Blueprint/ Blueprint 3D

Der Trend geht weg davon, dass eine Druckerei nur noch den Auftrag entgegennimmt, ihn durch die Maschine jagt und ausliefert. Auch in der Printbranche sind mittlerweile Dienstleistungen gefragt. Blueprint bzw. Blueprint 3D sieht sich als Druckdienstleister, der nicht nur druckt und drucken lässt, sondern seine Kunden auch berät und ganzheitlich betreut.

Das Angebot

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Blueprint bzw. Blueprint 3D ist ein Berliner Druckdienstleister, der sich auf die ganzheitliche Betreuung von Printprodukten aller Art spezialisiert hat. Das Angebot ist breit gefächert. Es stehen mehrere Drucksysteme und -techniken zur Verfügung, ein Grafik- und Designstudio ist auch vorhanden. Im Portfolio des Unternehmens stehen unter anderem: Broschüren und Bücher inkl. deren Bindungen, Flyer und Plakate, Karten, Geschäftsausstattung, Ordner und Mappen, Werbetechnik und auch erste 3D-Objekte.

Auch vor individuellen Druckprodukten und den zugehörigen Sonderlösungen schreckt das Unternehmen nicht zurück. Im Grunde lohnt es sich, bei nahezu jedem Printprodukt zumindest einmal anzufragen, ob Blueprint oder Blueprint 3D eine Lösung parat hat.

Die Techniken

Blueprint bietet nicht nur Sieb-, Tampon-, Digital- und Offsetdruck, sondern auch alle dazu benötigten Dienstleistungen von der Layoutentwicklung über den Lettershop bis hin zur Logistik. Der Vorteil vieler Drucktechniken in einem Haus ist, dass die Möglichkeit besteht, direkt zu vergleichen, welche Technik am besten zum Kunden und dessen Produkt passt. Denn nicht jedes Produkt, mit jeder Auflage und jeder Verarbeitung, passt zu jeder Maschine. Um kostengünstig und gut zu arbeiten, lohnt ein Vergleich.

Blueprint hat mit dem Bereich Blueprint 3D als erster herkömmlicher Druckdienstleister die Palette der Drucktechniken auch um die 3D-Sparte erweitert. In der Medizintechnik, der Architekturplanung, im Maschinenbau, im Marketing beim Objektdesign oder Modellbau werden bereits 3D-Drucke verwendet. Auch für den Modellbau, beim Schmuckdesign, in der Kunst oder zur Ersatzteilfertigung ist diese Technik von Bedeutung. Blueprint kann auch in diesem Bereich, sowohl bei der Erstellung von Modellen als auch beim Druck selbst behilflich sein.

Der Service

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Der Service bei Blueprint soll im Grunde ein Komplettpaket inkl. Rundum-Service sein. Wenn der Kunde es wünscht, kann sich der Druckdienstleister Blueprint, um alle einzelnen Schritte, die zur Erstellung des Druckproduktes notwendig sind, kümmern. So ist es möglich von der Design- und Druckvorlagenherstellung bis hin zum Versand der Druckprodukte, alles aus einer Hand und aus einem Hause zu bekommen. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und verfügt über jede Menge theoretisches und auch praktisches Knowhow.

Blueprint hilft in Problemen und Aufgabenstellungen rund um:

  • Tampon-, Sieb-, Offset- und Digitaldruck
  • 3D-Druck
  • Versand und Logistik
  • Druckvorlagenherstellung
  • Grafik- und Design
  • Personalisierung

Die Firmenphilosophie

Blueprint ist ein kraft- und leistungsorientiertes Druckunternehmen mit Blick in die Zukunft. Das Unternehmen versucht nachhaltig und fair zu produzieren. Das zeigt sich nicht nur in der Auswahl der Bank und den gezahlten Mindestlöhnen, sondern auch in einem hohen Umweltbewusstsein: Im Rahmen der Aktion „Blatt für Blatt“ werden für jede Palette Papier, die im Unternehmen verbraucht wird, fünf Bäume bei „United Nations Environment Programme“ für „Plant for Planet“ gesponsert. Der Strom wird von regenerativen Energiequellen bezogen.

Auch die Druckfarben- und Systeme sind nach ökologischen Aspekten ausgesucht. So werden im Offsetdruck mineralölfreie Farben verwendet und im Digitaldruck setzt man bei Blueprint auf Xerox-Systeme mit sogenanntem EA-Toner (auch für Lebensmittel einsetzbar laut TÜV Rheinland). Die eingesetzten Druckmaschinen arbeiten so schadstoffarm und energieeffizient wie möglich. Darauf wird auch bei Neuanschaffungen geachtet.
Auch im 3D Druck, in dem sich alle ja irgendwie noch forschend und entwickelnd bewegen, wird auf größtmögliche Umweltverträglichkeit geachtet.

Zeitungsdruck

Zeitungen sind nach wie vor ein aktuelles Medium. Sie sind kurzlebig. Das Papier ist oft recycelt. Bei einer Zeitung muss nicht zwingend auf Perfektion im Druck geachtet werden. Sie müssen allerdings, mehr denn je, schnell, flexibel und unter hohem Kostendruck produziert werden. Das sind hohe Anforderungen an den Zeitungsdruck, sowohl was die Technik als auch was das Personal betrifft.

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Der Buchdruck als Vorgänger

Bevor überhaupt Zeitungen gedruckt wurden, verwendete man Gutenbergs Grundidee zur Vervielfältigung von Schrift erst einmal für einzelne Seiten und langlebige Bücher. Die Technik war aufwändig und es war zur Zeit des Erfinders um 1450 nicht daran zu denken, monatlich, wöchentlich oder gar täglich etwas zu veröffentlichen. Dafür war der Druck zu teuer und zu langsam.

In den Anfängen der Drucktechnik wurden Bögen mit Hilfe beweglicher Holz-, später Blei-Lettern direkt bedruckt. Für jede Seite wurden die einzelnen Buchstabenformen oder manchmal auch vorgefertigte Wörter in Kästen zu einer Seite zusammengesetzt und dann von dieser Druckform aus vervielfältigt. Das war sehr arbeits- und zeitaufwendig. War eine Seite oft genug gedruckt, wurden die Formen der einzelnen Buchstaben wieder auseinandergenommen und zur nächsten Seite zusammengesetzt. Auch wenn einige Schritte durch Maschinen erledigt wurden, fehlte die entscheidende Technik, um Zeitungen wirklich effizient zu drucken.

Stereotypie – der Sprung vom Bogen zum Rollen-Offset

Natürlich war zur Umsetzung des heutigen Zeitungsdrucks im Rollen-Offset mehr als eine Entwicklung notwendig. Da geht es um Papierpreise und Verarbeitungsschritte, um Kosten und Effizienz. Ein Schritt allerdings war bahnbrechend: die Stereotypie.

Buch-Druckformen waren wenig flexibel und schwer noch dazu. Ob von Anfang an mit Stereotypie gearbeitet wurde, ist nicht genau überliefert. In jedem Fall wird so die Erstellung einer Druckform (zum Beispiel) aus Gusseisen für jede Seite bezeichnet. Dieser Zwischenschritt – mit Erstellung einer Gussform aus den ursprünglich zusammengesetzten Lettern und der Herstellung der Druckform – ist natürlich ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Trotzdem lohnt es sich. Denn es gibt einen entscheidenden Vorteil. Unter anderem ist die hergestellte Druckform archivierbar (Die Lettern wurden mit oder ohne Stereotypie nach dem Druck wieder genutzt und für neue Druckseiten gebraucht. Das bedeutet, dass ohne Stereotypie die Druckform für bereits gedruckte Seiten für Nachdrucke oder Korrekturen verloren ist.).

Rollenoffset

Eine zylindrische Druckform war mit Gutenbergs Technik nicht wirklich möglich. Die direkten Weiterentwicklungsformen finden sich eher im Bogen-Offset. Um schnell und direkt von der Rolle zu drucken, mussten andere Techniken her.
Durch Übertragungs-Druckformen entsteht eine indirekte Druckform. Die ursprüngliche Form kommt mit dem Bedruckstoff nicht mehr in Berührung. So ist eine flexible Druckform möglich und das Bedrucken von kompletten Papierrollen. Der erste Schritt zum Rollenoffset ist somit mit der Stereotypie getan.

Mit Hilfe chemischer und technischer Fortschritte sind mittlerweile Druckformen für den Offsetdruck, der ein indirektes Flachdruckverfahren ist, möglich. Offsetfarben sind auf einer Fettbasis hergestellt. Die flachen Platten haben sowohl fettfreundliche als auch wasserfreundliche bzw. fettabweisende Stellen in verschiedenen Abstufungen. Die druckenden Stellen nehmen die Farbe an, sind also die fettfreundlichen Teile, und übertragen die Farbe dann aufs Papier. Früher wurden diese Druckplatten noch mit Hilfe von Filmen (Computer to Film – CtF) hergestellt, heute werden die beschichteten Aluminiumplatten meist direkt belichtet (Computer to Plate – CtP).

Mit gutem Farbkonzept im Rollenoffset zu Farbe und Qualität

Dank dem CMY-Farbsystem (Cyan, Magenta, Yellow) sind mit nur drei Farben im Zeitungsdruck viele Mischverhältnisse möglich und dank unterschiedlich großen Rasterpunkten viele Farbabstufungen in hell und dunkel. Auch mit allen drei Farben in größter Rasterpunktgröße ist kein wirkliches Schwarz auf Zeitungspapier möglich – der Farbauftrag wäre einfach zu hoch und so würde die Farbe durchschlagen, sich das Papier wellen oder ähnliches. Um dieses Problem zu beheben, nimmt man noch eine vierte Farbe für die Tiefe dazu (K-Key – als Schlüssel für den perfekten Druck).

Die Drucktechnik auf Wasser/Fettbasis hat einen entscheidenden Nachteil: die Trocknungszeiten. Zeitungspapier musste lange Zeit teilweise aufwändig durch große Hallen umgeleitet werden, damit es vor dem Schneiden und Legen trocken war. Dieses Problem ist mittlerweile durch eine Verbesserung der Farbe und technische Raffinessen an den Maschinen, um die Trocknung zu beschleunigen, nahezu beseitigt.

Eigenschaften des Zeitungsdrucks zusammengefasst:

  • schnell
  • geeignet für hohe Auflagen
  • Qualität mittlerweile auch schon sehr gut (bis 120er Raster)
  • meist vierfarbig (CMYK – Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz)

Corporate Design

Das Corporate Design meint das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens. Die Abkürzungen CD (Corporate Design) und CI (Corporate Identity) gehören zum täglichen Vokabular eines jeden Werbers und Marketingmitarbeiters. Wie umfangreich ein Corporate Design ist, kann jedes Unternehmen in Absprache mit den zuständigen Dienstleistern und Agenturen selbst festlegen. Für die Gestaltung dieser Design-Richtlinien sind verschieden große Zeitrahmen und Budgets möglich. Im Grunde ist das Design vom Logo über Firmenfarben bis hin zu den Positionen, an denen verschiedene Designelemente positioniert werden, ein Teil der …

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Corporate Identity (CI)

Das Konzept einer CI beruht darauf, dass sich Unternehmen als soziale Systeme, ähnlich wie Personen in der Gesellschaft, bewegen. Dazu werden bestimmte Eigenschaften in der Gesamtheit des Unternehmens und dessen Auftritt festgelegt und gesamtheitlich umgesetzt, um einheitlich aufzutreten. Unternehmen unterscheiden sich nicht mehr nur durch ihre Produkte und ihr Erscheinungsbild, sondern auch durch Philosophien, Ziele und innerbetriebliche Regeln und Organisationsstrukturen. Die Gesamtheit dieser „Charaktereigenschaften“ in einem Unternehmen nennt sich Corporate Identity. Darin werden Verhaltensregeln (Corporate Behaviour) festgehalten, Kommunikationsrichtlinien für die interne und externe Kommunikation (Corporate Communication) niedergeschrieben und andere Vereinheitlichungen, wie die Sprachebene (Corporate Language), oder das Corporate Design getroffen.

Einheitliche Printprodukte schaffen einen Wiedererkennungswert

In einem Corporate Design Manual sind Farben, Logos, die Verwendung der Logos und Designelemente und auch Anzeigenbeispiele und Gestaltungsrichtlinien festgehalten. Die Verwendung dieses Manuals und die strikte Einhaltung der darin festgehaltenen Richtlinien von allen Lieferanten, Agenturen und Mitarbeitern garantieren, dass alle Werbematerialien, trotz verschiedener Hersteller, ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Dabei muss nicht alles „in Stein gemeißelt sein“. Es ist durchaus auch möglich, im Rahmen eines CD bewusst Freiräume zu lassen. Im besten Fall ist das zugrundeliegende Design mit einem so großen Wiedererkennungswert behaftet, dass sich auf den ersten Blick die Firmenzugehörigkeit der Werbemittel ermitteln lässt.

Ein Corporate Design hat Auswirkungen auf alle Produkte, die das Haus verlassen. Das können zum Beispiel sein:

  • Geschäftspapiere, Flyer, Broschüren
  • Verpackungen
  • Gestaltung der Firmenfahrzeuge
  • Plakat- und Anzeigenwerbung
  • Schaufenstergestaltung
  • Gestaltung der Geschäftsräume

Ein Corporate Design spart Geld

Das klingt im ersten Moment komisch, denn die Erstellung eines Corporate Designs ist nicht gerade günstig. Aber wer schon länger mit einem Design Manual arbeitet, der weiß auch, dass klare Anweisungen und Designvorschriften verhindern, dass doppelt gearbeitet wird und sich jeder wieder neu in das Thema einfinden muss. Selbst ein Agenturwechsel oder das Teilen der Aufträge sind dank einem konsequent umgesetzten Corporate Designs normalerweise problemlos möglich. Das Rad muss nicht in jedem Fall, für jede Anzeige neu erfunden werden. Es können Bilder in Rastern ausgetauscht werden und Designs aufbauend auf festgelegte Grundlagen erstellt werden. Das spart effizient Zeit und Geld, ohne Verluste in der Qualität zu verursachen.

Umweltfreundlicher Druck

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird auch in der Druckbranche immer wichtiger. Umweltfreundliche Produkte lassen sich gut vermarkten und in vielen Bereichen drucktechnisch umsetzen. Einfache Dinge, wie die richtige Ausnutzung der Druckbögen oder die Verbesserung der Work Flows, sind für Druckereien auch ohne größere Investitionen schnell verändert. Die eingesetzten Materialien für umweltfreundlichen Druck, wie zum Beispiel FSC-zertifiziertes Papier oder mineralölfreie Druckerfarben, sind natürlich auch eine Frage der Finanzen.

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Wer allerdings langfristig erfolgreich arbeiten will, der sollte auf Nachhaltigkeit achten und dies auch kommunizieren. Das gilt sowohl im B2B-Bereich, denn die Geschäftskunden können dieses Qualitätsmerkmal an ihre Endkunden als auch als Endverbraucher weitergeben.

Zertifizierungen helfen bei der Auswahl umweltfreundlicher Druckprodukte

Umweltfreundlich drucken können viele. Aber wo die Druckereien ihre Schwerpunkte beim Thema Umweltfreundlichkeit setzen und wie sie diese einhalten, lässt sich öffentlich an Zertifikaten erkennen. Um wirklich objektiv vergleichen zu können und umweltfreundliche Produkte gut und leicht zu finden, gibt es verschiedene Zertifizierungen.

Über FSC-Label kann erkannt werden, ob das Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und klimaneutral gedruckt wird, indem für die entstehenden Treibhausgasemissionen in anerkannte Klimaschutzprojekte investiert wird. Der Kunde kann dies am CO2-Footprint des Produktes erkennen. Zusätzlich zu den Zertifizierungen kann man sich von der Druckerei der Wahl auch die genutzten Maschinensysteme nennen lassen. Denn das hilft zu erkennen, wie nachhaltig und umweltfreundlich gedruckt wird.

Xerox Systeme und EA-Toner

Das Xerox System für Digitaldruck optimiert sowohl die Abläufe in der Druckerei für einen umweltfreundlichen Arbeitsalltag und somit nachhaltige Produkte als auch die verwendeten Techniken und Materialien. Die verwendeten EA-Toner dürfen laut TÜV Rheinland sogar mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Das macht besonders Sinn für Banderolen oder Lebensmittelverpackungen. Ist aber gleichzeitig ein Qualitätsmerkmal, dass aufzeigt, wie wenig schädlich die genutzten Inhaltsstoffe sind.

Druckereien mit Xerox System arbeiten nicht nur mit ungiftigen Stoffen, die ungiftigen Müll produzieren, sondern haben durch die Workflow-Optimierung auch wenig Verschnitt, durch optimierte Maschinen wenig Energieverschwendung und die Möglichkeit mit Zulieferern zusammen zu arbeiten, die ebenso Verantwortung für die Umwelt übernehmen wie die eigene Druckerei.

Mineralölfreie Druckerfarben

Im Bogenoffset werden seit langem Farben aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Der Knackpunkt ist lediglich das Bindemittel, aber da sind längst Alternativen vorhanden. Auch der Offsetdruck nutzt üblicherweise Farben auf Fett-/Ölbasis. Durch die unterschiedlichen Trocknungsverfahren und unterschiedliche Siedebereiche von Mineralöl enthaltenden und nachwachsenden Ölen, ist es im Offsetdruck allerdings nur mit großen Bemühungen möglich, mineralölfreie Druckerfarben zu verwenden. Beim Zeitungsdruck, dort wird ein Teil der Feuchtigkeit durchs Papier aufgenommen, hat sich Sojaöl als mineralölfreie Basis für Druckfarben bewährt.

Briefpapier im Druck

Papierauswahl, Formate, Briefbogen

Briefpapier gehört zur Kategorie Postpapier und ist satiniert, geleimt und größtenteils holzfrei. Diese Papiersorte hat ein Flächengewicht zwischen 70 und 120 g/ qm und muss sich gut mit Tinte beschreiben lassen. Als ganz normales Briefpapier existiert es in Weiß und in vielen anderen Farben, bedruckt mit Ornamenten oder auf Wunschbestellung nach eigenen Vorgaben für bestimmte Anlässe. Das Briefpapier ist allgemein im DIN A4 Format gehalten, besonders dann, wenn es sich um einen geschäftlichen Brief handelt. Für den persönlichen Gebrauch sind auch andere, kleinere Formate oder andere Abmessungen möglich.

Der geschäftliche Briefbogen besitzt eine vorgeschriebene standardmäßige Einteilung. Zu einem abgestimmten Unternehmensauftritt gehört eine einheitliche Briefgestaltung. Briefpapier stellt daher bereits eine Art Unternehmensrepräsentation bei Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Behörden dar. Der erste Eindruck, den der Briefbogen vermittelt, kann bereits entscheidend für den Erfolg sein. Es sollte daher fast ausschließlich hochwertiges Offsetpapier von 80, 90, 100 und 120 g/ qm verwendet werden. Standard-Briefpapier ist das 80 g/ qm Papier in DIN A4-Format für den einseitigen Druck. Für den zweiseitigen Druck ist es eher ungeeignet, da die Rückseite durchscheinen kann. Briefpapier höherer Grammatur liegt schwerer in der Hand, ist exklusiver und knickt nicht so leicht.

Das geschäftliche Briefpapier DIN A4 ist nach der Norm DIN 5008 vorgeschrieben. Das Papier ist eingeteilt in Rücksendeeingabezone, Zusatz und Vermerkzone, Anschriftenzone und den Informationsblock sowie eingezeichnete Falt- und Lochmarken. Der untere Seitenbereich ist für Geschäftsangaben vorgesehen. Es können je nach Angebot eines Druckunternehmens bis zu 6 Perforationslinien ausgewählt werden. Auch eine Sonderfarbenauswahl ist möglich. Ein solches Briefpapier kann problemlos beschrieben, bestempelt und auf Injekt- oder Laserdruckern bedruckt werden. Seit 2011 existiert eine überarbeitete Norm für Briefpapier.

Die Schreib- und Gestaltungsregeln nach DIN 5008 der Textverarbeitung und des Geschäftsbriefes nach DIN 676 wurden zu einer Leitlinie zusammengefasst. Das Unternehmen, das Geschäftsbriefseiten per Auftrag vordrucken lässt, muss sich an diese Gestaltung halten und dem Druckbetrieb die notwendigen betrieblichen Informationen sowie seine Papieranforderungen übermitteln.

Laut DIN-Norm werden die Form A (hochgestelltes Anschriftenfeld) und die Form B (tiefgestelltes Anschriftenfeld) unterschieden. Die meisten Vordruck-Vorlagen entsprechen der Form B. Der 45 mm lange Briefkopf ist für Logo- und Firmenbezeichnung vorgesehen. Das Logo wird größtenteils oben rechts platziert, ist aber auch links oder mittig akzeptabel. Oben links sollten 5 mm, die für eine 6 bis 8 Pt Schriftgröße ausreichen, für die Rücksendeadresse freigehalten werden. Das 40 mm hohe Anschriftenfeld wird in Zusatz- und Vermerkzone mit 12,7 mm und Anschriftenzone mit 23,7 mm eingeteilt. Hier können auch zusätzlich Angaben wie Eilzustellung, Warensendung, Luftpost, „Nicht nachsenden“ oder Einschreiben platziert werden. Der neu gestaltete Informationsblock rechts beinhaltet Informationen wie Zeichenangaben, Namen, Telefon, Telefax, Email, Bestell- oder Kundennummern etc. oder Datum. Ganz unten auf die Briefseite gehören Firmenanschrift, Kontaktdaten und Kontoverbindungen. Bei Kapitalgesellschaften sind Rechtsform, Sitz der Gesellschaft, Handelsregisternummer, Registergericht und/ oder auch Namen von Aufsichtsratsvorsitzenden, Vorstandsvorsitzenden oder Geschäftsführern unterzubringen. In der nachfolgenden Tabelle wird noch mal ein kurzer zusammengefasster Überblick gewährt:

Bezeichnung des Brieffeldes Inhalt
Briefkopf Logo, Slogan
Rücksendeangabe Absenderanschrift fortlaufend und mit Komma getrennt
Anschriftenfeld Empfängeranschrift
Informationsblock Zeichen, Name, Abteilung, Kontaktdaten, Datum
Text/ Anschreiben Betreffzeile, Anrede, Text, Abschiedsformel, Anlagenvermerk falls notwendig
Geschäftsangaben Firmenanschrift, Kontaktdaten, Kontoverbindung, Rechtsform, Sitz der Gesellschaft, Registergericht, Handelsregisternummer

Hinzuzufügen ist, dass sämtliche Kontoangaben nach dem neuen Standard in IBAN und Swift/ BIC anzugeben sind. Falzmarken sind für das spätere zweifache Falten für den Geschäftsbriefumschlag vorgesehen. Auch die korrekte Ziffernaufteilung hat sich geändert.

Telefon- und Faxnummern:
Landesvorwahlen sind mit einer Doppelnull oder einem Pluszeichen zu versehen. Bei einer Auslandsvorwahl entfällt die Null der Ortsvorwahl. Durchwahlen werden mit einem Mittelstrich ohne Leerzeichen angefügt.

Postleitzahlen:
Sind zumindest für Deutschland fünfstellig und ohne Leerzeichen gesetzt.

Postfachnummern:
Diese werden von rechts zählend in Zweiergruppen mit einem Leerzeichen abgetrennt.

Bankverbindungen:
Die Bankleitzahl wird von links zählend in Dreiergruppen aufgeteilt. Die Kontonummer als IBAN-Nummer wird von links beginnend in Vierergruppen eingeteilt, wobei die erste Gruppe das Länderkürzel enthält.

Individuelle Prägungen zur Veredelung

Prägungen oder Papierveredelung ist eine Veränderung einer porigen Papieroberfläche durch Beschichtung. Dadurch entsteht entweder ein bestimmter Glanz, eine Struktur oder Effekte, die eine unbehandelte Fläche nicht besitzt. Diese Druckveredelungen verbessern die Eigenschaften durch den Schutz vor Abnutzung und durch eine optische Aufwertung für den Verkaufserfolg. Die Einsatzarten von Papierveredelungen sind vielseitig:

  • Hochglanzmagazine
  • Broschüren
  • Verpackungen
  • Glückwunschkarten
  • Kataloge
  • Stadtpläne u. a.

Verschiedene Techniken finden bei Prägungen Anwendung. Man unterscheidet die Lackierung, die Folienkaschierung, den Prägefoliendruck, die Blindprägung, den Kaltfolientransfer und die Laminierung. Eine Papierveredelung durch Lackierung ist ein Auftragen von glänzenden oder matten Lacken, wie Gitterlacken, Thermofarben, Leuchtfarben, Duftlacken, UV-Lacken u. a. auf das Papier. In der Folienkaschierung werden mehrere Lagen an Papier und Folie in Verbindung gebracht. Beim Prägefoliendruck wird die Prägefolie mittels Prägedruckform auf den Bedruckstoff oder das Papier gepresst. Weitere Verfahren hierzu sind das Microembossing, die Strukturprägung, die Reliefprägung oder Effekte mit Gold oder Silber.

Die Blindprägung ermöglicht mehrdimensionale Darstellungen mit Licht- und Schattenbildung mittels Verformung durch Prägewerkzeuge. In der Papierveredelung ist die Kaltfolienveredelung relativ neu angesiedelt. Für den Folientransfer wird hier ein spezieller Kleber aufgetragen. Das Farbgut wird dann an den Stellen aufgenommen, an denen der Leim aufgebracht wurde. Dadurch entstehen feinste Strukturen, Schriften, Rasterverläufe oder metallische Farben. Bei der Einsiegelung oder Laminierung wird durch Druck- und Wärmeeinwirkung ein Verbund zwischen Druckbogen und Polyesterfolie erzielt. Die Dicke kann dabei variieren. Solche Papierarten werden durch die Laminierung vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt und erhalten somit auch mehr Stabilität. Diese Technik findet besonders bei Lehrmaterialien, Landkarten, Taschenkalendern bzw. Katalogen ihren Einsatz.

Was ist Büttenpapier?

Als Bütte wurde ein wannenförmiges Gefäß bezeichnet. Büttenpapier ist historisch ein mit Sieb aus der Bütte geschöpftes Papier. Es können dabei verschiedene Gestaltungen entstehen.

  • Büttenpapier mit Büttenrand und Siebstruktur
  • Büttenpapier mit sichtbarer Rippung
  • Büttenpapier mit Wasserzeichen und Rippung
  • flächig bedrucktes Büttenpapier mit Rippung

Büttenpapier wird aus einem Faserbrei aus Zellstoff und Hadern mithilfe eines Schöpfsiebes geschöpft. Die Rippung entsteht dabei durch die minimalen Unterschiede der Papierdicke. Wenn man auf das Schöpfsieb geformte Drahtstücke einarbeitet, erhält man dadurch Büttenpapier mit Wasserzeichen. Der ungleichmäßige Büttenrand entsteht dadurch, dass das Büttenpapier hinterher nicht in Form geschnitten wurde. Heutzutage wird Büttenpapier fast nur noch industriell hergestellt. Von Hand geschöpfte Büttenpapiere werden nur noch im geringen Umfang in einzelnen Manufakturen hergestellt.

Büttenpapier wird als Besonderheit hergestellt, als aufwendige Briefbögen in geringer Auflage, bei künstlerischen Drucken oder in der Papier- bzw. Buchrestaurierung. Die nach DIN 6730 imitierten Büttenpapiere werden im Gegensatz zu echten Büttenpapieren mit Rippung, Wasserzeichen und/ oder ungleichmäßigem Rand durch Prägung und Stanzung geformt. Sie sind unechte Büttenpapiere. Die darauf imitierten Wasserzeichen sind nicht fest und quellen bei Einwirkung von Wasserdampf wieder auf. Man kann Büttenpapier auch selbst herstellen. Das Papier lässt sich mit Tee, Kastanien, Kaffee, verschiedenen Pflanzenextrakten und Farben einfärben. Folgende Mittel verfärben Papier:

  • Beige/ Gelb: Tagetesblüten
  • Blau/ Grau: Blauholzextrakt
  • Braun: Kaffeebohnen
  • Dunkelbraun: Walnussschalen
  • Dunkelolivgrün: Frauenmantel
  • Gelb: Kamillenblüten
  • Grün: Brennnesselblätter
  • Hell-Olivgrün: Schafgarbe u. a.

Bei der Selbstherstellung von Büttenpapier findet man im Internet eine Anleitung, ebenso zum Färben oder Bleichen und zum Herstellen von Büttenpapier mit Wasserzeichen.

Laserperforation, Lasergravur, Laserschnitt

Laserperforationen werden auf Briefpapieren, Informationen und Mappen, Einladungen und zur Fälschungssicherheit von Dokumenten eingesetzt. Mit der Perforation erzielt man Trennlinien wie bei Antwortkarten, Aufreißlaschen, Schnittbögen oder Briefmarken. Man kann mittels Laser drei Formen der Papierveredelung ausführen:

a.die Lasergravur

Sie erschafft Reliefs ähnlich den Prägungen. Hierbei wird die obere Schicht abgetragen oder es werden gezielt Vertiefungen in das Papier gebracht. Eine Lasergravur veredelt dicke Papiere, wobei das Flächengewicht 200 g/ qm nicht unterschreiten sollte.

b.den Laserschnitt

Der Laserschnitt zerschneidet Papier und Karton. Dabei können filigrane Silhouetten, freistehende Schrift oder Einschnitte und Konturen entstehen. Hierfür eignen sich Papiere und Kartone mit einer Grammatur von 60 bis 700 g/ qm.

c.die Laserperforation

Laserperforation kann Abrisskanten schaffen, Falzen ohne Rillen ermöglichen oder eine stoffähnliche Struktur ins Papier bringen. Es können mittels Perforation sogar Bilder entstehen. Die Materialien für eine Laserperforation können im Flächengewicht zwischen 90 und 200 g/ qm liegen. Verarbeitung finden bedruckte und unbedruckte, einfarbige und farbige Papiere. Papiere, die bereits eine Zellophanierung oder Folienkaschierung erhalten haben, können nicht mehr laserperforiert werden, da sie sich verformen und verbrennen. Die Laserveredelung ist inzwischen die höchste Form der Papierveredelung.

Siebdruck – Druckverfahren mit hoher Farbschichtdicke

Die Technik des Siebdruckverfahrens

Bei der Technik des Siebdrucks gelangt die Druckfarbe durch ein feinmaschiges Gewebe oder Sieb mithilfe eines Gummirakels oder Gummikratzers auf das Material wie Papier oder textiles Gewebe. Man verwendet an den Stellen, an welchen auf das Papier keine Farbe gelangen soll, entsprechende Schablonen zum Abdecken. Mit dem Siebdruck erreicht man mitunter durch die Beschichtung eine höhere Farbschichtdicke. Neben Druckverfahren, wie Hochdruck, Tiefdruck und Offsetdruck, wird der Siebdruck auch als Durchdruck, als 4. Druckverfahren, bezeichnet.

Über einen vorgefertigten Rahmen wird ein Gewebe gespannt, worauf eine Schablone aufgebracht wird. Diese Druckform wird über dem zu bedruckenden Material befestigt.

Nach dem Aufbringen der Druckfarbe auf die Schablone wird mittels Gummirakel der Farbstoff durch das Gewebe der Schablone gestrichen. Dabei gelangt die durchgedrückte Farbe auf das darunterliegende zu bedruckende Stoffteil oder das Papier. Anschließend wird das bedruckte Material getrocknet. Beim Siebdruck werden Gewebe mit unterschiedlichen Feinheiten verwendet. Dadurch kann der Farbauftrag je nach Gewebefeinheit variieren. Bei Geweben mit hoher Feinheit können besondere feine Details gedruckt werden.

Folgende Gewebearten werden heute als Siebgewebe eingesetzt:

  • Polyestergewebe

Diese Gewebe besitzen eine hohe Verzugsfreiheit und können stark bespannt werden. Sie nehmen keine Feuchtigkeit auf.

  • Nylongewebe

Sie sind dehnbarer und elastischer und beständig gegenüber bestimmten Druckfarben.

  • Stahlgewebe

Stahlgewebe sind hoch spannbar. Diese Gewebe besitzen dünne Gewebedrähte und besitzen eine größere Maschenöffnung. Nachteilig sind der Preis und die Knickempfindlichkeit.

  • Screeny

Hierbei handelt es sich um ein vernickeltes, rostfreies, gewobenes Stahlgewebe, dass vorwiegend im Etikettendruck verwendet wird.

  • Rotamesh

Rotamesh ist eine Platte mit feinen wabenartigen Öffnungen.

  • Seidengewebe

Seidengewebe wurde bis 1950 eingesetzt und dann durch Polyamid- und Polyestergewebe abgelöst.

Bei den Siebgeweben kommt es außerdem auf die Fadenstruktur an, die monofil oder multifil sein können. Multifile Gewebe werden wegen der schlechteren Druckpräzision nicht mehr eingesetzt. Die Wahl der Gewebefeinheit hängt von der Beschaffenheit des Bedruckstoffes, der Feinheit des Druckmotivs, dem gewünschten Farbauftrag und der Größe der Farbpigmente ab. Meistens werden von den Gewebeherstellern Feinheiten von 5 bis 200 Fäden pro Zentimeter angeboten. Dabei können folgende ungefähre Maße beachtet werden:

  • bis zu 30 Fäden: für Glitter, Reliefdruck etc.
  • 30 – 60 Fäden: für Textildrucke
  • 77 – 90 Fäden: für Papiere, Kunststoffe mit glatter Oberfläche
  • 120 – 140 Fäden: für feine Linien und Raser auf glatter Oberfläche
  • 150 – 180 Fäden: für feinste Linien und Raser

Entscheidend sind auch die verschiedenen Fadendicken innerhalb einer bestimmten Feinheit. Zum Beispiel gelten bei 120 Fäden pro Zentimeter noch die Feinunterschiede der Fadendicken:

  • 120 S mit dünnen Fäden, großer Maschenöffnung, geringe Gewebedicke
  • 120 T mit mitteldicken Fäden
  • 120 HD mit dicken Fäden, kleiner Maschenöffnung, höhere Gewebedicke

Gewebe mit dünnen Fäden werden für den Druck von feinen Linien und Rastern verwendet. Gewebe mit mitteldicken Fäden sind größtenteils dem grafischen Siebdruck vorbehalten.

Gewebe mit dicken Fäden sind reiß- und scheuerfest und werden wegen der kleinen Maschenöffnung für einen reduzierten Farbauftrag eingesetzt. Wegen des Lichteinfalls ist die Farbe des zu wählenden Gewebes für den Siebdruck ebenfalls von Bedeutung.

Der Siebdruckrahmen selbst besteht aus Aluminium, Stahl oder Holz. Die Siebrahmenprofile sind unterschiedlich konstruiert und müssen eine hohe Spannung gewährleisten können.

Siebdruckschablonen werden heute auf fotografischem Weg hergestellt. Bei der manuellen Schablonenherstellung werden dabei folgende Techniken unterschieden:

  • Abdeckschablone
  • Auswaschschablone
  • Papierschablone
  • Schneideschablone
  • Reduktionsschablone

Bei der fotomechanischen Schablonenherstellung unterscheidet man:

  • die Direktschablone
  • die Indirektschablone

Als Beschichtungsmethoden werden beim Siebdruckverfahren die manuelle Beschichtung und die Maschinenbeschichtung unterschieden, wobei bei Letzteren Beschichtungsmaschinen die Kopierschicht von beiden Seiten auf das Gewebe auftragen.

Alle Parameter, wie Beschichtungsgeschwindigkeit, die Anzahl der Beschichtungsfolgen oder der Anpressdruck der Beschichtungsrinne, sind dabei einstellbar. Der Druckvorgang selbst erfolgt entweder mit Druckrakel oder mit Druckmaschinen, die halb automatisch, dreiviertelautomatisch oder vollautomatisch arbeiten. Wie bei anderen Verfahren auch, so ist es beim Siebdruck auch möglich, Rasterbilder zu drucken. Diesen Vorgang nennt man dann Rastersiebdruck.

Anwendungsgebiete und Arten des Siebdrucks

Der Siebdruck wird häufig im Bereich der Werbung, der Beschriftung, des Textil- und Keramikdrucks oder für industrielle Anwendungen eingesetzt.

Es gibt drei Arten des Siebdrucks, den

  • technischen Siebdruck,
  • grafischen Siebdruck oder
  • Textilsiebdruck.

Der grafische Siebdruck wird vor allem beim Bedrucken von Plakaten, Klebern, Displays, Verkehrs- und Hinweisschildern, Werbegeschenken, Werbeplanen, Kunstdrucken, Druckveredelungen mit Glanzlackierungen, Dekoren auf CDs oder DVDs, Rubbelfarben, Lotterielosen u. a. angewendet.
Der industrielle technische Siebdruck findet Anwendung bei der Herstellung von Leiterplatten, elektronischen Schaltkreisen, Solarzellen, Herdvorsatzgläsern, Tastaturfolien, Heckscheibenheizungen, Armaturenbrettern oder durch Niedervoltspannung beleuchteten Beschichtungen.

Beim Textildruck ist der Siebdruck bekannt für die Gestaltung von T-Shirts, Sporttaschen, Bettwäschen, Gardinenstoffen, Teppichen, Bekleidungstextilien, Fahnen und vielem anderen.

Der industrielle Siebdruck gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Vorteile des Siebdruckes sind die hohe Farbschichtdicke, die Beständigkeit der Druckfarben und die hohe Verfahrensflexibilität Sie sind oft ausschlaggebend für die Wahl des geeigneten Druckverfahrens.

Bei den Leiterplatten werden die elektronischen Teile nicht mehr in Löchern befestigt, sondern mit Siebdruck aufgedruckte Lötpunkte eingeschmolzen. Auch die Herstellung von Tastaturfolien als Eingabetastatur bei Getränkeautomaten, Kaffeemaschinen u. a. erfolgt mit Siebdruck, indem auf die Rückseite ein grafisches Abbild der Tastatur aufgedruckt wird. Dahinter befinden sich dann Leiterbahnen und Kontaktpunkte, die auch mit Siebdruck aufgesetzt sind, sodass bei Fingerprint die jeweiligen elektrischen Kontakte und Funktionen ausgelöst werden.

Broschüren und Flyer drucken

Verwendung und Einsatzgebiete

Verwendung finden Broschüren und Flyer vorwiegend in Unternehmens- und Imagepräsentationen, Geschäftsberichten, Handbüchern und Seminarunterlagen, Produkt-, Versand- und Reisekatalogen sowie Bildbänden und Chroniken. Oder sie erscheinen in Prospektformen für Angebots- und Produktprospekte, Unternehmensnachrichten, Gebrauchsanweisungen, Fachzeitschriften und Vereinsmagazinen. Bei Unternehmens- und Imagepräsentationen steht der Kunde im Mittelpunkt. In der Imagebroschüre wird die Arbeit des Unternehmens für den Kunden beschrieben und visualisiert. Ziel ist es, den potenziellen Kunden oder Betrachter anzusprechen, nach dem Motto – der Kunde ist König.

Die Form sollte ansprechend lang sein, nicht ausgeladen und damit uninteressant, sondern kurz und bündig. Eine austauschbare Optik, eine falsche Papierwahl oder eine unpassende Bindungsart können für eine Kundenanwerbung mittels Flyer oder Broschüren schädlich sein. Es darf sich dabei nicht allzu sehr in technokratische Details oder Phrasen verloren werden. Solche Einzelheiten werden vom Kunden überlesen oder langweilen ihn nur, weil diese Schilderungen nicht oder zu wenig auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. In Imagebroschüren von Unternehmen fließen die Unternehmensphilosophie und die Leistung ein, sodass es Kunden, Investoren oder auch potenzielle Mitarbeiter verstehen können. Die wichtigste Grundregel des Journalismus sind die W-Fragen, die bei der Aufstellung einer guten Broschüre oder eines Flyers hilfreich sind.

  1. Wer sind wir?
  2. Woher kommen wir?
  3. Was machen wir?
  4. An wen richten wir uns?
  5. Welchen Nutzen haben wir für unsere Zielgruppe?

Es ist nicht nur wichtig, die Fakten genau unter die Lupe zu nehmen, sondern auch die emotionelle Seite anzusprechen. Kunden kaufen größtenteils Problemlösungen und „gute Gefühle“. Die Unternehmensidentität zu verdeutlichen, gelingt mit der Darstellung der Unternehmenswerte und der emotionalen Einordnung. Das gilt ebenso für Broschüren oder Flyer von Produkt-, Versand- und Reisekatalogen. Reiseunternehmen müssen auf gute und ansprechbare Bilder achten, die das Interesse des Kunden an bestimmten Reisen wecken sollen. Handbücher oder Seminarunterlagen sind in Broschürenform mitunter eine wichtige Lehrmittelergänzung. Geschäftsberichte hingegen fassen den Geschäftsverlauf des vergangenen Geschäftsjahres zusammen und sind besonders zum Jahresabschluss notwendig. Sie bestehen aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht und sind natürlich in der entsprechenden sachlichen und teilweise tabellarischen Form verfasst.

Geschäftsberichte gliedern sich auf in einen Lagebericht und in einen Erläuterungsbericht. Letzterer enthält Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz und der GuV mit zusätzlichen Angaben eines Anlage-, Eigenkapital- und Verbindlichkeitsspiegels. Der Geschäftsbericht ist in Form und Umfang für die Geschäftswelt bestimmt und muss in Druck und Qualität höchsten Anforderungen genügen.

Diese Verschiedenartigkeit der Broschüren oder Flyer verlangt die unterschiedlichsten Papiersorten, die verschiedensten Formate bzw. Ausführungen und die entsprechend dazu passenden Bindungen. Während Broschüren mehrseitig wie ein Buch eingefasst sind, kennzeichnet einen Flyer die Ein- oder Zweiseitigkeit bzw. der Falzdruck für den Zweck einer Wurfsendung im Briefkasten, am Auto oder als Auslage in Geschäften.

Papierauswahl, Format/ Ausführung und Bindungen

Papierauswahl:

Es ist wichtig, für die Broschüre je nach Thema und Zielgruppe das passende Papier auszuwählen. Dabei nimmt das Papiergewicht je nach Verwendungszweck pro qm eine wichtige Rolle ein. Es kommen folgende Papiersorten zum Einsatz:

  • Offsetpapier

Als Offsetpapier bezeichnet man das sehr qualitativ weiße Papier, das besonders im geschäftlichen Bereich zum Beispiel bei Geschäftsberichten zum Einsatz kommt. Es ist ein festes, geleimtes Papier mit guter Dimensionsstabilität. Es kann satiniert und muss rupffest sein und wird daher als normales Druckerpapier angeboten.

  • Naturpapier

Es gilt als Oberbegriff für alle Papiere aus rein natürlichen Fasern ohne jegliche Synthetik und ist ein so genanntes gestrichenes Papier mit einer Oberflächenbehandlung bis zu 5 g/ qm.

  • Recyclingpapier

Es besteht zu 100 % aus Altpapier vor der nachfolgenden Veredelung.

  • Bilderdruckpapier (Fotopapier)

Fotopapier ist voll geleimter Karton mit Stärkestrich und Sperrschichten aus Polyethylen. Zusätzlich ist es mit einer Gelatine-Fotoemulsion beschichtet und für die Erstellung von Abzügen oder Vergrößerungen von Bildern durch Belichtung geeignet.

Format/ Ausführung:

Die Endformate der Broschüre oder des Flyers können in verschiedenen Größen hergestellt werden, wie zum Beispiel DIN A2, DIN A3, DIN A4, DIN A5, DIN A6, DIN A7, DIN lang small, DIN A5 lang, 100 x 100 mm, 105 x 105 mm, 120 x 120 mm, 148 x 148 mm, 210 x 210 mm und 210 x 280 mm u. a. Die Ausführungen sind zum einen ohne Umschlag, mit Umschlag, mit Faltumschlag vorn oder mit Faltumschlag hinten.
Sicher sind noch andere Formate und Ausführungen auf Wunsch möglich, was von den Druckunternehmen jeweils in Angeboten veröffentlicht wird.

Bindungen:

Man unterscheidet bei Broschüren folgende Bindungstypen:

  • Klebebindung
  • Klammerheftung
  • Ringösenheftung
  • Wire-O-Bindung

Bindetechniken – eine große Auswahl

Die meisten kleineren Druckunternehmen verwenden heutzutage das Digitaldruckverfahren. Der Offsetdruck findet als meist verbreitete Drucktechnik im Bücher-, Zeitungs-, Werbe- und Verpackungsdruck Anwendung.

  • Plastikbinderücken

Plastikbinderücken haben den Vorteil, dass sie für den Austausch von Seiten wieder geöffnet werden können. Für den Verbund mit Plastikbinderücken wird ein spezielles Plastikbindegerät verwendet.

  • Spiralbindung

Mit einer Spiralbindung aus Metall werden die zugeschnittenen, gestanzten Druckbögen zusammengeklammert. Dabei legt man den Rückkarton als erstes Blatt der Papierseiten unter und nachdem die Drahtbindeelemente. Die Drahtbindeelemente werden angebracht und der Drahtkamm geschlossen. Die Schließstelle befindet sich zwischen dem vorletzten und dem letzten Blatt, sodass sie nicht mehr zu sehen ist. Lochgröße und Lochabstände hängen von der Dicke des Bindegutes ab.

  • Klebebindungen im Digitaldruckverfahren

a.Hotmeltklebung
Hier handelt es sich um ein Heißklebeverfahren. Dauerhafte Bindungen auch bei schwierigen Materialien werden durch den Einsatz modernster Kleber und die passgenaue Einstellung von Pressdauer, Pressdruck und Seitenbeleimung erreicht. Hotmeltleime sind gesundheitlich unbedenklich. Die Klebung ist bereits nach 15 Minuten für die Weiterverarbeitung einsatzfähig, während eine Kaltverleimung einen ganzen Tag für die Trocknung benötigt.

b.Dispersionsklebung
Man wendet die Kaltverleimung bei der halb automatischen Fertigung von kleineren Stückzahlen an, da sich die Konsistenz des Leims während der Produktionsdauer durch Eigentrocknung verändert. Im Digitaldruckumfeld können mit diesem Verfahren die schwierigsten Klebearbeiten in sehr guter Qualität ausgeführt werden. Der Leim bleibt nach Austrocknung weich und das Bindegut lässt sich problemlos aufschlagen.

c.PUR-Klebebindung
Mit der PUR-Klebebindung wird eine höhere Klebekraft, eine bessere Kälte- oder Hitzeresistenz und eine bessere Beständigkeit gegen Öle der Druckfarbe erreicht. Der PUR-Klebstoff ist heutzutage nicht mehr als Gefahrengut anzusehen. Es werden mit diesem Verfahren erstklassige Bindeergebnisse erzielt.

  • Fadenheftung

Auch bei Kleinstauflagen kann die industrielle Herstellung von fadengehefteten Büchern oder Broschüren realisiert werden. Man unterscheidet dabei fünf Fertigungsstufen.

Stufe 1: Ein A4 Buch wird in doppelter Größe auf einen Bogen A3 gedruckt.
Stufe 2: Mehrere Druckbögen werden zu einer Lage sortiert.
Stufe 3: Die Lagen werden mit einem stabilen Faden in der Mitte vernäht.
Stufe 4: Anschließend werden sie mit dem Buchrücken vernäht.
Stufe 5: Zusätzlich werden nun die Buchblöcke per Hotmelt untereinander und mit einem Umschlag verklebt.

Der Vorteil dieser Klebebindung in Fadenheftung ist, dass das Endprodukt äußerst lange haltbar ist. Das Buch oder die Broschüre bleibt im geöffneten Zustand liegen, ohne dass die Seiten von selbst zurückblättern. Man nennt diese Form der Bindung die Königsdisziplin der Buchdruckkunst.

  • Rückstichheftung

Die Rückstichheftung oder Klammerheftung ist eine einfache und sichere Heftmethode. Kombinierbar ist sie auch mit einer Ringösenheftung. Rückstichheftung, analoge oder digitale Sortierung, Rillen der Bögen, Seiten- und Frontbeschnitt erfolgt im vollautomatischen System.

  • Buchschraubenbindung

Buchschraubenbindungen gehören wie Fadenbindungen, Lederbindungen oder unzerreißbare Spezialbindungen zu Sonderwünschen von Kunden. Diese Bindetechnik wird angewandt, wenn ein Buch oder eine Broschüre bei intensivem Gebrauch mindestens 10 Jahre haltbar sein muss. Diese extremen Beanspruchungen können auch bei schweren Hardcoverbüchern im A3-Format mit bis zu 5 kg Eigengewicht entstehen. Dafür reichen normale Bindeverfahren nicht mehr aus.

  • Bohrungen zum Abheften für Losblattordner

Im Offsetdruck werden hier spezielle Bohrer eingesetzt. 2-fach und 4-fach Bohrungen sind für das Abheften in Ordnern gedacht. Beim Digitaldruck hat sich dieses Verfahren bei sehr starken Seitenumfängen und großen Mengen nicht bewährt.

3D-Druck – eine aufstrebende Technik

Das Ausdrucken von ganzen, individuellen Gegenständen für die breite Masse war bis vor wenigen Jahren pure Science-Fiction. Doch seit einiger Zeit wird das Thema 3D-Druck in unseren Medien immer präsenter. Damit werden die Fantasien, die beispielsweise in Star Trek gezeigt wurden, zumindest in Teilen Realität.

Photograph by S zillayali, distributed under a CC BY-SA 3.0 license.

Ein erster 3D-Drucker wurde bereits im Jahre 1984 von der 3D Systems Corporation in den USA gebaut. Dieser erste Versuch war durch seinen hohen Preis allerdings so unwirtschaftlich, dass er nicht für eine Serienproduktion geeignet war. Im Laufe der Zeit wurde die Technik weiterentwickelt, wodurch auch der Preis für ein solches Produkt sank. Aufgrund des Preisnachlasses hielt der 3D-Druck in den letzten Jahren Einzug in die Industrie und auch vereinzelt schon in private Haushalte.
Doch welche Verfahren werden zum plastischen Ausdrucken eingesetzt? Welche Vor- und Nachteile gehen mit der jeweiligen Produktionsart einher?

3D-Druck mit Pulverschichtverfahren

Als Grundlage für die Art des Verfahrens dient eine Pulverschicht. In diese Schicht werden mit einem Druckkopf, ähnlich dem eines 2D-Druckers, Bindemittel verteilt – also das Aussehen der untersten Ebene mit dem „Kleber“ gezeichnet. Anschließend wird erneut eine Pulverschicht aufgetragen, hier werden ebenfalls wieder die gewünschten Körner miteinander und mit den darunterliegenden Körnern verbunden. Das wird nun so oft wiederholt, bis die gewünschte Höhe erreicht ist, wobei sich die Werkbank absenkt, damit eine neue Schicht aufgetragen werden kann.

Nach der Fertigstellung können die überflüssigen, losen Körner einfach, auch unter der Zuhilfenahme einer Luftdruckpistole, entfernt werden. Bei dem Verfahren des 3D-Drucks kann das Resultat mit einem multiplen Druckkopf und verschiedenen Bindemitteln auch farbig gestaltet werden. Die Grundmittel können hier verschiedene Materialien sein. Besonders häufig wird aber Gips oder Kunststoffpulver verwendet. Es können aber auch Glas und andere pulverförmige Materialen zum Einsatz kommen.

Pulverschicht im Detail: Selektives LaserSintern (SLS), selektives LaserSchmelzen (SLM) und Elektronenstrahlschmelzen (EBM)

Eine besondere Form des „Pulverdrucks“ bildet das so genannte selektive Lasersintern (SLS) bzw. das selektive Laserschmelzen (SLM). Bei den Verfahren kommt ein Hochleistungslaser (meist CO2) zum Einsatz, um die Körner unter einer Schutzschicht miteinander zu verschmelzen. Diese Druckform wird besonders dann eingesetzt, wenn Metall, Keramik oder Sand verbunden werden sollen.

Zum Drucken mit Metallen wird ebenfalls das Elektronenstrahlschmelzen (EBM) eingesetzt. Aufgrund der hohen Temperaturen können dabei Metalle mit einem hohen Schmelzpunkt verbunden werden. Allerdings ist für das Verfahren ein Vakuum notwendig. Ein Nachteil, der speziell Drucker betrifft, welche mit der EBM-Methode arbeiten, ist eine geringere Genauigkeit, da das geschmolzene Metallpulver verlaufen kann. Bei der Gattung von Druckern hängt die Genauigkeit von der verwendeten Körnergröße ab, wobei der Verwendung des Verfahrens hinsichtlich der Auflösung definitiv Grenzen gesetzt sind.

Positiv kann über diese Art des Druckens gesagt werden, dass, aufgrund der Möglichkeit der Wiederverwendung von nicht betroffenen Körnern, ressourcenschonend gearbeitet werden kann. Des Weiteren sind beispielsweise für Überhänge keine Stützstrukturen notwendig.
Als Nachteile sind zu nennen, dass nach der Fertigung meist noch eine nachträgliche Bearbeitung erforderlich ist, beispielsweiße das Aushärten in einer Flüssiglösung. Zudem sind die Drucker sehr teuer, wodurch eine wirtschaftliche Nutzung eigentlich nur in der Industrie gegeben ist.

Schmelzdruckverfahren

Das Schmelzdruckverfahren ist die wohl populärste Gattung von Druckern. Die Drucker arbeiten mit einem Druckkopf, welcher am besten mit einer Heißklebepistole zu vergleichen ist. Die Düse erhitzt das Material, bis es schmilzt und verteilt es dann Lage für Lage auf eine Plattform. Hierfür kann je nach Druckerart entweder der Druckkopf oder die Plattform bewegt werden. Aufgrund ihrer Schmelzeigenschaften werden als Baustoffe besonders gern Kunststoff, im Speziellen Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polylactide (PLA), verwendet. Die Stoffe sind als Draht oder Stab im Handel erhältlich. Die Zeit, die für eine Lage benötigt wird, wird an die Aushärtezeit des Druckstoffes angepasst. Zusätzlich wird bei dieser Art des Druckens auch immer die Platte mitbeheizt, um das Modell im Anschluss besser ablösen zu können.

Auch bei dem Produktionstyp ist ein Farbdruck durch mehrere Druckköpfe und verschiedene Materialien möglich. Über die Genauigkeit kann hier keine Aussage gemacht werden, da sie bei verschiedenen Druckern stark variieren.

Als kleiner Negativpunkt fallen nur die benötigten Stützstrukturen auf, welche, beispielsweise für Überhänge oder Löcher, verwendet werden müssen. Diese sind jedoch aus wasserlöslichem Material und somit leicht zu entfernen.

Extrem positiv sind die Preise – dieses Verfahren stellt die günstigste Möglichkeit des 3D-Drucks dar, wodurch auch die meisten billigeren Drucker diese Art des Druckens verwenden. Die geringe Preisklasse sorgt für eine weite Verbreitung und Anwendung des Schmelzdruckverfahrens.

Flüssigdruckverfahren

Als Basis für alle Druckvorgänge des Verfahrens wird ein flüssiger und UV-empfindlicher Kunststoff benötigt, welcher in der Fachsprache als „Fotopolymer“ bezeichnet wird. Der eingangs erwähnte, erste 3D-Drucker aller Zeiten gehörte auch zu dieser Gattung. Er wendete die Stereolithografie (STL/SLA) an.

Bei dem Verfahren der Stereolithografie zeichnet ein Laser die Schichten in ein Becken, welches mit Fotopolymeren gefüllt ist. Das Becken senkt sich jeweils genau um eine Lage, nach jedem Druckvorgang, ab. Meist wird das Objekt nach dem Herausnehmen noch in eine Belichtungskammer gestellt, um es aushärten zu lassen. Nachdem die hier benötigten Stützstrukturen nicht wasserlöslich gestaltet werden können, müssen sie nach dem Druck mechanisch entfernt werden. Das zum Drucken verwendete Material ist aber nicht auf Kunststoff beschränkt. So können beispielsweise mit einer Mischung aus Fotopolymeren und Keramik, keramische Modelle realisiert werden. Dazu werden die Produkte noch in einen Brennraum gestellt, in dem die Keramik schmilzt und der Kunststoff ausgebrannt wird.

Eine Sonderform bildet das Digital Light Processing (DLP), bei diesem Verfahren wird die komplette Struktur einer Lage mithilfe eines Projektors auf das Becken projiziert. Das Verfahren wurde auch schon mit handelsüblichen Beamern realisiert. Als Gegenargument für die Anschaffung eines solchen Druckers können die hohen Materialkosten genannt werden. Andererseits arbeiten die Drucker mit einer sehr hohen Genauigkeit.

Unterm Strich – Welches Verfahren ist empfehlenswert?

Der Vergleich verschiedener 3D-Druckverfahren zeigt, dass es immer von der Art der zu verwendenden Materialien, den Kosten und der Art des gewünschten 3D Objekts abhängig ist, für welches Verfahren man sich am besten entscheidet.

Zudem muss gesagt werden, dass noch weitere Verfahren und Abwandlungen von 3D-Druckverfahren existieren, welche aufgrund ihrer Komplexität nicht in diesem Artikel behandelt werden konnten.
Noch wird der 3D-Druck vor allem in der Industrie, wie der Luftfahrt- oder Autobranche, angewendet. Eine private Anschaffung ist höchstens für Menschen sinnvoll, welche beispielsweise als Hobby „Modellbauer“ sind. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit sich selbst einen 3D-Drucker zu bauen. Im Internet finden sich hierzu zahlreiche Anleitungen.

Photograph by z22, distributed under a CC BY-SA 3.0 license.
Photograph by z22, distributed under a CC BY-SA 3.0 license.

Die Kaufpreise für einen guten 3D-Drucker sind leider derzeit noch zu hoch, um ihn nur gelegentlich einzusetzen.

Empfehlenswert ist die Möglichkeit, seine Modelle bei einem professionellen 3D-Druck-Service anfertigen zu lassen. Hier wird man beraten, die Daten des Modells können geprüft werden und ein geeignetes Druckverfahren kann ausgewählt werden. Man kann seine Daten zudem auch online einschicken und das Druckergebnis zugeschickt bekommen.