Zeitungsdruck

Zeitungen sind nach wie vor ein aktuelles Medium. Sie sind kurzlebig. Das Papier ist oft recycelt. Bei einer Zeitung muss nicht zwingend auf Perfektion im Druck geachtet werden. Sie müssen allerdings, mehr denn je, schnell, flexibel und unter hohem Kostendruck produziert werden. Das sind hohe Anforderungen an den Zeitungsdruck, sowohl was die Technik als auch was das Personal betrifft.

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Der Buchdruck als Vorgänger

Bevor überhaupt Zeitungen gedruckt wurden, verwendete man Gutenbergs Grundidee zur Vervielfältigung von Schrift erst einmal für einzelne Seiten und langlebige Bücher. Die Technik war aufwändig und es war zur Zeit des Erfinders um 1450 nicht daran zu denken, monatlich, wöchentlich oder gar täglich etwas zu veröffentlichen. Dafür war der Druck zu teuer und zu langsam.

In den Anfängen der Drucktechnik wurden Bögen mit Hilfe beweglicher Holz-, später Blei-Lettern direkt bedruckt. Für jede Seite wurden die einzelnen Buchstabenformen oder manchmal auch vorgefertigte Wörter in Kästen zu einer Seite zusammengesetzt und dann von dieser Druckform aus vervielfältigt. Das war sehr arbeits- und zeitaufwendig. War eine Seite oft genug gedruckt, wurden die Formen der einzelnen Buchstaben wieder auseinandergenommen und zur nächsten Seite zusammengesetzt. Auch wenn einige Schritte durch Maschinen erledigt wurden, fehlte die entscheidende Technik, um Zeitungen wirklich effizient zu drucken.

Stereotypie – der Sprung vom Bogen zum Rollen-Offset

Natürlich war zur Umsetzung des heutigen Zeitungsdrucks im Rollen-Offset mehr als eine Entwicklung notwendig. Da geht es um Papierpreise und Verarbeitungsschritte, um Kosten und Effizienz. Ein Schritt allerdings war bahnbrechend: die Stereotypie.

Buch-Druckformen waren wenig flexibel und schwer noch dazu. Ob von Anfang an mit Stereotypie gearbeitet wurde, ist nicht genau überliefert. In jedem Fall wird so die Erstellung einer Druckform (zum Beispiel) aus Gusseisen für jede Seite bezeichnet. Dieser Zwischenschritt – mit Erstellung einer Gussform aus den ursprünglich zusammengesetzten Lettern und der Herstellung der Druckform – ist natürlich ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Trotzdem lohnt es sich. Denn es gibt einen entscheidenden Vorteil. Unter anderem ist die hergestellte Druckform archivierbar (Die Lettern wurden mit oder ohne Stereotypie nach dem Druck wieder genutzt und für neue Druckseiten gebraucht. Das bedeutet, dass ohne Stereotypie die Druckform für bereits gedruckte Seiten für Nachdrucke oder Korrekturen verloren ist.).

Rollenoffset

Eine zylindrische Druckform war mit Gutenbergs Technik nicht wirklich möglich. Die direkten Weiterentwicklungsformen finden sich eher im Bogen-Offset. Um schnell und direkt von der Rolle zu drucken, mussten andere Techniken her.
Durch Übertragungs-Druckformen entsteht eine indirekte Druckform. Die ursprüngliche Form kommt mit dem Bedruckstoff nicht mehr in Berührung. So ist eine flexible Druckform möglich und das Bedrucken von kompletten Papierrollen. Der erste Schritt zum Rollenoffset ist somit mit der Stereotypie getan.

Mit Hilfe chemischer und technischer Fortschritte sind mittlerweile Druckformen für den Offsetdruck, der ein indirektes Flachdruckverfahren ist, möglich. Offsetfarben sind auf einer Fettbasis hergestellt. Die flachen Platten haben sowohl fettfreundliche als auch wasserfreundliche bzw. fettabweisende Stellen in verschiedenen Abstufungen. Die druckenden Stellen nehmen die Farbe an, sind also die fettfreundlichen Teile, und übertragen die Farbe dann aufs Papier. Früher wurden diese Druckplatten noch mit Hilfe von Filmen (Computer to Film – CtF) hergestellt, heute werden die beschichteten Aluminiumplatten meist direkt belichtet (Computer to Plate – CtP).

Mit gutem Farbkonzept im Rollenoffset zu Farbe und Qualität

Dank dem CMY-Farbsystem (Cyan, Magenta, Yellow) sind mit nur drei Farben im Zeitungsdruck viele Mischverhältnisse möglich und dank unterschiedlich großen Rasterpunkten viele Farbabstufungen in hell und dunkel. Auch mit allen drei Farben in größter Rasterpunktgröße ist kein wirkliches Schwarz auf Zeitungspapier möglich – der Farbauftrag wäre einfach zu hoch und so würde die Farbe durchschlagen, sich das Papier wellen oder ähnliches. Um dieses Problem zu beheben, nimmt man noch eine vierte Farbe für die Tiefe dazu (K-Key – als Schlüssel für den perfekten Druck).

Die Drucktechnik auf Wasser/Fettbasis hat einen entscheidenden Nachteil: die Trocknungszeiten. Zeitungspapier musste lange Zeit teilweise aufwändig durch große Hallen umgeleitet werden, damit es vor dem Schneiden und Legen trocken war. Dieses Problem ist mittlerweile durch eine Verbesserung der Farbe und technische Raffinessen an den Maschinen, um die Trocknung zu beschleunigen, nahezu beseitigt.

Eigenschaften des Zeitungsdrucks zusammengefasst:

  • schnell
  • geeignet für hohe Auflagen
  • Qualität mittlerweile auch schon sehr gut (bis 120er Raster)
  • meist vierfarbig (CMYK – Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz)

Corporate Design

Das Corporate Design meint das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens. Die Abkürzungen CD (Corporate Design) und CI (Corporate Identity) gehören zum täglichen Vokabular eines jeden Werbers und Marketingmitarbeiters. Wie umfangreich ein Corporate Design ist, kann jedes Unternehmen in Absprache mit den zuständigen Dienstleistern und Agenturen selbst festlegen. Für die Gestaltung dieser Design-Richtlinien sind verschieden große Zeitrahmen und Budgets möglich. Im Grunde ist das Design vom Logo über Firmenfarben bis hin zu den Positionen, an denen verschiedene Designelemente positioniert werden, ein Teil der …

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Corporate Identity (CI)

Das Konzept einer CI beruht darauf, dass sich Unternehmen als soziale Systeme, ähnlich wie Personen in der Gesellschaft, bewegen. Dazu werden bestimmte Eigenschaften in der Gesamtheit des Unternehmens und dessen Auftritt festgelegt und gesamtheitlich umgesetzt, um einheitlich aufzutreten. Unternehmen unterscheiden sich nicht mehr nur durch ihre Produkte und ihr Erscheinungsbild, sondern auch durch Philosophien, Ziele und innerbetriebliche Regeln und Organisationsstrukturen. Die Gesamtheit dieser „Charaktereigenschaften“ in einem Unternehmen nennt sich Corporate Identity. Darin werden Verhaltensregeln (Corporate Behaviour) festgehalten, Kommunikationsrichtlinien für die interne und externe Kommunikation (Corporate Communication) niedergeschrieben und andere Vereinheitlichungen, wie die Sprachebene (Corporate Language), oder das Corporate Design getroffen.

Einheitliche Printprodukte schaffen einen Wiedererkennungswert

In einem Corporate Design Manual sind Farben, Logos, die Verwendung der Logos und Designelemente und auch Anzeigenbeispiele und Gestaltungsrichtlinien festgehalten. Die Verwendung dieses Manuals und die strikte Einhaltung der darin festgehaltenen Richtlinien von allen Lieferanten, Agenturen und Mitarbeitern garantieren, dass alle Werbematerialien, trotz verschiedener Hersteller, ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Dabei muss nicht alles „in Stein gemeißelt sein“. Es ist durchaus auch möglich, im Rahmen eines CD bewusst Freiräume zu lassen. Im besten Fall ist das zugrundeliegende Design mit einem so großen Wiedererkennungswert behaftet, dass sich auf den ersten Blick die Firmenzugehörigkeit der Werbemittel ermitteln lässt.

Ein Corporate Design hat Auswirkungen auf alle Produkte, die das Haus verlassen. Das können zum Beispiel sein:

  • Geschäftspapiere, Flyer, Broschüren
  • Verpackungen
  • Gestaltung der Firmenfahrzeuge
  • Plakat- und Anzeigenwerbung
  • Schaufenstergestaltung
  • Gestaltung der Geschäftsräume

Ein Corporate Design spart Geld

Das klingt im ersten Moment komisch, denn die Erstellung eines Corporate Designs ist nicht gerade günstig. Aber wer schon länger mit einem Design Manual arbeitet, der weiß auch, dass klare Anweisungen und Designvorschriften verhindern, dass doppelt gearbeitet wird und sich jeder wieder neu in das Thema einfinden muss. Selbst ein Agenturwechsel oder das Teilen der Aufträge sind dank einem konsequent umgesetzten Corporate Designs normalerweise problemlos möglich. Das Rad muss nicht in jedem Fall, für jede Anzeige neu erfunden werden. Es können Bilder in Rastern ausgetauscht werden und Designs aufbauend auf festgelegte Grundlagen erstellt werden. Das spart effizient Zeit und Geld, ohne Verluste in der Qualität zu verursachen.

Umweltfreundlicher Druck

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird auch in der Druckbranche immer wichtiger. Umweltfreundliche Produkte lassen sich gut vermarkten und in vielen Bereichen drucktechnisch umsetzen. Einfache Dinge, wie die richtige Ausnutzung der Druckbögen oder die Verbesserung der Work Flows, sind für Druckereien auch ohne größere Investitionen schnell verändert. Die eingesetzten Materialien für umweltfreundlichen Druck, wie zum Beispiel FSC-zertifiziertes Papier oder mineralölfreie Druckerfarben, sind natürlich auch eine Frage der Finanzen.

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Wer allerdings langfristig erfolgreich arbeiten will, der sollte auf Nachhaltigkeit achten und dies auch kommunizieren. Das gilt sowohl im B2B-Bereich, denn die Geschäftskunden können dieses Qualitätsmerkmal an ihre Endkunden als auch als Endverbraucher weitergeben.

Zertifizierungen helfen bei der Auswahl umweltfreundlicher Druckprodukte

Umweltfreundlich drucken können viele. Aber wo die Druckereien ihre Schwerpunkte beim Thema Umweltfreundlichkeit setzen und wie sie diese einhalten, lässt sich öffentlich an Zertifikaten erkennen. Um wirklich objektiv vergleichen zu können und umweltfreundliche Produkte gut und leicht zu finden, gibt es verschiedene Zertifizierungen.

Über FSC-Label kann erkannt werden, ob das Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und klimaneutral gedruckt wird, indem für die entstehenden Treibhausgasemissionen in anerkannte Klimaschutzprojekte investiert wird. Der Kunde kann dies am CO2-Footprint des Produktes erkennen. Zusätzlich zu den Zertifizierungen kann man sich von der Druckerei der Wahl auch die genutzten Maschinensysteme nennen lassen. Denn das hilft zu erkennen, wie nachhaltig und umweltfreundlich gedruckt wird.

Xerox Systeme und EA-Toner

Das Xerox System für Digitaldruck optimiert sowohl die Abläufe in der Druckerei für einen umweltfreundlichen Arbeitsalltag und somit nachhaltige Produkte als auch die verwendeten Techniken und Materialien. Die verwendeten EA-Toner dürfen laut TÜV Rheinland sogar mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Das macht besonders Sinn für Banderolen oder Lebensmittelverpackungen. Ist aber gleichzeitig ein Qualitätsmerkmal, dass aufzeigt, wie wenig schädlich die genutzten Inhaltsstoffe sind.

Druckereien mit Xerox System arbeiten nicht nur mit ungiftigen Stoffen, die ungiftigen Müll produzieren, sondern haben durch die Workflow-Optimierung auch wenig Verschnitt, durch optimierte Maschinen wenig Energieverschwendung und die Möglichkeit mit Zulieferern zusammen zu arbeiten, die ebenso Verantwortung für die Umwelt übernehmen wie die eigene Druckerei.

Mineralölfreie Druckerfarben

Im Bogenoffset werden seit langem Farben aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Der Knackpunkt ist lediglich das Bindemittel, aber da sind längst Alternativen vorhanden. Auch der Offsetdruck nutzt üblicherweise Farben auf Fett-/Ölbasis. Durch die unterschiedlichen Trocknungsverfahren und unterschiedliche Siedebereiche von Mineralöl enthaltenden und nachwachsenden Ölen, ist es im Offsetdruck allerdings nur mit großen Bemühungen möglich, mineralölfreie Druckerfarben zu verwenden. Beim Zeitungsdruck, dort wird ein Teil der Feuchtigkeit durchs Papier aufgenommen, hat sich Sojaöl als mineralölfreie Basis für Druckfarben bewährt.

Klappkarten und Karten zu jedem Anlass drucken

Formate von Einladungs-, Geburtstags- oder Hochzeitskarten

Neben den üblichen Kartenformaten in der üblichen Größe DIN A6 sind natürlich auch die vielfältigsten Gestaltungsvarianten in anderen Größen und auf Wunsch denkbar. Einzigartig in Format, Farbe und Design wird jeder Kartengestaltung eine persönliche Note gegeben. Auch DIN A5 oder DIN A4 Drucke werden in besonderen Fällen angefertigt. Meistens kann der Auftraggeber seine Wunschvorstellung online auswählen oder selbst gestaltet hochladen und den Druck dann in Auftrag geben.

Einfache Karten/ Klappkarten:

Einfache Karten oder Klappkarten für Einladungen, Geburtstage, Hochzeiten oder sonstige Anlässe gibt es natürlich überall in vielen Varianten. Hier geht es aber auch um das Besondere, um das Persönliche, da mit einer Eigenerstellung solcher Karten viel Fleiß im Detail steckt, weil sie individuell sind. Ob Einladungskarten, Geburtstagskarten etc. gewünscht sind – sie sollen vom Anlass festlich, aber auch gleichzeitig persönlich ansprechen. Eine Klappkarte ist die preislich höhere Variante gegenüber dem Postkartenformat, entspricht aber eher dem Anlass. Faltkarten sind auch als glatt weißes Universalpapier mit 220 g/ qm mit Knickhilfe für leichtes Falten in DIN lang, DIN A6 oder DIN A5 erhältlich.

Papier- und Farbauswahl

Bei Einladungen, Geburtstagen oder Hochzeiten, also bei den verschiedensten Anlässen, können auch verschiedene Papiersorten zum Einsatz kommen, der entsprechenden Festlichkeit entsprechend. Das kann zum Beispiel sein:

  1. mattes Feinstpapier in Weiß mit samt matter Optik, hoher Steifigkeit und geringer Anfälligkeit gegen Kratzer, Gewicht ca. 300 g/ qm
  2. mattes Feinstpapier in Creme mit den gleichen Eigenschaften wie in Weiß als Alternative, Gewicht ca. 300 g/ qm
  3. strukturiertes Papier in Weiß mit leicht gestreiftem Design als schlichte Karte oder mit Farbflächen
  4. strukturiertes Papier in Creme mit welliger Struktur als schlichte Karte
  5. glänzendes Papier in Perlmutt als Effektpapier für den besonderen Anlass
  6. seidenmattes Fotopapier in Weiß

Selbstverständlich gibt es die passenden Briefumschläge gleich mit dazu oder diese können gesondert auch mit besonderem Aufdruck bestellt werden.

Problematik von Falzen, Rillen und Nuten

Falzen ist ein anderer Ausdruck für Falten. Gefalzt werden besonders zweiseitige Flyer und Karten. Sie werden in hoher Auflage hergestellt. Bei einem starken Papier ab 170 g/ qm können Knicke oder scharfe Brüche aufbrechen. Deshalb wird sie vorsorglich vor dem Falzen vorsichtig gerillt. Um das Material knicken zu können, wird ein Stück Karton herausgeschnitten. Diesen Vorgang nennt man Nuten. Er wird nur bei sehr starken Kartonagen eingesetzt.

Im Offsetdruck wird vorwiegend mit rotierenden Rillwerkzeugen gearbeitet. Größere Auflagen werden schnell und wirtschaftlich abgearbeitet. Bei Rillwerkzeugen besteht die Gefahr, dass sie aufgrund ihrer kantigen Eigenschaft die Oberfläche beschädigen können.

Beim Digitaldruckverfahren werden verschiedene Rillwerkzeuge eingesetzt, die seitlich etwas abgerundet sind, und somit die Fläche schonend bearbeiten können. Hier ist die Stundenleistung geringer, aber die Qualität wesentlich höher.

Ein schonendes Rillen ist besonders beim Druck von Klappkarten wichtig. Auf Wunsch kann über die Klappkarte ein Folienbezug aufgesetzt werden. Einladungskarten als Klappkarten werden meist aus 400 g/ qm starkem Material hergestellt.

Falzzahl:

Während Einladungskarten oder Karten zu besonderen Anlässen meistens einmal gefaltet sind, ist bei Flyern als Prospekte eine Ausführung 4-seitig, 6-seitig, 8-seitig oder mit mehr Seiten, in unterschiedlichen Formaten oder Grammaturen, in Hochformat oder Querformat üblich. Daher muss einer Bestellung beigefügt werden, welche Falzzahl man wünscht. Ab einem Papiergewicht von 200 g/ qm werden die Flyer nicht nur gefalzt, sondern auch gerillt.

Briefpapier im Druck

Papierauswahl, Formate, Briefbogen

Briefpapier gehört zur Kategorie Postpapier und ist satiniert, geleimt und größtenteils holzfrei. Diese Papiersorte hat ein Flächengewicht zwischen 70 und 120 g/ qm und muss sich gut mit Tinte beschreiben lassen. Als ganz normales Briefpapier existiert es in Weiß und in vielen anderen Farben, bedruckt mit Ornamenten oder auf Wunschbestellung nach eigenen Vorgaben für bestimmte Anlässe. Das Briefpapier ist allgemein im DIN A4 Format gehalten, besonders dann, wenn es sich um einen geschäftlichen Brief handelt. Für den persönlichen Gebrauch sind auch andere, kleinere Formate oder andere Abmessungen möglich.

Der geschäftliche Briefbogen besitzt eine vorgeschriebene standardmäßige Einteilung. Zu einem abgestimmten Unternehmensauftritt gehört eine einheitliche Briefgestaltung. Briefpapier stellt daher bereits eine Art Unternehmensrepräsentation bei Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Behörden dar. Der erste Eindruck, den der Briefbogen vermittelt, kann bereits entscheidend für den Erfolg sein. Es sollte daher fast ausschließlich hochwertiges Offsetpapier von 80, 90, 100 und 120 g/ qm verwendet werden. Standard-Briefpapier ist das 80 g/ qm Papier in DIN A4-Format für den einseitigen Druck. Für den zweiseitigen Druck ist es eher ungeeignet, da die Rückseite durchscheinen kann. Briefpapier höherer Grammatur liegt schwerer in der Hand, ist exklusiver und knickt nicht so leicht.

Das geschäftliche Briefpapier DIN A4 ist nach der Norm DIN 5008 vorgeschrieben. Das Papier ist eingeteilt in Rücksendeeingabezone, Zusatz und Vermerkzone, Anschriftenzone und den Informationsblock sowie eingezeichnete Falt- und Lochmarken. Der untere Seitenbereich ist für Geschäftsangaben vorgesehen. Es können je nach Angebot eines Druckunternehmens bis zu 6 Perforationslinien ausgewählt werden. Auch eine Sonderfarbenauswahl ist möglich. Ein solches Briefpapier kann problemlos beschrieben, bestempelt und auf Injekt- oder Laserdruckern bedruckt werden. Seit 2011 existiert eine überarbeitete Norm für Briefpapier.

Die Schreib- und Gestaltungsregeln nach DIN 5008 der Textverarbeitung und des Geschäftsbriefes nach DIN 676 wurden zu einer Leitlinie zusammengefasst. Das Unternehmen, das Geschäftsbriefseiten per Auftrag vordrucken lässt, muss sich an diese Gestaltung halten und dem Druckbetrieb die notwendigen betrieblichen Informationen sowie seine Papieranforderungen übermitteln.

Laut DIN-Norm werden die Form A (hochgestelltes Anschriftenfeld) und die Form B (tiefgestelltes Anschriftenfeld) unterschieden. Die meisten Vordruck-Vorlagen entsprechen der Form B. Der 45 mm lange Briefkopf ist für Logo- und Firmenbezeichnung vorgesehen. Das Logo wird größtenteils oben rechts platziert, ist aber auch links oder mittig akzeptabel. Oben links sollten 5 mm, die für eine 6 bis 8 Pt Schriftgröße ausreichen, für die Rücksendeadresse freigehalten werden. Das 40 mm hohe Anschriftenfeld wird in Zusatz- und Vermerkzone mit 12,7 mm und Anschriftenzone mit 23,7 mm eingeteilt. Hier können auch zusätzlich Angaben wie Eilzustellung, Warensendung, Luftpost, „Nicht nachsenden“ oder Einschreiben platziert werden. Der neu gestaltete Informationsblock rechts beinhaltet Informationen wie Zeichenangaben, Namen, Telefon, Telefax, Email, Bestell- oder Kundennummern etc. oder Datum. Ganz unten auf die Briefseite gehören Firmenanschrift, Kontaktdaten und Kontoverbindungen. Bei Kapitalgesellschaften sind Rechtsform, Sitz der Gesellschaft, Handelsregisternummer, Registergericht und/ oder auch Namen von Aufsichtsratsvorsitzenden, Vorstandsvorsitzenden oder Geschäftsführern unterzubringen. In der nachfolgenden Tabelle wird noch mal ein kurzer zusammengefasster Überblick gewährt:

Bezeichnung des Brieffeldes Inhalt
Briefkopf Logo, Slogan
Rücksendeangabe Absenderanschrift fortlaufend und mit Komma getrennt
Anschriftenfeld Empfängeranschrift
Informationsblock Zeichen, Name, Abteilung, Kontaktdaten, Datum
Text/ Anschreiben Betreffzeile, Anrede, Text, Abschiedsformel, Anlagenvermerk falls notwendig
Geschäftsangaben Firmenanschrift, Kontaktdaten, Kontoverbindung, Rechtsform, Sitz der Gesellschaft, Registergericht, Handelsregisternummer

Hinzuzufügen ist, dass sämtliche Kontoangaben nach dem neuen Standard in IBAN und Swift/ BIC anzugeben sind. Falzmarken sind für das spätere zweifache Falten für den Geschäftsbriefumschlag vorgesehen. Auch die korrekte Ziffernaufteilung hat sich geändert.

Telefon- und Faxnummern:
Landesvorwahlen sind mit einer Doppelnull oder einem Pluszeichen zu versehen. Bei einer Auslandsvorwahl entfällt die Null der Ortsvorwahl. Durchwahlen werden mit einem Mittelstrich ohne Leerzeichen angefügt.

Postleitzahlen:
Sind zumindest für Deutschland fünfstellig und ohne Leerzeichen gesetzt.

Postfachnummern:
Diese werden von rechts zählend in Zweiergruppen mit einem Leerzeichen abgetrennt.

Bankverbindungen:
Die Bankleitzahl wird von links zählend in Dreiergruppen aufgeteilt. Die Kontonummer als IBAN-Nummer wird von links beginnend in Vierergruppen eingeteilt, wobei die erste Gruppe das Länderkürzel enthält.

Individuelle Prägungen zur Veredelung

Prägungen oder Papierveredelung ist eine Veränderung einer porigen Papieroberfläche durch Beschichtung. Dadurch entsteht entweder ein bestimmter Glanz, eine Struktur oder Effekte, die eine unbehandelte Fläche nicht besitzt. Diese Druckveredelungen verbessern die Eigenschaften durch den Schutz vor Abnutzung und durch eine optische Aufwertung für den Verkaufserfolg. Die Einsatzarten von Papierveredelungen sind vielseitig:

  • Hochglanzmagazine
  • Broschüren
  • Verpackungen
  • Glückwunschkarten
  • Kataloge
  • Stadtpläne u. a.

Verschiedene Techniken finden bei Prägungen Anwendung. Man unterscheidet die Lackierung, die Folienkaschierung, den Prägefoliendruck, die Blindprägung, den Kaltfolientransfer und die Laminierung. Eine Papierveredelung durch Lackierung ist ein Auftragen von glänzenden oder matten Lacken, wie Gitterlacken, Thermofarben, Leuchtfarben, Duftlacken, UV-Lacken u. a. auf das Papier. In der Folienkaschierung werden mehrere Lagen an Papier und Folie in Verbindung gebracht. Beim Prägefoliendruck wird die Prägefolie mittels Prägedruckform auf den Bedruckstoff oder das Papier gepresst. Weitere Verfahren hierzu sind das Microembossing, die Strukturprägung, die Reliefprägung oder Effekte mit Gold oder Silber.

Die Blindprägung ermöglicht mehrdimensionale Darstellungen mit Licht- und Schattenbildung mittels Verformung durch Prägewerkzeuge. In der Papierveredelung ist die Kaltfolienveredelung relativ neu angesiedelt. Für den Folientransfer wird hier ein spezieller Kleber aufgetragen. Das Farbgut wird dann an den Stellen aufgenommen, an denen der Leim aufgebracht wurde. Dadurch entstehen feinste Strukturen, Schriften, Rasterverläufe oder metallische Farben. Bei der Einsiegelung oder Laminierung wird durch Druck- und Wärmeeinwirkung ein Verbund zwischen Druckbogen und Polyesterfolie erzielt. Die Dicke kann dabei variieren. Solche Papierarten werden durch die Laminierung vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt und erhalten somit auch mehr Stabilität. Diese Technik findet besonders bei Lehrmaterialien, Landkarten, Taschenkalendern bzw. Katalogen ihren Einsatz.

Was ist Büttenpapier?

Als Bütte wurde ein wannenförmiges Gefäß bezeichnet. Büttenpapier ist historisch ein mit Sieb aus der Bütte geschöpftes Papier. Es können dabei verschiedene Gestaltungen entstehen.

  • Büttenpapier mit Büttenrand und Siebstruktur
  • Büttenpapier mit sichtbarer Rippung
  • Büttenpapier mit Wasserzeichen und Rippung
  • flächig bedrucktes Büttenpapier mit Rippung

Büttenpapier wird aus einem Faserbrei aus Zellstoff und Hadern mithilfe eines Schöpfsiebes geschöpft. Die Rippung entsteht dabei durch die minimalen Unterschiede der Papierdicke. Wenn man auf das Schöpfsieb geformte Drahtstücke einarbeitet, erhält man dadurch Büttenpapier mit Wasserzeichen. Der ungleichmäßige Büttenrand entsteht dadurch, dass das Büttenpapier hinterher nicht in Form geschnitten wurde. Heutzutage wird Büttenpapier fast nur noch industriell hergestellt. Von Hand geschöpfte Büttenpapiere werden nur noch im geringen Umfang in einzelnen Manufakturen hergestellt.

Büttenpapier wird als Besonderheit hergestellt, als aufwendige Briefbögen in geringer Auflage, bei künstlerischen Drucken oder in der Papier- bzw. Buchrestaurierung. Die nach DIN 6730 imitierten Büttenpapiere werden im Gegensatz zu echten Büttenpapieren mit Rippung, Wasserzeichen und/ oder ungleichmäßigem Rand durch Prägung und Stanzung geformt. Sie sind unechte Büttenpapiere. Die darauf imitierten Wasserzeichen sind nicht fest und quellen bei Einwirkung von Wasserdampf wieder auf. Man kann Büttenpapier auch selbst herstellen. Das Papier lässt sich mit Tee, Kastanien, Kaffee, verschiedenen Pflanzenextrakten und Farben einfärben. Folgende Mittel verfärben Papier:

  • Beige/ Gelb: Tagetesblüten
  • Blau/ Grau: Blauholzextrakt
  • Braun: Kaffeebohnen
  • Dunkelbraun: Walnussschalen
  • Dunkelolivgrün: Frauenmantel
  • Gelb: Kamillenblüten
  • Grün: Brennnesselblätter
  • Hell-Olivgrün: Schafgarbe u. a.

Bei der Selbstherstellung von Büttenpapier findet man im Internet eine Anleitung, ebenso zum Färben oder Bleichen und zum Herstellen von Büttenpapier mit Wasserzeichen.

Laserperforation, Lasergravur, Laserschnitt

Laserperforationen werden auf Briefpapieren, Informationen und Mappen, Einladungen und zur Fälschungssicherheit von Dokumenten eingesetzt. Mit der Perforation erzielt man Trennlinien wie bei Antwortkarten, Aufreißlaschen, Schnittbögen oder Briefmarken. Man kann mittels Laser drei Formen der Papierveredelung ausführen:

a.die Lasergravur

Sie erschafft Reliefs ähnlich den Prägungen. Hierbei wird die obere Schicht abgetragen oder es werden gezielt Vertiefungen in das Papier gebracht. Eine Lasergravur veredelt dicke Papiere, wobei das Flächengewicht 200 g/ qm nicht unterschreiten sollte.

b.den Laserschnitt

Der Laserschnitt zerschneidet Papier und Karton. Dabei können filigrane Silhouetten, freistehende Schrift oder Einschnitte und Konturen entstehen. Hierfür eignen sich Papiere und Kartone mit einer Grammatur von 60 bis 700 g/ qm.

c.die Laserperforation

Laserperforation kann Abrisskanten schaffen, Falzen ohne Rillen ermöglichen oder eine stoffähnliche Struktur ins Papier bringen. Es können mittels Perforation sogar Bilder entstehen. Die Materialien für eine Laserperforation können im Flächengewicht zwischen 90 und 200 g/ qm liegen. Verarbeitung finden bedruckte und unbedruckte, einfarbige und farbige Papiere. Papiere, die bereits eine Zellophanierung oder Folienkaschierung erhalten haben, können nicht mehr laserperforiert werden, da sie sich verformen und verbrennen. Die Laserveredelung ist inzwischen die höchste Form der Papierveredelung.

Eintrittskarten drucken

Formate in riesiger Auswahl

Folgende Formate von Eintrittskarten u. a. können je nach Druckfirma unterschiedlich gedruckt werden:

DIN-Formate Breite Höhe
DIN A7 7,4 cm 10,5 cm
DIN A6 10,5 cm 14,8 cm
DIN A5 14,8 cm 21,0 cm
DIN A4 21,0 cm 29,7 cm
DIN lang 10,5 cm 21,0 cm
Quadratische Formate
A6 Quadrat 10,5 cm 10,5 cm
A5 Quadrat 14,8 cm 14,8 cm
A4 Quadrat 21,0 cm 21,0 cm
CD Format 12,0 cm 12,0 cm
Sonderformate
A6 Halb 5,0 cm 14,8 cm
A5 Halb 7,2 cm 21,0 cm
A4 Halb 10,3 cm 29,7 cm
1/3 A4 9,9 cm 21,0 cm
Maxi Format 12,5 cm 23,5 cm
DVD Cover 27,3 cm 18,4 cm
8,5 x 5,5 cm 8,5 cm 5,5 cm
9,0 x 5,0 cm 9,0 cm 5,0 cm

Andere Firmen stellen Eintrittskarten in anderen Formaten her. Es werden unterschiedliche Formate angeboten wie DIN A8, A7, A6, A5 usw., wie bei beidseitigem Druck als weiteres Beispiel beschrieben wird.

Ein- oder beidseitiger Druck?

Es besteht die Möglichkeit, die Eintrittskarten nicht nur einseitig zu bedrucken, sondern zweiseitig. Auf der Rückseite können Werbung platziert oder Sponsoren genannt werden. Die Papierauswahl kann durchaus auch Recyclingpapier sein oder sie werden auf hochwertigem 300 g/ qm Bilderdruckpapier gedruckt.
Die Eintrittskarten werden folienkaschiert, matt, glänzend und auch beschreibbar gedruckt. Mit Nummerierung und mit Perforierung sind sie ohne Perforation, ohne Nummer, 1x perforiert, 1x nummeriert, oder 1x nummeriert und 1x perforiert bzw. 2x nummeriert und 1x perforiert oder nach eigenen Wunschangaben erhältlich.

Eintrittskarten ohne Perforation, ohne Nummer, 4/4-farbig CMYK, ein- oder zweiseitig gibt es in folgenden Ausführungen:

  • DIN A8, 52 x 74 mm
  • DIN A8 quer, 74 x 52 mm
  • DIN A7, 74 x 105 mm
  • DIN A7 quer, 105 x 74 mm
  • DIN A6, 105 x 148 mm
  • DIN A6 quer, 148 x 105 mm
  • DIN lang, 99 x 210 mm
  • DIN lang quer, 210 x 99 mm
  • DIN A5, 148 x 210 mm
  • DIN A5 quer, 210 x 148 mm
  • Eigenes Format, 5,2 x 5,2 cm

Alle anderen oben genannten Möglichkeiten haben dieselben Formate.

Beschichtungen und Sonderfarben

Ein beidseitiger Dispersionslack als vollflächiger, matter Lack sorgt für ausreichenden Schutz der Eintrittskarten. Hochwertige zweiseitige Eintrittskarten erhalten eine beidseitig partielle UV-Beschichtung auf 350 g/ qm hochwertigem, seidenmatten Papier oder auf exklusiven 135 g/ qm Praximatt Volumenpapier. Neben der Basisversion können diese Karten auch mit Perforation und/ oder Nummerierung gedruckt werden in den Formaten:

  • Eintrittskarte lang, 98 x 210 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte DIN A7, 72 x 105 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte DIN A6, 105 x 148 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte 85 x 55 mm, 4/4-farbig
  • Eintrittskarte 148 x 74 mm, 4/4-farbig

Eine Glitzer-Lack-Lackierung steht in der gleichen Formatierung wie die UV-Lackierung ebenfalls in den Optionen mit Perforierung und/ oder Nummerierung zur Auswahl.

Eintrittskarten in Sonderfarben werden in den bereits bei Beschichtung genannten Formationen zur Verfügung gestellt. HKS- und Pantone-Farben sind Schmuckfarben, bei denen zu den Primärfarben Cyan, Magenta, Yellow oder Black noch eine fünfte Farbe beigemischt wird. Gold- und Silberfarben sind reine Pantone-Farben, die man online auswählen kann. Auch beim Sonderfarben-Druck stehen die Basisoptionen in Gold oder Silber und andere Optionen wie Perforation und/ oder Nummerierung in den gleichen Formationen, wie bei der Beschichtung genannt, zur Verfügung.

Sicherheitspapier und Schwarzlicht-Farbe

Der Sicherheitsfaden besteht größtenteils aus einer bedruckten oder metallisierten Polyesterfolie. Diese bedruckte Folie wird als Schmalstreifen in die Papierherstellung eingeschlossen. Für Eintrittskarten aus Sicherheitspapier, die im individuellen Design gestaltet werden und fälschungssicher sein sollen, können oben benannte Formate bestellt werden. Je nachdem, wie die Karte gearbeitet ist, wird beim Abreißen eine vorher unsichtbar rote Papierschicht sichtbar. Die Schwarzlichtstrahlung regt fluoreszierende Stoffe zum Leuchten an. Durch das Aufbringen dieser fluoreszierenden Farben auf das Papier können Sicherheitsmerkmale auf Dokumenten, Ausweispapieren, Fahrscheinen oder Eintrittskarten durch Anstrahlen mit Schwarzlicht auf Echtheit überprüft werden. Schwarzlicht-Farben gibt es in fast allen Farben zu kaufen. Man kann den Effekt der fluoreszierenden Farbe mit einer Grundierung in Weiß empfehlen, da dadurch der Effekt noch erhöht wird. Das gleiche Format, wie oben genannt, gilt für Eintrittskarten mit einer Sicherheitsfarbe, die nur unter Schwarzlicht sichtbar ist.

Eigenschaften einer guten Druckfirma, worauf man achten sollte

Woran erkennt ein Unternehmen eine gute Druckfirma, die seine Vorlagen, Etiketten oder Eintrittskarten drucken soll?

  • jede gute Druckfirma kann eine Preisliste vorweisen
  • die Anfragen werden höchstens in drei Werktagen beantwortet
  • es existiert ein zentraler Ansprechpartner, der sich um die Belange persönlich kümmert
  • die Druckfirma vergibt ausführliche Referenzen und Druckmuster
  • der Kundenberater unterbreitet konkrete Vorschläge für eine kostengünstige Abwicklung
  • es besteht jederzeit die Möglichkeit, die Firma zu besichtigen
  • es erfolgt über Änderungen im Zeitplan, Zusatzkosten oder Terminveränderungen rechtzeitig eine Information
  • bei Fehlern tritt im AGB das Recht der Nachbesserung ein ohne zusätzliche Kosten für den Auftraggeber

Dabei sollte der Auftraggeber bei seiner Anfrage eindeutig schriftlich formulieren, was er in welcher Größe oder Auflage zu drucken wünscht. Die wichtigsten Elemente einer ordentlichen Druckanfrage sind hier kurz zusammengefasst:

  • Objektbezeichnung
  • Druckauflage
  • Mutationen oder Varianten (Text, Farbe)
  • exakte Formatangaben: Druckformat, Endformat
  • alle Verarbeitungswünsche: Schneide, Falzen, Stanzen, Lochen, Binden, Kleben, Heften, Zusammentragen etc.
  • Anlieferung der Druckdaten: auf CD, DVD, per ftp-Upload, per Film, etc.
  • Anlieferung: Art der Verpackung (Kartons, gebündelt, zellophaniert, genaue Lieferadresse, Lieferdatum

Bei Briefbogendruck für Geschäftsbriefvorlagen gehören weitere Angabe wie Kontaktadressen, Firmensitz, Logo, etc. dazu. Alle Möglichkeiten der Weiterverarbeitung oder Veredelung eines Druckobjektes sollten im Druckauftrag enthalten sein.

Siebdruck – Druckverfahren mit hoher Farbschichtdicke

Die Technik des Siebdruckverfahrens

Bei der Technik des Siebdrucks gelangt die Druckfarbe durch ein feinmaschiges Gewebe oder Sieb mithilfe eines Gummirakels oder Gummikratzers auf das Material wie Papier oder textiles Gewebe. Man verwendet an den Stellen, an welchen auf das Papier keine Farbe gelangen soll, entsprechende Schablonen zum Abdecken. Mit dem Siebdruck erreicht man mitunter durch die Beschichtung eine höhere Farbschichtdicke. Neben Druckverfahren, wie Hochdruck, Tiefdruck und Offsetdruck, wird der Siebdruck auch als Durchdruck, als 4. Druckverfahren, bezeichnet.

Über einen vorgefertigten Rahmen wird ein Gewebe gespannt, worauf eine Schablone aufgebracht wird. Diese Druckform wird über dem zu bedruckenden Material befestigt.

Nach dem Aufbringen der Druckfarbe auf die Schablone wird mittels Gummirakel der Farbstoff durch das Gewebe der Schablone gestrichen. Dabei gelangt die durchgedrückte Farbe auf das darunterliegende zu bedruckende Stoffteil oder das Papier. Anschließend wird das bedruckte Material getrocknet. Beim Siebdruck werden Gewebe mit unterschiedlichen Feinheiten verwendet. Dadurch kann der Farbauftrag je nach Gewebefeinheit variieren. Bei Geweben mit hoher Feinheit können besondere feine Details gedruckt werden.

Folgende Gewebearten werden heute als Siebgewebe eingesetzt:

  • Polyestergewebe

Diese Gewebe besitzen eine hohe Verzugsfreiheit und können stark bespannt werden. Sie nehmen keine Feuchtigkeit auf.

  • Nylongewebe

Sie sind dehnbarer und elastischer und beständig gegenüber bestimmten Druckfarben.

  • Stahlgewebe

Stahlgewebe sind hoch spannbar. Diese Gewebe besitzen dünne Gewebedrähte und besitzen eine größere Maschenöffnung. Nachteilig sind der Preis und die Knickempfindlichkeit.

  • Screeny

Hierbei handelt es sich um ein vernickeltes, rostfreies, gewobenes Stahlgewebe, dass vorwiegend im Etikettendruck verwendet wird.

  • Rotamesh

Rotamesh ist eine Platte mit feinen wabenartigen Öffnungen.

  • Seidengewebe

Seidengewebe wurde bis 1950 eingesetzt und dann durch Polyamid- und Polyestergewebe abgelöst.

Bei den Siebgeweben kommt es außerdem auf die Fadenstruktur an, die monofil oder multifil sein können. Multifile Gewebe werden wegen der schlechteren Druckpräzision nicht mehr eingesetzt. Die Wahl der Gewebefeinheit hängt von der Beschaffenheit des Bedruckstoffes, der Feinheit des Druckmotivs, dem gewünschten Farbauftrag und der Größe der Farbpigmente ab. Meistens werden von den Gewebeherstellern Feinheiten von 5 bis 200 Fäden pro Zentimeter angeboten. Dabei können folgende ungefähre Maße beachtet werden:

  • bis zu 30 Fäden: für Glitter, Reliefdruck etc.
  • 30 – 60 Fäden: für Textildrucke
  • 77 – 90 Fäden: für Papiere, Kunststoffe mit glatter Oberfläche
  • 120 – 140 Fäden: für feine Linien und Raser auf glatter Oberfläche
  • 150 – 180 Fäden: für feinste Linien und Raser

Entscheidend sind auch die verschiedenen Fadendicken innerhalb einer bestimmten Feinheit. Zum Beispiel gelten bei 120 Fäden pro Zentimeter noch die Feinunterschiede der Fadendicken:

  • 120 S mit dünnen Fäden, großer Maschenöffnung, geringe Gewebedicke
  • 120 T mit mitteldicken Fäden
  • 120 HD mit dicken Fäden, kleiner Maschenöffnung, höhere Gewebedicke

Gewebe mit dünnen Fäden werden für den Druck von feinen Linien und Rastern verwendet. Gewebe mit mitteldicken Fäden sind größtenteils dem grafischen Siebdruck vorbehalten.

Gewebe mit dicken Fäden sind reiß- und scheuerfest und werden wegen der kleinen Maschenöffnung für einen reduzierten Farbauftrag eingesetzt. Wegen des Lichteinfalls ist die Farbe des zu wählenden Gewebes für den Siebdruck ebenfalls von Bedeutung.

Der Siebdruckrahmen selbst besteht aus Aluminium, Stahl oder Holz. Die Siebrahmenprofile sind unterschiedlich konstruiert und müssen eine hohe Spannung gewährleisten können.

Siebdruckschablonen werden heute auf fotografischem Weg hergestellt. Bei der manuellen Schablonenherstellung werden dabei folgende Techniken unterschieden:

  • Abdeckschablone
  • Auswaschschablone
  • Papierschablone
  • Schneideschablone
  • Reduktionsschablone

Bei der fotomechanischen Schablonenherstellung unterscheidet man:

  • die Direktschablone
  • die Indirektschablone

Als Beschichtungsmethoden werden beim Siebdruckverfahren die manuelle Beschichtung und die Maschinenbeschichtung unterschieden, wobei bei Letzteren Beschichtungsmaschinen die Kopierschicht von beiden Seiten auf das Gewebe auftragen.

Alle Parameter, wie Beschichtungsgeschwindigkeit, die Anzahl der Beschichtungsfolgen oder der Anpressdruck der Beschichtungsrinne, sind dabei einstellbar. Der Druckvorgang selbst erfolgt entweder mit Druckrakel oder mit Druckmaschinen, die halb automatisch, dreiviertelautomatisch oder vollautomatisch arbeiten. Wie bei anderen Verfahren auch, so ist es beim Siebdruck auch möglich, Rasterbilder zu drucken. Diesen Vorgang nennt man dann Rastersiebdruck.

Anwendungsgebiete und Arten des Siebdrucks

Der Siebdruck wird häufig im Bereich der Werbung, der Beschriftung, des Textil- und Keramikdrucks oder für industrielle Anwendungen eingesetzt.

Es gibt drei Arten des Siebdrucks, den

  • technischen Siebdruck,
  • grafischen Siebdruck oder
  • Textilsiebdruck.

Der grafische Siebdruck wird vor allem beim Bedrucken von Plakaten, Klebern, Displays, Verkehrs- und Hinweisschildern, Werbegeschenken, Werbeplanen, Kunstdrucken, Druckveredelungen mit Glanzlackierungen, Dekoren auf CDs oder DVDs, Rubbelfarben, Lotterielosen u. a. angewendet.
Der industrielle technische Siebdruck findet Anwendung bei der Herstellung von Leiterplatten, elektronischen Schaltkreisen, Solarzellen, Herdvorsatzgläsern, Tastaturfolien, Heckscheibenheizungen, Armaturenbrettern oder durch Niedervoltspannung beleuchteten Beschichtungen.

Beim Textildruck ist der Siebdruck bekannt für die Gestaltung von T-Shirts, Sporttaschen, Bettwäschen, Gardinenstoffen, Teppichen, Bekleidungstextilien, Fahnen und vielem anderen.

Der industrielle Siebdruck gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Vorteile des Siebdruckes sind die hohe Farbschichtdicke, die Beständigkeit der Druckfarben und die hohe Verfahrensflexibilität Sie sind oft ausschlaggebend für die Wahl des geeigneten Druckverfahrens.

Bei den Leiterplatten werden die elektronischen Teile nicht mehr in Löchern befestigt, sondern mit Siebdruck aufgedruckte Lötpunkte eingeschmolzen. Auch die Herstellung von Tastaturfolien als Eingabetastatur bei Getränkeautomaten, Kaffeemaschinen u. a. erfolgt mit Siebdruck, indem auf die Rückseite ein grafisches Abbild der Tastatur aufgedruckt wird. Dahinter befinden sich dann Leiterbahnen und Kontaktpunkte, die auch mit Siebdruck aufgesetzt sind, sodass bei Fingerprint die jeweiligen elektrischen Kontakte und Funktionen ausgelöst werden.

Broschüren und Flyer drucken

Verwendung und Einsatzgebiete

Verwendung finden Broschüren und Flyer vorwiegend in Unternehmens- und Imagepräsentationen, Geschäftsberichten, Handbüchern und Seminarunterlagen, Produkt-, Versand- und Reisekatalogen sowie Bildbänden und Chroniken. Oder sie erscheinen in Prospektformen für Angebots- und Produktprospekte, Unternehmensnachrichten, Gebrauchsanweisungen, Fachzeitschriften und Vereinsmagazinen. Bei Unternehmens- und Imagepräsentationen steht der Kunde im Mittelpunkt. In der Imagebroschüre wird die Arbeit des Unternehmens für den Kunden beschrieben und visualisiert. Ziel ist es, den potenziellen Kunden oder Betrachter anzusprechen, nach dem Motto – der Kunde ist König.

Die Form sollte ansprechend lang sein, nicht ausgeladen und damit uninteressant, sondern kurz und bündig. Eine austauschbare Optik, eine falsche Papierwahl oder eine unpassende Bindungsart können für eine Kundenanwerbung mittels Flyer oder Broschüren schädlich sein. Es darf sich dabei nicht allzu sehr in technokratische Details oder Phrasen verloren werden. Solche Einzelheiten werden vom Kunden überlesen oder langweilen ihn nur, weil diese Schilderungen nicht oder zu wenig auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. In Imagebroschüren von Unternehmen fließen die Unternehmensphilosophie und die Leistung ein, sodass es Kunden, Investoren oder auch potenzielle Mitarbeiter verstehen können. Die wichtigste Grundregel des Journalismus sind die W-Fragen, die bei der Aufstellung einer guten Broschüre oder eines Flyers hilfreich sind.

  1. Wer sind wir?
  2. Woher kommen wir?
  3. Was machen wir?
  4. An wen richten wir uns?
  5. Welchen Nutzen haben wir für unsere Zielgruppe?

Es ist nicht nur wichtig, die Fakten genau unter die Lupe zu nehmen, sondern auch die emotionelle Seite anzusprechen. Kunden kaufen größtenteils Problemlösungen und „gute Gefühle“. Die Unternehmensidentität zu verdeutlichen, gelingt mit der Darstellung der Unternehmenswerte und der emotionalen Einordnung. Das gilt ebenso für Broschüren oder Flyer von Produkt-, Versand- und Reisekatalogen. Reiseunternehmen müssen auf gute und ansprechbare Bilder achten, die das Interesse des Kunden an bestimmten Reisen wecken sollen. Handbücher oder Seminarunterlagen sind in Broschürenform mitunter eine wichtige Lehrmittelergänzung. Geschäftsberichte hingegen fassen den Geschäftsverlauf des vergangenen Geschäftsjahres zusammen und sind besonders zum Jahresabschluss notwendig. Sie bestehen aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht und sind natürlich in der entsprechenden sachlichen und teilweise tabellarischen Form verfasst.

Geschäftsberichte gliedern sich auf in einen Lagebericht und in einen Erläuterungsbericht. Letzterer enthält Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz und der GuV mit zusätzlichen Angaben eines Anlage-, Eigenkapital- und Verbindlichkeitsspiegels. Der Geschäftsbericht ist in Form und Umfang für die Geschäftswelt bestimmt und muss in Druck und Qualität höchsten Anforderungen genügen.

Diese Verschiedenartigkeit der Broschüren oder Flyer verlangt die unterschiedlichsten Papiersorten, die verschiedensten Formate bzw. Ausführungen und die entsprechend dazu passenden Bindungen. Während Broschüren mehrseitig wie ein Buch eingefasst sind, kennzeichnet einen Flyer die Ein- oder Zweiseitigkeit bzw. der Falzdruck für den Zweck einer Wurfsendung im Briefkasten, am Auto oder als Auslage in Geschäften.

Papierauswahl, Format/ Ausführung und Bindungen

Papierauswahl:

Es ist wichtig, für die Broschüre je nach Thema und Zielgruppe das passende Papier auszuwählen. Dabei nimmt das Papiergewicht je nach Verwendungszweck pro qm eine wichtige Rolle ein. Es kommen folgende Papiersorten zum Einsatz:

  • Offsetpapier

Als Offsetpapier bezeichnet man das sehr qualitativ weiße Papier, das besonders im geschäftlichen Bereich zum Beispiel bei Geschäftsberichten zum Einsatz kommt. Es ist ein festes, geleimtes Papier mit guter Dimensionsstabilität. Es kann satiniert und muss rupffest sein und wird daher als normales Druckerpapier angeboten.

  • Naturpapier

Es gilt als Oberbegriff für alle Papiere aus rein natürlichen Fasern ohne jegliche Synthetik und ist ein so genanntes gestrichenes Papier mit einer Oberflächenbehandlung bis zu 5 g/ qm.

  • Recyclingpapier

Es besteht zu 100 % aus Altpapier vor der nachfolgenden Veredelung.

  • Bilderdruckpapier (Fotopapier)

Fotopapier ist voll geleimter Karton mit Stärkestrich und Sperrschichten aus Polyethylen. Zusätzlich ist es mit einer Gelatine-Fotoemulsion beschichtet und für die Erstellung von Abzügen oder Vergrößerungen von Bildern durch Belichtung geeignet.

Format/ Ausführung:

Die Endformate der Broschüre oder des Flyers können in verschiedenen Größen hergestellt werden, wie zum Beispiel DIN A2, DIN A3, DIN A4, DIN A5, DIN A6, DIN A7, DIN lang small, DIN A5 lang, 100 x 100 mm, 105 x 105 mm, 120 x 120 mm, 148 x 148 mm, 210 x 210 mm und 210 x 280 mm u. a. Die Ausführungen sind zum einen ohne Umschlag, mit Umschlag, mit Faltumschlag vorn oder mit Faltumschlag hinten.
Sicher sind noch andere Formate und Ausführungen auf Wunsch möglich, was von den Druckunternehmen jeweils in Angeboten veröffentlicht wird.

Bindungen:

Man unterscheidet bei Broschüren folgende Bindungstypen:

  • Klebebindung
  • Klammerheftung
  • Ringösenheftung
  • Wire-O-Bindung

Bindetechniken – eine große Auswahl

Die meisten kleineren Druckunternehmen verwenden heutzutage das Digitaldruckverfahren. Der Offsetdruck findet als meist verbreitete Drucktechnik im Bücher-, Zeitungs-, Werbe- und Verpackungsdruck Anwendung.

  • Plastikbinderücken

Plastikbinderücken haben den Vorteil, dass sie für den Austausch von Seiten wieder geöffnet werden können. Für den Verbund mit Plastikbinderücken wird ein spezielles Plastikbindegerät verwendet.

  • Spiralbindung

Mit einer Spiralbindung aus Metall werden die zugeschnittenen, gestanzten Druckbögen zusammengeklammert. Dabei legt man den Rückkarton als erstes Blatt der Papierseiten unter und nachdem die Drahtbindeelemente. Die Drahtbindeelemente werden angebracht und der Drahtkamm geschlossen. Die Schließstelle befindet sich zwischen dem vorletzten und dem letzten Blatt, sodass sie nicht mehr zu sehen ist. Lochgröße und Lochabstände hängen von der Dicke des Bindegutes ab.

  • Klebebindungen im Digitaldruckverfahren

a.Hotmeltklebung
Hier handelt es sich um ein Heißklebeverfahren. Dauerhafte Bindungen auch bei schwierigen Materialien werden durch den Einsatz modernster Kleber und die passgenaue Einstellung von Pressdauer, Pressdruck und Seitenbeleimung erreicht. Hotmeltleime sind gesundheitlich unbedenklich. Die Klebung ist bereits nach 15 Minuten für die Weiterverarbeitung einsatzfähig, während eine Kaltverleimung einen ganzen Tag für die Trocknung benötigt.

b.Dispersionsklebung
Man wendet die Kaltverleimung bei der halb automatischen Fertigung von kleineren Stückzahlen an, da sich die Konsistenz des Leims während der Produktionsdauer durch Eigentrocknung verändert. Im Digitaldruckumfeld können mit diesem Verfahren die schwierigsten Klebearbeiten in sehr guter Qualität ausgeführt werden. Der Leim bleibt nach Austrocknung weich und das Bindegut lässt sich problemlos aufschlagen.

c.PUR-Klebebindung
Mit der PUR-Klebebindung wird eine höhere Klebekraft, eine bessere Kälte- oder Hitzeresistenz und eine bessere Beständigkeit gegen Öle der Druckfarbe erreicht. Der PUR-Klebstoff ist heutzutage nicht mehr als Gefahrengut anzusehen. Es werden mit diesem Verfahren erstklassige Bindeergebnisse erzielt.

  • Fadenheftung

Auch bei Kleinstauflagen kann die industrielle Herstellung von fadengehefteten Büchern oder Broschüren realisiert werden. Man unterscheidet dabei fünf Fertigungsstufen.

Stufe 1: Ein A4 Buch wird in doppelter Größe auf einen Bogen A3 gedruckt.
Stufe 2: Mehrere Druckbögen werden zu einer Lage sortiert.
Stufe 3: Die Lagen werden mit einem stabilen Faden in der Mitte vernäht.
Stufe 4: Anschließend werden sie mit dem Buchrücken vernäht.
Stufe 5: Zusätzlich werden nun die Buchblöcke per Hotmelt untereinander und mit einem Umschlag verklebt.

Der Vorteil dieser Klebebindung in Fadenheftung ist, dass das Endprodukt äußerst lange haltbar ist. Das Buch oder die Broschüre bleibt im geöffneten Zustand liegen, ohne dass die Seiten von selbst zurückblättern. Man nennt diese Form der Bindung die Königsdisziplin der Buchdruckkunst.

  • Rückstichheftung

Die Rückstichheftung oder Klammerheftung ist eine einfache und sichere Heftmethode. Kombinierbar ist sie auch mit einer Ringösenheftung. Rückstichheftung, analoge oder digitale Sortierung, Rillen der Bögen, Seiten- und Frontbeschnitt erfolgt im vollautomatischen System.

  • Buchschraubenbindung

Buchschraubenbindungen gehören wie Fadenbindungen, Lederbindungen oder unzerreißbare Spezialbindungen zu Sonderwünschen von Kunden. Diese Bindetechnik wird angewandt, wenn ein Buch oder eine Broschüre bei intensivem Gebrauch mindestens 10 Jahre haltbar sein muss. Diese extremen Beanspruchungen können auch bei schweren Hardcoverbüchern im A3-Format mit bis zu 5 kg Eigengewicht entstehen. Dafür reichen normale Bindeverfahren nicht mehr aus.

  • Bohrungen zum Abheften für Losblattordner

Im Offsetdruck werden hier spezielle Bohrer eingesetzt. 2-fach und 4-fach Bohrungen sind für das Abheften in Ordnern gedacht. Beim Digitaldruck hat sich dieses Verfahren bei sehr starken Seitenumfängen und großen Mengen nicht bewährt.

Visitenkartendruck – das Gesicht in der Geschäftswelt

Wir leben in einer Welt, in der das Papier immer weiter durch die digitalen Medien verdrängt wird. Der Kalender hängt nicht mehr an der Wand, sondern ist nur eine der vielen Funktionen unseres Smartphones und auch die E-Mail hat den Brief fast überflüssig werden lassen. Doch ein Stück Papier hat seine Präsenz und Wichtigkeit im Alltag nicht verloren – die Visitenkarte.

Ob als Werbung für die eigene Firma oder um sich selbst bei einem eventuell zukünftigen Arbeitgeber oder Kunden vorzustellen oder aber auch einfach zum Austausch der Kontaktdaten im geschäftlichen wie auch im privaten Bereich, eine eigene Visitenkarte ist essentiell.

Doch was macht eine gute Visitenkarte aus? Wann macht der Kunde den zweiten Blick und wann nicht? Oder wann ist der Kunde gar überfordert? Es stellt sich auch die Frage, mithilfe welcher Verfahren solche Karten erstellt werden und welches Papier dort zum Einsatz kommt?

Welches Papier ist am besten geeignet?

Die erste, wichtige Entscheidung, welche bei der Wahl der eigenen Visitenkarte getroffen werden muss, ist, auf welchem Papier die Kontaktdaten präsentiert werden sollen. Hier gibt es eine sehr breite Auswahl. Eine grundsätzliche Information, welche bei allen Arten von Papier angegeben wird, ist die Papierstärke. Um hier einen Vergleichswert bieten zu können, wird das Gewicht pro Quadratmeter angegeben (abgekürzt in g/qm). Prinzipiell erhöht sich mit dem Gewicht auch die Dicke und damit die Stabilität des Papiers. Allerdings ist nicht nur nach dieser Wert ausschlaggebend, da die verschiedenen Papierarten auch eine verschiedene „Grundstabilität“ aufweisen.

Doch welche Papierarten gibt es? Das wohl am häufigsten verwendete Material ist das Bilddruckpapier, welches auch kurz als Bilddruck bezeichnet wird. Dieses Papier tritt in zwei verschiedenen Formen auf. Einerseits in der glänzenden Version. Da das glänzende Material besonders oft für Massenkarten verwendet wird, kann es als etwas unseriöser angesehen werden, weshalb besonders auf die Dicke geachtet werden sollte. Für diesen Papiertyp sollte ein Wert von ca. 300 – 350 g/qm gewählt werden.

Wenn man sich für die meist etwas teurere, aber dadurch auch seriöser aussehende, matte Version entscheidet, sollte sich das Gewicht im Bereich von 300 – 400 g/qm bewegen. Auch hier, wie bei allen Papierarten, gilt, je dicker das Papier ist, umso stabiler und hochwertiger wirkt die Karte, weshalb man sich eher an den oberen Werten orientieren sollte.

Möchte man ein noch härteres Papier nutzen, sollte man zum Invercotekarton greifen. Das ist ein sehr stabiles Material: Ein hoch verdichteter Invercotekarton mit einer Dicke von 280 g/qm ist steifer als das 350 g/qm schwere Gegenstück aus Bilddruck. Beim Invercotekarton sollte die Dicke daher in einem Bereich zwischen 280 – 400 g/qm liegen.

Allerdings muss bei dem Papier besonders darauf geachtet werden, dass es in einer beidseitig gestrichenen, also matten Version vorliegt. Nichtgestrichene Seiten sind sonst sehr großporig, wodurch das Papier die Wirkung eines billigen Kartons bekommt.

Alternativ gibt es noch den Chromokarton. Dieser bringt den Nachteil mit sich, dass er sehr empfindlich gegenüber Tinte ist. Das heißt in der Praxis, falls man selbst etwas für den Kunden auf der Karte notieren möchte oder der zukünftige Geschäftspartner etwas darauf vermerken möchte, diese Notiz nicht mehr zu entziffern sein wird. Wenn man sich daran nicht stört, ist eine Hochglanz-Variante mit einer Stabilität von 280 – 300 g/qm zu empfehlen.

Häufig findet man in den Angeboten auch den Diplomatenkarton. Ein eher einfaches Material, welches häufig in den Visitenkartendruckern von Kaufhäusern zu finden ist. Hier sollte ein Wert von 246 – 300 g/qm verwendet werden.

Neben den hier vorgestellten, beliebtesten Papierarten für Visitenkarten, gibt es natürlich noch eine Vielzahl Weiterer, über welche Sie sich im Internet oder direkt im Druckfachgeschäft informieren können.

Visitenkarten die unters Papier gehen – Prägungsverfahren

Soll die Visitenkarte neben der optischen, auch auf der haptischen Ebene Eindruck machen, kann hierfür eine Prägung eingesetzt werden. Um die Business-Card in die 3. Dimension zu bringen, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Eine der Methoden ist die Blindprägung. Dabei wird mit einer Patrize (Prägestempel), das gewünschte Motiv in das Papier geprägt. Es kann sowohl eine Positive, also eine sich aus dem Papier erhebende, als auch eine Negative, also eine Vertiefung im Papier, realisiert werden. Die Bezeichnung „blind“ stammt daher, da bei der Prägung keine Farbstoffe zum Einsatz kommen und das Motiv nur durch das Spiel von Licht und Schatten und das Ertasten zu erkennen sind.

Bei der Heißfolienprägung ist das anders. Hier wird eine Folie mit dem gewünschten Motiv in das Papier gepresst. Häufig wird das Verfahren mit dem Blinddruck kombiniert, um den ausgewählten Textabschnitt noch mehr herausstechen zu lassen oder um das haptische Erlebnis zu verbessern.

Ein Verfahren, welches ebenfalls ein erfühlbares Ergebnis liefert, ist der Thermoreliefdruck. Dieser fällt nicht in den Bereich der Prägung, da nichts in das Papier gepresst wird und auch kein Abdruck auf der anderen Seite zu erkennen ist. Stattdessen wird ein Gemisch aus Farbe und einem Granulat auf die Karte aufgebracht. Beim Erhitzen mit einem Infrarot-Heizgerät verschmilzt die Farbe mit dem Granulat und dem Papier, wodurch eine Erhebung zustande kommt.

Zwischen Design und Information – Designtipps

Das Designen der Visitenkarte beginnt schon bei der Wahl des Formats. Es sollte unbedingt das Standardformat nämlich 55 x 85 mm verwendet werden. Denn wenn der zukünftige Besitzer der eigenen Visitenkarte diese erst knicken oder gar zuschneiden muss, um sie in die dafür vorgesehene Box oder Mappe zu stecken, hinterlässt das nicht den besten, ersten Eindruck.

Das Problem bei der Schriftart ist meist, dass man hierbei seine Kreativität zeigen möchte, die Daten aber trotzdem noch lesbar sein müssen. Die wichtigsten Daten sollten deshalb unbedingt in einer gut lesbaren Schrift gedruckt sein. Verschnörkelungen sollten nur punktuell eingesetzt werden. Auch zu grelle Farben sollten nur dann eingesetzt werden, wenn es wirklich zur Firma passt. Ansonsten können grelle Farben eher als anstrengend empfunden werden.

Die Daten müssen aufgrund des begrenzten Platzes gut ausgewählt werden, da die Visitenkarte sonst schnell überladen wirkt. Man sollte auf die klassischen Kontaktdaten zurückgreifen, also Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail und Website. Über die ausführlicheren Daten, wie Facebook oder Twitter, kann sich der Empfänger bei Interesse auch auf der Website oder auf einem Blog informieren.

Bei Business-Cards, welche auf eine bestimmte Person bezogen sind, können auch noch der Name und die Berufsbezeichnung abgedruckt werden.

Bei Firmen kann das Logo mit zur Gestaltung eingesetzt werden. Die Rückseite hingegen sollte unbedingt freigehalten werden, damit sich der Gegenüber wichtige Notizen direkt auf der Visitenkarte machen kann.

Plakat- und Posterdruck von Deko bis Werbung

Plakate und Poster finden an vielen Stellen ihren Einsatz, ob zur Wohnungsverschönerung oder um auf seine Firma oder ein geplantes Event hinzuweisen. Sie begegnen uns immer und überall im Alltag. Doch hinter einem solchen Plakat stecken viele Faktoren, über die man sich Gedanken machen sollte. Denn nur wenn das Gesamtpaket stimmt, kann auch der gewünschte Effekt beim Betrachter ausgelöst werden.

Natürlich spielt das Motiv eine entscheidende Rolle, doch es stellt sich auch die Frage, welches Papier für welchen Gebrauch am besten geeignet ist oder welche Formate es gibt, und wo diese Verwendung finden. Danach ist zudem zu klären, auf welche Elemente bei der Gestaltung Wert gelegt werden sollte. Welche Farben sind die beste Wahl? In welcher Auflösung entfaltet mein Meisterwerk oder das eines anderen seine volle Wirkung?

Wie groß kann das Poster oder Plakat werden? – Formate

Die erste Frage, die sich bei einem Poster oder Plakat stellt, ist die nach der Größe. So fällt die Gestaltung wesentlich leichter, wenn bereits bekannt ist, wie groß das spätere Bild werden soll. Die am meisten verbreiteten Größen sind die Standard-DIN-Formate. Das DIN A3-Format misst 297 x 420 mm und ist den meisten, beispielsweise noch aus dem Kunstunterricht, bekannt. Die anderen DIN-Formate haben jeweils die Maße 420 x 594 mm (A2), 594 x 841 mm (A1) und 841 x 1189 (A0). Manche Druckereien bieten zusätzlich Sondergrößen an und auch individuelle Formen sind gegen Aufpreis bei einigen online-Druckereien, aber auf jeden Fall bei der örtlichen Druckerei um die Ecke zu finden.

Bei der Auflösung muss darauf geachtet werden, dass für einen hochwertigen Druck ca. 60 Pixel pro Zentimeter erforderlich sind. Sollte das Bild also schon vorhanden sein und es wird nach der optimalen Größe gesucht, kann die vorhandene Pixelanzahl einfach durch 60 geteilt werden, um die Maximalgröße zu berechnen. So werden beispielsweise bei einer Kamera mit 18 Megapixeln 5184 x 3456 einzelne Pixel aufgezeichnet. Teilt man die Werte nun durch 60, erhält man eine optimale Größe von 86,4 x 57,6 Zentimetern. 60 Pixel oder mehr sind zwar der optimale Wert, doch man erhält noch bis ca. 25 Pixel pro Zentimeter eine annehmbare Druckqualität.

Der Blickfang auf der Straße – Designtipps

Nun zum kreativeren Teil – denn der Betrachter bleibt eher wegen des Inhalts und nicht aufgrund eines besonders hochwertigen Plakats stehen. Da Poster ja der Abdruck eines künstlerischen Werks sind, sollen sich die Gestaltungstipps eher auf Plakate beziehen, weil man mit einem Artikel kein Talent oder eine Designausbildung ersetzen kann. Allerdings ist es möglich, ein Plakat mit einigen Grundkenntnissen und einem Auge für Ästhetik zu gestalten.

Es sollte direkt zu Beginn das gewünschte Format eingestellt werden, weil ansonsten bei der späteren Umstellung alles gequetscht, beziehungsweise zu leer wirken könnte.

Als nächstes sollte das zukünftige Plakat schon einmal grob unterteilt werden. Eine Übersicht, welche Fläche später mit der Headline oder mit gewissen Bildern bedeckt werden sollen, kann sehr hilfreich sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man sich für das gesamte Plakat auf eine Schriftart festlegen sollte. Unterschiedliche Schriftarten sind auf einer so begrenzten Fläche nur sinnvoll, wenn sie optimal aufeinander abgestimmt sind und nicht zu viel „Unruhe“ in das Gesamtbild bringen. Natürlich kann die Schriftgröße oder -art, zum Beispiel mit der Funktion des Fettdrucks, variiert werden, um Akzente zu setzen.

Bei der Farbwahl sollte man sich auf zwei Hauptfarben beschränken, weil das Plakat sonst zu unübersichtlich wirkt und der Konsument, wenn er schnell darüber schaut, den Inhalt nicht erfassen kann. Bei modernen Plakaten hat es sich durchgesetzt, eine Hauptfarbe zu verwenden, welche das Bild dominiert und eine Weitere nur punktuell einzusetzen, um damit den Blick des Betrachters zu lenken.

Alle wichtigen Informationen sollten unbedingt etwas Abstand zu dem jeweiligen Rand haben, da einerseits die Schnittstelle um einige Millimeter variieren kann und ein optischer Rand auch gut aussieht. Als abschließender Tipp kann man außerdem empfehlen, einen Probedruck am heimischen Computer durchzuführen. Sofern die kleine Version aus der Nähe gut aussieht, wird das in der Regel auch die Große mit etwas Abstand tun.

Gute Message – Gutes Material – Papierarten

Nachdem nun das Format und der Inhalt des Plakates, beziehungsweise des Posters, klar sind, muss man sich nur noch für das richtige Papier entscheiden. Ein Papier, welches häufig eingesetzt wird, ist das Bilddruckpapier, auch als Fotopapier bezeichnet. Dieses Papier ist besonders für Poster geeignet, da die Druckfarbe nicht gut aufgesaugt wird, wodurch die Konturen und Übergänge (Halbtöne) besonders scharf sind. In der Regel wird dieses Papier in zwei Formen angeboten: einerseits in der glänzenden Variante, welche beispielsweise auch für Flyer in der Tageszeitung verwendet wird, andererseits in der matten Version. Das Bilddruckpapier ist allerdings eher im Indoor-Bereich zu verwenden, weil es ohne zusätzliche Beschichtung nicht sehr wetterbeständig ist.

Besonders gut geeignet für die Außenplakatierung, ist das Affichenpapier. Dieses Papier findet man auch unter dem Namen Blaurückenpapier, was daherkommt, dass die Rückseite des Plakats farbig und meistens blau ist, um ein Durchschimmern der darunterliegenden Schicht zu verhindern. Die andere Seite, also die Vorderseite, ist matt gestrichen. Da das Papier für die Außenwerbung gedacht ist, besitzt es eine besonders gute Wetterfestigkeit und UV-Beständigkeit.

Ebenfalls für die Außenwerbung geeignet, ist das Latexpapier. Das Papier wird mehrfach in ein Latex Bad getaucht, wodurch es besonders wasserabweisend ist.

Zudem soll noch das Verfahren der UV-Lackierung erwähnt werden, mit welchem wetterfestes Material auch vor dem Ausbleichen durch Sonneneinstrahlung geschützt werden kann.

Und was fehlt noch?

Zusätzlich zu den hier vorgestellten, beliebtesten Papierformaten im Plakat- und Posterdruck, werden in einigen Sortimenten besondere Papierformen angeboten, beziehungsweise das Papier noch einer besonderen Behandlung unterzogen, wodurch es andere Eigenschaften erhält. Deshalb lohnt es sich, sich auf der Website der Wahl oder in der Druckerei vor Ort über das genaue Angebot zu informieren.