ebenfalls, mit Independent-Etikett arbeiten Rasmus Schöll und Florian L. Arnold, die 2015 den Verlag Topalian & Milani gründeten. Unter ihrem Motto „Sätze für die Ewigkeit“ produzieren sie Auflagen im dreistelligen Bereich und sind schon froh, so Rasmus Schöll, „wenn wir eine schwarze Null schreiben.“

Beim Leser soll keine Nullachtfünfzehnliteratur landen. Florian L. Arnold beschreibt das so: „Wir verlegen Bücher nicht, wir machen sie. Weil wir an das Werk eines Autors glauben, weil wir an die Qualität des Buchdruckers glauben, weil wir der Überzeugung sind, dass gute Bücher nicht mit großen Werbebudgets erzeugt werden. Bücher entstehen durch den Geist des Schreibenden und die Kunst des Layouts und des Buchdrucks. Die Idee ist, für die Autoren zu kämpfen“.

Die Entdeckung von neuen Talenten und unbekannten Autoren

Ganz auf Comic stehen dagegen die beiden Berliner Kleinverlage „JaJa“ und „avant“. Der JaJa-Verlag wurde 2011 von der gebürtigen Erlangerin Anette Köhn gegründet und erhielt 2015 den V.O. Stomps Förderpreis der Stadt Mainz für ihr Engagement im Bereich der Kleinverlegerszene. Ihre liebevoll verlegten Comics verzeichneten Nominierungen und erhielten zahlreiche Preise. Neben Comics werden aber auch Kinderbücher, illustrierte Literatur, Sachbücher, Kochbücher und nicht in Schubladen steckbare Bücher verlegt. Dabei geht es um die Entdeckung von neuen Talenten und noch unbekannten Autoren. Ein Credo, welches sich auch der der avant-verlag aus Berlin verschrieben hat. Seit 15 Jahren veröffentlicht der Gründer und Verleger Johann Ulrich Comics und Graphic Novels europäischer Künstler. Dabei ist es ihm zu verdanken, dass zahlreiche Autorencomics aus dem Ausland in Deutschland zum ersten Mal veröffentlicht wurden.

Die richtige Kombination: Farben im Druck

Die richtige Farbwahl im Druck ermöglicht großartige und aussagekräftige Ergebnisse. Die falsche Farbwahl im Druck erzeugt allerdings Kombinationen, die sehr schnell anstrengend und unschön wirken. Damit die Kombination von Farben nicht nur harmoniert, sondern auch die Aussage des Druckwerks passend unterstützt, sind vor der Farbwahl also ein paar Überlegungen notwendig.

Warum Farben zueinander passen

Die Frage, wie Farben wirken und welche Farbkombinationen auf Menschen einen Eindruck hinterlassen, beschäftigt Künstler und Wissenschaftler schon einige hundert Jahre. Im Lauf der Zeit entstanden hierzu einige Theorien mit zugehörigen Farbkreisen, Tabellen und Aussagen, was denn nun eine Farbe genau für eine Wirkung habe. All diesen Anstrengungen liegt ein gemeinsames Ziel zugrunde: Das menschliche Empfinden für Schönheit, Harmonie und Ästhetik zu verstehen.

Einer der bekanntesten Farbkreise ist der Farbkreis nach Johannes Itten. Seine Farbenlehre aus dem Jahr 1961 gilt zwar als sehr schematisch, kann aber aufgrund ihrer Einfachheit auch von Laien gut angewendet werden. Die Farben sind hier als Spektrum kreisförmig angeordnet, ausgehend von den Grundfarben Blau, Rot und Gelb im Zentrum des Kreises. Durch die Wahl von schematischen Farbkombinationen sollen bestimmte Wirkungen erzeugt werden.

Analog, komplementär, Dreiklang, Vierklang  –  die wichtigsten Farbkombinationen

Stehen sich zwei Farben im Farbkreis gegenüber, bezeichnet man sie als komplementär zueinander. Durch den starken Kontrast der Farben wird eine äußerst dynamische Wirkung beim Betrachter erzeugt. Die Gefahr dieses starken Kontrastes besteht jedoch darin, dass durch eine zu starke Nutzung ein sehr unruhiges Gesamtbild entsteht, das dann eher abstoßend oder anstrengend wirken kann.

Teilkomplementäre Farbkombinationen orientieren sich an einer Farbe und den Nachbarn ihrer Komplementärfarbe. Auch hier wird eine starke Dynamik vermittelt – dem Gesamtbild wird durch den geringeren Kontrast aber etwas von seiner inneren Spannung genommen.

Als sehr harmonisch wird der Farbdreiklang empfunden. Hier werden drei Farben gewählt, die auf dem Farbkreis gleich weit voneinander entfernt liegen. Da immer noch deutliche Kontraste zwischen den Farben herrschen, ist auch hier das Ergebnis von hoher Eigendynamik. Allerdings wird dabei auch bei großzügigerer Verwendung von Farbflächen deutlich weniger Unruhe erzeugt.

Beim Farbvierklang kommen zwei Farben und ihre Komplementärfarben zum Einsatz. Um hier das Aug nicht zu überfordern, sollte nur eine der Farben dominant eingesetzt werden. Die anderen drei Farben dienen nur zur Unterstützung.

Bei der Wahl eines analogen Farbschemas werden nur zwei Farben verwendet, die auf dem Farbkreis benachbart sind. Damit entsteht ein sehr ruhiges, harmonisches Farbbild. Auch hier ist es sinnvoll, eine der Farben verstärkt einzusetzen und die zweite Farbe eher als Akzent zu verwenden.

Welche Farbe hat welche Wirkung?

Mit Farben werden immer auch Eigenschaften assoziiert. Allerdings schwanken diese Assoziationen, hier hängt viel am Erfahrungsschatz und am kulturellen Hintergrund des Betrachters. So ist im europäischen Raum Weiß in der Regel eine Farbe, die mit Reinheit, Unschuld und Unschuld in Verbindung gebracht wird. In einigen anderen Kulturkreisen ist sie das ultimative Symbol für Trauer und Tod. Hellere Farben stehen grundsätzlich für etwas Lebhaftes, dunklere und gedeckte Farbtöne mildern dies deutlich ab. Einige Assoziationen, wie beispielsweise Rot als Farbe der Liebe, sind jedoch recht allgemeingültig.

Unterschiedliche Farbmodelle

Etwas verwirrend für Laien sind oft die unterschiedlichen Farbmodelle, die im Druck zum Einsatz kommen. Computerbildschirme arbeiten mit einem Farbmodell namens RGB. Hierbei werden die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau miteinander vermischt, um weitere Farbschattierungen zu erzeugen. Ist keine der drei Farben vorhanden, ist Schwarz das Ergebnis. Sind alle drei Farben maximal vorhanden, ist das Ergebnis weiß.

Im Druck ist das vorherrschende Farbmodell CMYK. Hierbei werden die Farben Cyan, Magenta und Gelb zusammen mit der Kontrastfarbe Schwarz verwendet, um Farben darzustellen. Da die Farbmodelle RGB und CMYK auf unterschiedliche Weisen Farben beschreiben und auch nicht den exakt selben Farbraum abdecken, kann es bei der Umwandlung im Druck zu Abweichungen kommen.