Kalenderdruck – Der tägliche Begleiter

Er ist ein Dekoelement und ein täglicher Begleiter für uns. Er hängt an der Wohnungswand, in der Firma und viele tragen ihn auch tagtäglich bei sich. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Formen, mit einem weisen Spruch für jeden Tag, mit den eigenen Urlaubsbildern oder einfach nur mit viel Platz, um etwas hinein zu schreiben. – Gemeint ist hier natürlich der Kalender.

In den letzten Jahren ist es auf Grund des großen online-Angebots immer beliebter geworden, sich Kalender mit den eigenen Bildern selbst drucken zu lassen. Doch wo liegen die Unterschiede? Was steht hinter welchem Druckverfahren? Welches Papier ist für welchen Kalender am besten geeignet? Und welche Arten von Kalendern gibt es überhaupt?

Kalenderformate jeder Art

Das Spektrum der Formate im Bereich der Kalender ist sehr breit aufgestellt. Deswegen soll erstmal ein grober Überblick über die beliebtesten und verbreiteten Kalenderarten gegeben werden. Die Version, welche man wohl in jedem Haushalt mindestens einmal findet, ist der Wandkalender. Der Wandkalender ist derjenige, welcher für jeden Monat oder auch jede Woche ein eigenes Kalenderblatt besitzt. Üblicherweise ist er in einem DIN A4-Format oder, wenn der dekorative Effekt im Vordergrund steht, auch in DIN A3-Format gedruckt.

Der Monatskalender ist häufig in Büros zu finden. Hinter diesem Begriff versteckt sich ein Kalender, welcher 3 Monate anzeigt und meist einen verschiebbaren Plastikstreifen hat, mit dem der aktuelle Tag eingestellt werden kann (Datumschieber). Der Kalender ist meist in einer Ein- (300 x 490 mm/300 x 560 mm) und Mehrblatt (330 x 700 mm/330 x 900 mm) -Variante zu finden.

Auf einem Jahreskalender wird, wie der Name schon suggeriert, dass ganze Jahr auf einer einzigen Seite abgedruckt (DIN A0/A1/A2/A3/B1/B2).
Der Begriff Taschenkalender erfordert eigentlich keine weitere Beschreibung (55 x 85 mm).

Die letzte Variante ist der Tischkalender. Während der normale Tischkalender meist einen Monat anzeigt (297 x 105 mm), versteckt sich hinter dem Begriff mini-Tischkalender (95 x 198 mm) meist ein Monatskalender, der auf den Tisch gestellt werden kann.

Technische Hintergründe zu den Bildern und Fotos

Möchte man einen individuellen Kalender mit eigenen Fotos gestalten, gibt es einige Punkte zu beachten. Damit das Bild später nicht verschwommen erscheint, ist die Pixelanzahl pro Inch (1 Inch = 2.54 cm), also wie viele einzelne Bildpunkte sich auf einem gewissen Abstand befinden, wichtig. Die optimale Auflösung beträgt ca. 300 dpi. Natürlich kann auch eine kleinere Auflösung gewählt werden. Allerdings sollte ein Wert von 200 dpi nicht unterschritten werden. Die Pixelanzahl sollte auch nicht mithilfe eines Programms künstlich erhöht werden. Dadurch werden zusätzliche Pixel „erfunden“ und die Qualität des Bildes verschlechtert sich. Daher ist es empfehlenswert, Bilder optimaler Weise immer in der bestmöglichen Auflösung aufzunehmen.

Druckarten: Digitaldruck oder Fotodruck

Prinzipiell wird zwischen drei Druckverfahren unterschieden. Das Erste ist der sogenannte Digitaldruck. Dieses Verfahren stellt die preisgünstige Variante da. Die Bildqualität des Endprodukts hat zwar in den letzten Jahren stark zugenommen, doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass das Bild aus kleinen Punkten besteht.

Das ist eine Folge daraus, dass der Digitaldruck auf dem Rasterdruck basiert. Bei diesem Druckverfahren gibt es nur eine begrenzte Farbauswahl, nämlich Gelb, Magenta, Blau und Schwarz. Um trotzdem die komplette Farbpalette abdecken zu können, werden kleine Punkte der Farben übereinander abgedruckt.

Das Druckverfahren besitzt seine Stärken eher im Darstellen von Texten.

Das edle Pendant dazu ist der Fotodruck. Aufgrund des höheren Aufwands ist dieser aber auch meist teurer. Bei dem Verfahren wird, wie bei einem echten Fotoabzug, Fotopapier belichtet und entwickelt, wodurch eine sehr gute Farbqualität erreicht werden kann. Dadurch sind auch bei näherer Betrachtung keinerlei Punkte zu erkennen. Allerdings können Texte hier leicht unscharf werden.

Die beste Methode, um eine große Stückzahl herzustellen, ist der Offsetdruck. Hierbei handelt es sich um ein indirektes Druckverfahren, das eine gleichbleibende Qualität garantiert. Indirekt bedeutet hier, dass es keinen direkten Berührungspunkt zwischen der Druckplatte und dem zu bedruckenden Stoff gibt. Stattdessen überträgt die Druckwalze das Bild zunächst kopfüber auf eine weitere Walze, die mit einem Gummituch bespannt ist. Von dort überträgt sich das Bild – dann wieder richtig herum – auf den zu bedruckenden Stoff.

Auch hier sind nur die vier Standardfarben vorhanden, deshalb durchläuft das Papier 4 Walzen mit den jeweiligen Grundfarben. Andere Farben werden daraus gemischt. Die Druckqualität liegt beim Offsetdruck zwischen dem Digital- und dem Fotodruck und hat besonders bei großen Stückzahlen einen entscheidenden Vorteil.

Welche Papierarten sind zu empfehlen?

Im Kalenderdruck werden meist nur zwei verschiedene Papierarten verwendet. Für den Fotodruck wird ein spezielles Papier verwendet, das auch bei der normalen Fotoentwicklung eingesetzt wird. In dem Papier sind spezielle Chemikalien enthalten, welche auf Licht mit einem Farbumschlag reagieren. Diese Papierart neigt allerdings dazu sich zu wölben und so eventuell von der Wandhalterung herunter zu „wandern“. Deshalb sollte bei Wandkalendern mit solchem Papier darauf geachtet werden, dass eine Rückseite aus Pappe vorhanden ist.

Bei dem Offsetdruck und dem Digitaldruck hingegen kommt Bilderdruckpapier, beziehungsweise Bilderdruckkarton (abhängig von der Dicke), zum Einsatz. Dies ist teilweise auch unter dem Namen Kunstdruckpapier zu finden.

Es werden in der Regel zwei Varianten angeboten: zum einen die Glänzende, auf dem Papier werden auch die meisten „Hochglanzmagazine“ abgedruckt, und zum anderen die matte Version. Hier nimmt das Papier den Farbstoff aber nur sehr schlecht auf, dadurch verwaschen die Farben nicht. Als Folge daraus erhält man sehr genaue Konturen und schöne Farbabgrenzungen.