Zink-Drucktechnik

Die Zink-Drucktechnik wird bei Fotodruckern eingesetzt ohne Anwendung von Tinte. Das Zinkpapier weist Farbpigmente auf, sodass der Zusatz von Tinte nicht mehr notwendig ist. Das Papier setzt sich aus drei übereinanderliegenden Emulsionsschichten zusammen. In diesen Schichten befinden sich Kristalle der Grundfarben in der subtraktiven Farbmischung Gelb, Magenta und Cyan. Das Zinkpapier wurde von Polaroid patentiert. Mit dieser Drucktechnik können Sofortbilder gedruckt werden. Es handelt sich um Fotos von Digitalkameras oder Smartphones. Durch die Verbindung des kleinen Druckers mit einer USB-Schnittstelle können Bilder in allerdings kleinem Format sofort gedruckt werden.

Packungseinheiten verschiedener Größen sind im Handel erhältlich. Der Vorteil dieser Druckweise besteht darin, dass keine Druckerpatronen, Farbkartuschen oder andere Hilfsmittel verwendet werden müssen. Auf den ersten Blick sieht Zinkpapier wie ganz normales Fotokopierpapier aus. Die drei Farben werden während des Druckvorgangs durch verschiedene Hitzeeinwirkungen beeinflusst. Gelb kommt bei 200 Grad zur Geltung, Magentafarben bei 150 Grad und cyanfarben bei 100 Grad Celsius. Die Farben werden nacheinander auf das Papier aufgetragen, im letzten Durchgang wird die Schutzschicht gegen Kratzer und Feuchtigkeit angebracht.

Drucker und Benutzung von Zinkpapier

Der mobile Fotodrucker ohne Tintenpatronen ist ein Renner bei den Besitzern von Smartphones und Digitalkameras. Der Akku des Druckers wird über Micro USB geladen. Der Drucker, im Internet bezeichnet als Hosentaschendrucker, wird von mehreren Unternehmen im Internet angeboten. Das Zinkpapier kommt zum Einsatz. In manchen Situationen, wie im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder auf einer Wanderung ist diese Investition zweckmäßig. Die iOS App ermöglicht die Nutzung des Druckers. Die Nachbearbeitung der Fotos ist durch diese App möglich. Das Zinkpapier verfügt über eine klebende Rückseite, sodass die Fotos als Sticker verwendet werden können. Das Zinkpapier kann online erworben werden. An dieser Stelle lohnt sich ein Preisvergleich. Viele Shops werben mit günstigen Angeboten für Fotopapier. Die Kamera Polaroid Snap wird mit Zink-Drucktechnik angeboten. Die Bilder werden nicht nur sofort gedruckt, sondern gleichzeitig auf eine microSD-Karte gespeichert. Innerhalb von 30 Sekunden ist das Bild gedruckt. Der Polaroid PoGo ist der einzige Fotodrucker, der mit dem Zinkverfahren arbeitet. Es kann jedoch nur das spezielle Zinkpapier verwendet werden. Auf dem Markt wird ein Bluetooth-Drucker präsentiert, der mit dem Zinkverfahren funktioniert. Der Wegfall von Farbpatronen ist praktisch und rentabel.

Eigenschaften des Zinkpapiers

Die Grundfarbe des Zinkpapiers ist weiß, die gedruckten Fotos sind wischfest. Durch eine Polymer-Schutzbeschichtung ist das Papier wasserbeständig und länger haltbar. Besondere Eigenschaften sind:

  • Wegfall von Druck- und Farbpatronen,
  • hohe Auflösung der Fotos,
  • kein unnützer Verpackungsabfall,
  • sehr günstig, sodass es oft eingesetzt werden kann,
  • nicht lichtempfindlich,
  • so entwickelt, dass Wärme oder Feuchtigkeit keinen Schaden anrichten,
  • keine verstopften Druckdüsen,
  • randlos.

Empfehlenswert ist die Nutzung von Original Polaroid Zinkpapier. Die Fotos weisen eine bessere Qualität auf bezüglich Schärfe und Bildqualität. Der trockene Druck bringt den Vorteil, dass kein Verschmieren beim Berühren oder Ausdrucken entsteht. Bei einem Vergleichstest im Internet wurde das Zink Fotopapier als „Renner“ betitelt. Die hervorragende Qualität mit vielen Verwendungsmöglichkeiten wurde besonders gewürdigt. Die Fotos haben eine Größe von 2 x 3 Zoll, passend für die Geldbörse. Eine Idee ist, auf einer Hochzeit oder einer Geburtstagsfeier die Fotos der Feier zu drucken und dem Gastgeber als Erinnerung schenken. Den idealen Drucker mit Papier kann man bequem in der Tasche mitnehmen.

Studium der Druck- und Medientechnik

Ein Studium der Druck- und Medientechnik ermöglicht die nötige Kompetenz zur Leitung einer Druckerei. In dieser Fachrichtung wird der komplette Ablauf der Textproduktion, mit Bild und Audio gelehrt. Der Fachbereich Druck- und Medientechnik umfasst die Verarbeitung von Druck- und audiovisuellen Medien. Das Master Studium beinhaltet ingenieurwissenschaftliches Wissen. Druck- und Medientechniker finden ihr zukünftiges Aufgabengebiet in der Druckproduktion, in Filmstudios oder Verlagshäusern.

Berlin ist bekannt durch Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften. Das Studentenwerk Berlin vermittelt Heimplätze. In den meisten Fällen sind Wohngemeinschaften die günstigsten Varianten. In den ersten drei Semestern wird das Fachwissen erweitert und auf Anwendungsfelder platziert. Werbeagenturen und Verlage sind an dieser Stelle von Interesse. In Workshops werden Fachkompetenzen und fachliche Qualifikationen aufgebaut. Unternehmensführung ist ein sehr bedeutender Wissenszweig, denn wenn ein Betrieb keine gute Geschäftsführung aufweist, ist dieser zum Untergang verurteilt. Die zukunftsweisende Entwicklung des Unternehmens ist ein Schwerpunkt. Um mit der Zeit zu gehen, müssen auch Forschungsprojekte durchgeführt werden.

Stufen des Studiums

Das 1. Semester ist in Modulen unterteilt. Es beginnt mit Technologie und Innovation Druck. Das zweite Modul bietet Management von Medienprojekten an. Danach folgen Lehr- und Lernkonzepte mit quantitativen Forschungsmethoden. Diese Branche ist auf Praxisnähe bezogen. Betriebliche Experten werden als Dozenten eingesetzt und bringen somit auch aktuelle Probleme in den Lehrstoff. Lehrveranstaltungen zu Forschungs- und Entwicklungsthemen bezogen auf das Studienfach vervollständigen die Ausbildung. Die Studenten lernen die Grundlage der Modellierung, um dann einige Modellbeispiele selbst zu entwickeln. Die Studenten lernen strategisches und operatives Self-Marketing, Thema eBooks, Design und Mediendidaktik. Weiterhin werden moderne Printtechnologien entwickelt. Die technische Hochschule in Berlin umfasst ca. 9000 Studenten. Berlin zählt zu den wichtigsten Medienstandorten Deutschlands. Drei Bereiche sind die Hauptpunkte des Studiums, und zwar Druck- und Weiterverarbeitung von der Werkstattkunde bis zur vernetzten Druckerei. Dann folgt die Medientechnik vom Bildschirmdesign bis zur Betriebswirtschaftslehre. Die Angebotskalkulation bis zur Entwicklung Marketingkonzepte ist ebenfalls ein Schwerpunkt des Studiums. In Berlin wird viel Wert auf das Studium in der Praxis gegeben, was in dieser Branche von großer Wichtigkeit ist.

Wichtige Themen für den Studenten

Es bieten sich berufliche Perspektiven in der Planung, Organisation und Weiterentwicklung technologischer Prozesse in der Herstellung von Druck- und Verpackungsobjekten. Redaktionen, Vertrieb und Marketing im Bereich Medien und Kommunikation bieten interessante Berufschancen. Es werden praktische Übungen in den Laboren der Drucktechnik, Apple- und PC-Laboren durchgeführt. Die Möglichkeit eines Fernstudiums besteht in dieser Branche. Der Schwerpunkt liegt hier auf Multimediaprojekte, die in technischer wie auch gestalterischer Hinsicht entwickelt werden. Praxisseminare müssen ebenfalls absolviert werden. Kurz dargestellt, Text, Bild, Ton und Video müssen digital verarbeitet werden.

Webseiten müssen erstellt werden und Internetpräsentationen für verschiedene Firmen. Themen wie Medienunternehmen, der kaufmännische Bereich, Marketing, Event- und Produktmanagement, PR-Abteilungen und mittelständische Unternehmen sind als Studiengrundlage anzusehen. Die Unternehmensführung und Unternehmensentwicklung sind in dem Studienzweig Druck und Medien von äußerster Wichtigkeit. Die Forschung und Entwicklung in den Branchen Medien und Druck sind ebenfalls Lehrfächer, die in der Praxis nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Fundiertes Wissen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien ist wichtig für die Weiterentwicklung. Zeitungsproduktion und Redaktionssysteme gehören eng zu dem Studienzweig.

Sicherheitsdruckerei

Sicherheitsdruckereien garantieren einen Schutz ihrer Druckergebnisse vor Fälschungen. Sie haben die Berechtigung, Geld zu drucken. Die Euronote verfügt zum Beispiel über 50 Sicherheitsmerkmale. Diese Berechtigung ist geheim, und wahrscheinlich hat nur eine einzige Druckerei im Lande diese Erlaubnis. Unser Geld wird nicht auf Papier bedruckt, sondern auf einen Bedruckstoff aus Baumwolle. Der Geldschein leuchtet im UV-Licht. Das dürfte jedem Bürger bekannt sein. Über viele Merkmale ist das Geheimnis der Entdeckung nie gelüftet worden. Interessant ist, dass die Geldscheine nicht gedruckt, sondern geprägt werden.

Die Geldfälscher sind nicht zu unterschätzen. Aus diesem Grunde werden immer neue Verfahren und Techniken erforscht, die die Echtheit des Geldes bestätigen. Nicht nur Geld wird gefälscht, auch Führerscheine oder andere Dokumente. Der Kampf gegen die Fälscher ist ständig. Man muss den Fälschern immer einen Schritt voraus sein. Gefälschte Etiketten, Briefmarken, Steuermarken oder Zertifikate würden überhandnehmen, wenn nicht die Sicherheitsdruckereien in Zusammenarbeit mit Papierherstellern dieses erschweren. Mit sichtbaren oder auch unsichtbaren Fasern, Beschichtungen, die mit Phosphor bearbeitet wurden, werden Lösungen erarbeitet. Rubbellose oder Briefmarkenpapiere sind auch sehr beliebt bei Fälschern.

Kunden der Sicherheitsdruckereien

Diese Druckereien haben unter anderem auch einen besonderen Kundenstamm, der auf die sicheren Druckerzeugnisse vertraut. ISO Zertifikate können diese Unternehmen jederzeit vorweisen. Folien und Hologramme werden gern zur Sicherung der Druckerzeugnisse eingesetzt. Die Sicherheitsmerkmale, die unterschiedlich zum Schutz der Produkte angewandt werden, werden allgemein Sicherheitsgestaltung genannt. Darüber hinaus werden Sicherheitsfäden in manchen Produkten angebracht. Sicherheitsfarben kommen auch zum Einsatz. Die Sicherheitsdruckereien sind organisiert. Intergraf nennt sich die Organisation, European Federation for Print and Digital Communication. Der Sitz ist in Brüssel. Die gedruckten Banknoten müssen einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden. Der Test dauert ca. vier Stunden und beansprucht die Banknoten so, als wenn diese unter extremen Bedingungen einige Jahre im Umlauf sind. Die zum Test gewählten Banknoten werden zerknittert, stark beschmutzt, mit nassem Vlies groben Behandlungen ausgesetzt.

Auf dem Markt ist der Rollenschneider mit Registerschnitt nach Wasserzeichen. Der Schneidmarkensensor bewirkt, dass der Schnitt nach definierten Schnittmarken erfolgt. Ein Kamerasystem arbeitet im Durchlichtverfahren. Der Rollenschneider kann nun nach Schnittmarken im Durchlicht oder gezielt nach Wasserzeichen schneiden. Eine systematische Planung und gezielte Verbesserung der Produktionssysteme müssen ständig wiederholt werden. Die Sicherheitsdruckereien arbeiten mit Partnern zusammen, um gemeinsam Lösungen zur Schutz vor Fälschern zu entwickeln.

Sicherheitsmerkmale

Die bekanntesten Sicherheitsmerkmale für unser Geld ist das Wasserzeichen. UV-Reaktive Farben sind nicht gleich zu erkennen. Durch eine UV-Lampe ist die Überprüfung sehr leicht. Das Aufprägen von Folien ist sofort erkennbar. Leider ist das Fälschen durch diese Eigenschaft auch leicht, allerdings mit viel Aufwand. Hologramme sind Abbilder, bei dem ein Interferenzmuster aufgezeichnet wird, welches nachher ein Abbild des Objektes ermöglicht. Die Fälschungen sind hier sehr erschwert. Barcodes werden bei Konsumgütern eingesetzt. Die zertifizierte Druckerei entwickelt Sicherheitsvorrichtungen für Fahrscheine, Parktickets, Lotteriequittungen und Chipkarten. Radierbare Farben werden verwendet, hier fehlt nach der Manipulation die feine Reliefstruktur im Hintergrund. Individuelle Prägewerkzeuge können Logos mit einer speziellen Hologrammfolie als Holomark prägen. Variable Farben wechseln bei Änderung des Betrachtungswinkels oder durch eine Prüffolie die Farbigkeit. Die Mitarbeiter der Sicherheitsdruckereien werden genauestens überprüft. Die relevanten Dokumente und Druckplatten werden sicher gelagert.

Drucklackierungen – Schutz und Veredelung von Drucken

Es gibt zahlreche Gründe, ein Druckwerk durch eine Lackierung zu veredeln. Zwar wird so die Produktion aufwändiger, dafür das Ergebnis aber auch deutlich wertiger. War bis vor wenigen Jahren die Lackierung eines Drucks vor allem dem traditionellen Offsetdruck in der Druckerei vorbehalten, so findet man inzwischen auch Lackierungen im hochpreisigen Digitaldruck.

Sinn und Zweck von Lackierungen

Durch die Lackierung eines Druckwerks entsteht ein sehr hochwertiger Eindruck. Hierbei ist es möglich, einem matten Trägerpapier und Motiv einen glänzenden Charakter zu verleihen. Allerdings ist dies auch umgekehrt möglich. Soll vor allem das Motiv hervorstechen, kann der Rest des Trägerpapiers durch Anwendung eines matteren Lacks entsprechend abschattiert werden. Es ist hierbei auch möglich, nur Teile eines Drucks zu lackieren, um eine besonders starke Hervorhebung zu erzielen.

Neben den rein optischen Effekten hat die Drucklackierung aber auch einen sehr praktischen Nutzen. Denn durch eine robuste Lackschicht werden Papier und Motiv vor mechanischer Beschädigung geschützt. Kommt ein Druck also häufig mit mechanischen Beanspruchungen in Berührung, soll aber seinen hochwertigen Charakter behalten, ist eine Lackierung empfehlenswert.

Im Digitaldruck werden Drucklackierungen vor allem bei hochwertigen Fotodruckern angewandt. So erhalten die gedruckten Motive eine größere Farbtiefe und vermitteln einen hochwertigeren Eindruck. Zudem bleicht die oft auf einfachen Farben basierende Tinte mit einer Lackierung nicht so schnell aus.

Neben Lackierungen, die der Veredelung dienen, gibt es auch Lacke zu anderen Einsatzzwecken. So ist die Lackierung eine gute Möglichkeit, Sicherheitskennzeichen auf Papier anzubringen, dessen Echtheit nachprüfbar sein muss. In der Werbung kommen vor allem in hochwertigen Zeitschriften Duftlacke zum Einsatz. Bei diesen werden Duftkapseln auf das Papier lackiert. Wird das Papier gerieben, wird ein Teil der Duftkapseln zerstört. Auf diese Weise können beispielsweise Parfums, Kosmetika und Lebensmittel mittels eines dann freigesetzten Duftes beworben werden. Auch metallisch wirkende Glanzeffekte können durch eine Lackierung erzielt werden. Dazu werden auf dem Druckbild Lacke aufgetragen, die Metallpartikel enthalten und so für einen entsprechend schimmernden Effekt sorgen.

Verschiedene Lacke mit unterschiedlichen Ansprüchen

Relativ neu sind Dispersionslackierungen von Druckwerken. Hierbei wird ein auf Wasser basierender Lack in einer oder mehreren Schichten auf das Motiv aufgebracht. Die Trocknung ist aufgrund des Wassergehalts im Lack aufwändig und erfolgt in der Regel über an der Druckmaschine angebrachte Infrarot-Trockner. Eine Dispersionslackierung schützt sehr gut gegen Ausbleichen. Zudem sorgt sie für eine angenehme weiche Haptik des fertigen Druckwerks.
Der klassische Lackdruck erfolgt mit einem Öldrucklack. Bei dieser Technik wird der Lack wie eine herkömmliche Farbe übertragen. Auch hier lassen sich durch punktuellen Druck und Rasterung Hervorhebungen und unterschiedliche Abstufungen im Glanz erzielen.

Eine Weiterentwicklung des Öldrucklacks sind Drucklackierungen im Drip-Off-Verfahren. Hierbei werden nur Teile des Druckbildes mit Öldrucklack behandelt. In einem zweiten Arbeitsgang erfolgt eine zusätzliche Lackierung mit einem Hochglanz-Dispersionslack. Dieser perlt an allen geölten Bereich ab. So entsteht ein besonders starker und hochwertig wirkender Kontrast zwischen verschiedenen Bereichen des Druckbildes.

Besonders widerstandfähig und hochglänzend wird eine Lackierung, wenn sie mittels einer UV-Lackierung erfolgt. Diese Lacke müssen mit speziellen UV-Trocknern gehärtet werden, weswegen diese Drucktechnik als sehr energieaufwändig gilt. Mittels dieser Technik ist es möglich, auch schwierige Untergründe wie Folien und Kunststoff zu bedrucken.

Die richtige Kombination: Farben im Druck

Die richtige Farbwahl im Druck ermöglicht großartige und aussagekräftige Ergebnisse. Die falsche Farbwahl im Druck erzeugt allerdings Kombinationen, die sehr schnell anstrengend und unschön wirken. Damit die Kombination von Farben nicht nur harmoniert, sondern auch die Aussage des Druckwerks passend unterstützt, sind vor der Farbwahl also ein paar Überlegungen notwendig.

Warum Farben zueinander passen

Die Frage, wie Farben wirken und welche Farbkombinationen auf Menschen einen Eindruck hinterlassen, beschäftigt Künstler und Wissenschaftler schon einige hundert Jahre. Im Lauf der Zeit entstanden hierzu einige Theorien mit zugehörigen Farbkreisen, Tabellen und Aussagen, was denn nun eine Farbe genau für eine Wirkung habe. All diesen Anstrengungen liegt ein gemeinsames Ziel zugrunde: Das menschliche Empfinden für Schönheit, Harmonie und Ästhetik zu verstehen.

Einer der bekanntesten Farbkreise ist der Farbkreis nach Johannes Itten. Seine Farbenlehre aus dem Jahr 1961 gilt zwar als sehr schematisch, kann aber aufgrund ihrer Einfachheit auch von Laien gut angewendet werden. Die Farben sind hier als Spektrum kreisförmig angeordnet, ausgehend von den Grundfarben Blau, Rot und Gelb im Zentrum des Kreises. Durch die Wahl von schematischen Farbkombinationen sollen bestimmte Wirkungen erzeugt werden.

Analog, komplementär, Dreiklang, Vierklang  –  die wichtigsten Farbkombinationen

Stehen sich zwei Farben im Farbkreis gegenüber, bezeichnet man sie als komplementär zueinander. Durch den starken Kontrast der Farben wird eine äußerst dynamische Wirkung beim Betrachter erzeugt. Die Gefahr dieses starken Kontrastes besteht jedoch darin, dass durch eine zu starke Nutzung ein sehr unruhiges Gesamtbild entsteht, das dann eher abstoßend oder anstrengend wirken kann.

Teilkomplementäre Farbkombinationen orientieren sich an einer Farbe und den Nachbarn ihrer Komplementärfarbe. Auch hier wird eine starke Dynamik vermittelt – dem Gesamtbild wird durch den geringeren Kontrast aber etwas von seiner inneren Spannung genommen.

Als sehr harmonisch wird der Farbdreiklang empfunden. Hier werden drei Farben gewählt, die auf dem Farbkreis gleich weit voneinander entfernt liegen. Da immer noch deutliche Kontraste zwischen den Farben herrschen, ist auch hier das Ergebnis von hoher Eigendynamik. Allerdings wird dabei auch bei großzügigerer Verwendung von Farbflächen deutlich weniger Unruhe erzeugt.

Beim Farbvierklang kommen zwei Farben und ihre Komplementärfarben zum Einsatz. Um hier das Aug nicht zu überfordern, sollte nur eine der Farben dominant eingesetzt werden. Die anderen drei Farben dienen nur zur Unterstützung.

Bei der Wahl eines analogen Farbschemas werden nur zwei Farben verwendet, die auf dem Farbkreis benachbart sind. Damit entsteht ein sehr ruhiges, harmonisches Farbbild. Auch hier ist es sinnvoll, eine der Farben verstärkt einzusetzen und die zweite Farbe eher als Akzent zu verwenden.

Welche Farbe hat welche Wirkung?

Mit Farben werden immer auch Eigenschaften assoziiert. Allerdings schwanken diese Assoziationen, hier hängt viel am Erfahrungsschatz und am kulturellen Hintergrund des Betrachters. So ist im europäischen Raum Weiß in der Regel eine Farbe, die mit Reinheit, Unschuld und Unschuld in Verbindung gebracht wird. In einigen anderen Kulturkreisen ist sie das ultimative Symbol für Trauer und Tod. Hellere Farben stehen grundsätzlich für etwas Lebhaftes, dunklere und gedeckte Farbtöne mildern dies deutlich ab. Einige Assoziationen, wie beispielsweise Rot als Farbe der Liebe, sind jedoch recht allgemeingültig.

Unterschiedliche Farbmodelle

Etwas verwirrend für Laien sind oft die unterschiedlichen Farbmodelle, die im Druck zum Einsatz kommen. Computerbildschirme arbeiten mit einem Farbmodell namens RGB. Hierbei werden die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau miteinander vermischt, um weitere Farbschattierungen zu erzeugen. Ist keine der drei Farben vorhanden, ist Schwarz das Ergebnis. Sind alle drei Farben maximal vorhanden, ist das Ergebnis weiß.

Im Druck ist das vorherrschende Farbmodell CMYK. Hierbei werden die Farben Cyan, Magenta und Gelb zusammen mit der Kontrastfarbe Schwarz verwendet, um Farben darzustellen. Da die Farbmodelle RGB und CMYK auf unterschiedliche Weisen Farben beschreiben und auch nicht den exakt selben Farbraum abdecken, kann es bei der Umwandlung im Druck zu Abweichungen kommen.

Drucken für die (alte) Kunst: Holzschnitt, Linolschnitt und Monotypie

Der Druck von Schnitten gehört zu den ältesten Drucktechniken überhaupt. Mit der Erfindung des Papiers in China ging die Entwicklung von ersten Drucken einher. Hierbei wurde allerdings oft Stein als Material für die Anfertigung eines Stempels verwendet. Erste Holzschnitt lassen sich auf etwa 705 n. Chr. datieren. Die Entwicklung in Europa erfolgt erst später, da hier die Entdeckung des Papiers als Massenmedium für Schrift und Druck erst im 14. Jahrhundert geschaffen wurde. Mit dem beginnenden Buchdruck erlebte der Holzschnitt als einfache Möglichkeit zur Reproduktion von Texten und Bildern hier eine erste Hochzeit. Durch die Einführung beweglicher Lettern im Druck durch Gutenberg nahm seine Bedeutung jedoch wieder ab. Einen zweiten Durchbruch für den Holzschnitt erlebte der Holzschnitt zu Ende des 15. Jahrhunderts. Die Illustrationen des Nürnberger Künstlers Albrecht Dürer fanden in ganz Europa Abnehmer und die entsprechende Anerkennung.

Abgelöst wurde der Holzschnitt dann von Kupferstichen und Radierungen, da diese erheblich filigranere Darstellungen zuließen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Holschnitt aber wieder einen festen Platz in der europäischen Kunst. Ausgelöst wurde die Wiederentdeckung dieser alten Drucktechnik durch zahlreiche japanische Grafiken, die mit der Öffnung des Landes nach 1867 in den Westen gelangten.

Linolschnitt als moderne Variante

Das um 1860 entwickelte Linoleum wurde schnell nicht nur als Belag für strapazierte Fußböden, sondern auch als ideale Ergänzung zu Holz entdeckt. Denn das Material lässt sich mit Stech- und Schneidewerkzeugen vergleichsweise einfach bearbeiten und ist zudem günstig. Die beim Linolschnitt angewandte Technik ist ähnlich der des Holzschnittes: Das gewünschte Motiv wird mit Messern aus einer Platte spiegelverkehrt ausgeschnitten. Der eigentliche Druck erfolgt im Hochdruckverfahren. Hierbei wird das Trägermaterial mit Ölfarbe bestrichen. Der Druck auf ein Blatt erfolgt durch Auflegen und anschließendes Pressen. Da Linoleum elastischer als Holz ist, muss beim Linolschnitt nicht unbedingt eine Presse oder ein Falzbein für die Übertragung der Farbe verwendet werden.

Eigenschaften von Linol- und Holzschnitten

Sowohl Linol- als auch Holzschnitt sind von ihrer Anlage her einfarbig. Soll ein mehrfarbiges Motiv gedruckt werden, sind hierfür mindestens zwei Druckplatten mit dem jeweiligen Farbanteil des gewünschten Motivs notwendig. Aufgrund der Beschaffenheit des Trägermaterials erlauben diese Drucktechniken eher grobe und flächige Motive. Sowohl der mechanische Aufbau der Druckplatte als auch das Druckverfahren selbst sprechen gegen allzu filigrane Motive. Allerdings erhalten die Schnitte eben durch ihre Reduktion auf das Wesentliche ihrer Darstellung einen eigenen künstlerischen Reiz.

Sobald die Druckfarbe getrocknet ist, können Schnitte auch nachkoloriert werden. Diese im asiatischen Raum verbreitete Technik hat im 19. Jahrhundert auch in Europa Einzug gehalten und wird bis heute in der Kunst verwendet. Die Abnutzung von Holz und Linoleum beim Druck ist vergleichsweise gering. Dementsprechend sind Holz- und Linolschnitte reproduzierbar.

Drucken ohne feste Form: Monotypie

Auch bei der Monotypie wird das Motiv mittels Druck auf das Papier übertragen. Anders als bei den Schnitten wird die Vorlage jedoch nicht fest auf einem Träger verewigt. Bei der Monotypie malt der Künstler das gewünschte Motiv auf eine glatte Platte aus Glas, Metall oder Acryl. Wird das Trägerpapier aufgebracht und festgedrückt, überträgt sich das Motiv. Da diese Methode nicht zerstörungsfrei arbeitet, entstehen bei der Monotypie nicht reproduzierbare Einzelstücke.
Auch hier gilt die Druckerpresse als ideales Werkzeug, um ein Motiv gleichmäßig zu übertragen. Wie in den ursprünglichen Übertragungstechniken für den Holzschnitt ist aber auch ein Andrücken des Papiers mit einem Falzbein möglich.

Die richtige Schrift zur richtigen Aussage

Die Auswahl von passenden Schriftarten für einen Text ist sehr wichtig. Denn durch eine Schrift wird ein Text im Idealfall in seiner Aussage unterstützt. Werden unpassende Schriftarten gewählt, entsteht im schlimmsten Fall ein starker Widerspruch zwischen Inhalt und Erscheinungsbild des Texts – oder er wird unleserlich.

Für die unterschiedlichen Möglichkeiten, die richtige Schriftart für den Druck eines Dokuments zu wählen, gibt es zahlreiche Beispiele. Verkehrsschilder haben zum Beispiel meist eine sehr kurze Aussage, die in einem sehr geringen Zeitraum erfasst werden soll. Also sind die Texte sehr groß geschrieben, die verwendete Norm-Schrift kommt vollständig ohne Schnörkel aus. Müssten wir aber einen langen Text in einer solchen Schriftart lesen, würde dies recht schnell zu einem Ermüdungseffekt führen, weil eine solche Schrift uns keine Stütze für das Auge bei der Linienführung bietet. Schlägt man ein Buch oder eine Zeitung auf, in denen es ja meist viele Seiten zu lesen gilt, finden sich Schriftarten mit ganz anderen Eigenschaften. Diese unterstützen durch ihre Optik den Lesefluss und sorgen so für eine entspannte Aufnahme auch großer Mengen an Informationen.

Weniger Auswahl ist besser

Auch wenn inzwischen auf jedem Computer Dutzende oder gar Hunderte von Schriftarten zur Verfügung stehen – weniger ist hier eindeutig mehr. Denn durch den Einsatz zahlreicher Schriftarten in einem Dokument wird das Auge des Lesers stark von dem abgelenkt, was eigentlich zählen sollte: der Inhalt. Zudem passen nicht alle Schriften optisch problemlos zueinander. Wenn also Bereiche eines Textes hervorgehoben werden sollen, bieten andere Möglichkeiten der sogenannten Schriftauszeichnung deutlich weniger Fallstricke. Wirklich viele Schriftarten sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn ein deutlicher und sehr nachdrücklicher grafischer Effekt durch das Schriftbild ausdrücklich erwünscht ist.

Auf die Größe kommt es an

Eine sehr einfache Möglichkeit, um mit nur einer einzigen Schriftart deutliche Hervorhebungen zu schaffen, ist die Schriftgröße. Selbstverständlich sollte jeder Text im Ergebnis gut und möglichst ohne Anstrengung zu lesen sein. Um aber Zwischenüberschriften oder Abschnitte noch etwas stärker hervorzuheben, bietet es sich an, diese etwas größer als den Fließtext zu setzen. Auch für Zitate bietet sich diese Möglichkeit als einfacher Ansatz an, um sie optisch deutlich vom restlichen Text abzuheben. Bei Drucksachen, die auf derselben Entfernung wie ein Buch oder eine Zeitschrift gelesen werden, sollte sich die Schriftgröße im Bereich zwischen 9 und 14 Punkten belaufen. Kleinere Schriften sind schwer lesbar, größere Schriften ab 16 Punkten sollten Überschriften vorbehalten bleiben.

Die Varianten einer Schriftart nutzen

Auch mit den Varianten einer Schriftart lässt sich sehr schnell etwas typografische Abwechslung in den Druck bringen. Sollen Dinge besonders deutlich hervorgehoben werden, bietet es sich an, einen wichtigen Teil fett zu drucken. Das Auge des Lesers wird automatisch zu einem so auffälligen Element hingezogen und vom Einerlei eines immer gleichförmigen Schriftbildes abgelenkt. Auch die kursive, also schräg gestellte, Schriftweise verleiht einer Aussage zusätzliche Bedeutung. Diese Art der Gestaltung bietet sich allerdings eher für den Druck als für das Lesen am Bildschirm an. Denn aufgrund ihrer Vergleichsweise geringen Auflösung sind kursiv gestellte Schriften auf einem Monitor deutlich mühsamer lesbar als im Druck.

Farbe als weitere Alternative

Wer den höheren technischen Aufwand nicht scheut, kann zur Gliederung und Hervorhebung eines Textteils auch in den Farbtopf greifen. Selbstverständlich ist auch hier eine gewisse Vorsicht geboten. Denn neben der Gefahr, das Gesamtbild des Texts zu unruhig werden zu lassen, besteht auch hier die Gefahr einer verminderten Lesbarkeit. Je heller eine Farbe ist, desto geringer ist ihr Kontrast zu einem neutralen Untergrund. Deswegen bieten sich bei der Hervorhebung durch Farbe vor allem kräftige Farben an, die gut lesbar bleiben.

Rechtliche Aspekte nicht übersehen

Zahlreiche Schriftarten sind das Werk von Künstlern oder Typografen. Diese unterliegen teilweise einem Urheberrechtsschutz. Deswegen sollte nicht einfach jede Schriftart, die im Internet zu finden ist, ungefragt genutzt werden. Im Zweifelsfall ist auf der sicheren Seite, wer nur die mit gekaufter Software gelieferten Schriftarten verwendet. Bei irgendwo aufgegabelten Schriftarten kann sonst Ärger durch die Verletzung des Urheberrechts drohen.

Das Papier mit dem besonderen Effekt

Wer kennt ihn nicht, den Reiz der Transparentpapiere. Mit ihnen lassen sich in der Gestaltung die interessantesten Dinge anstellen. Nicht umsonst werden Transparentpapiere immer dann eingesetzt, wenn Visitenkarten, Einladungen, Geschäftsberichte, Glückwunsch- oder Speisekarten besonders edel und aufwendig erscheinen sollen. Deshalb wird das Transparentpapier oftmals auch, als „Papier mit Effekt“ bezeichnet. Dabei können Transparentpapiere zunächst in vielfältigster Form bearbeitet werden. Sie lassen sich stanzen, falzen, schneiden und sogar bohren. Bei besonders großem Gestaltungswillen sind auch Heißfolienprägungen und Filigranstanzungen möglich. Dabei versteht sich von selbst, dass sich auf Transparentpapier Illustrationen, Fotos, Schriften und andere Formen von Bildern auftragen lassen. Ganz klassisch, mit Farb- und Filzstiften, Tuschefüller und Pinseln, oder mittels Kopierern oder Laser- und Inkjetdruckern.

Besondere Materialeigenschaften, im Druck besonders effektvoll

Besonders interessant ist der Einsatz von Transparentpapier im Druck. Denn gerade hier lassen sich die besonderen Materialeigenschaften des Transparentpapiers nutzen. Mit Transparentpapieren kann man eben auffallen. Leicht hat man, mittels der schmeichlerischen Transparenz und besonderen Härte des Materials einen effektvollen Auftritt hingelegt. Mit einem Blick ins Internet lässt sich jedoch leicht feststellen, wie wenig über die „Bedruckbarkeit“ von Transparentpapier bekannt ist. Dabei ist es zunächst wichtig zu wissen, was die Beschaffenheit des Transparentpapiers ausmacht und worin es sich von normalem Papier unterscheidet. Grundmaterial sind dabei besonders ausgewählte Zellstoffe, deren Fasern im Herstellungsprozess anders verändert werden, als bei normalem Papier. Sie werden weniger beschnitten und gekürzt, sondern vielmehr gequetscht. Dadurch entsteht eine deutlich größere Faseroberfläche. Der Weißgrad nimmt im gleichen Maße ab, wie die Lichtdurchlässigkeit zunimmt. Allerdings schließen sich, durch diese Art Faserquetschung auch die Poren und Zwischenräume, die bei normalem Papier offen sind. Die Saugfähigkeit nimmt also ebenfalls deutlich ab, was bezüglich des Bedruckens von Transparentpapier eine besondere Herausforderung darstellt. Die aufgetragenen Farbpigmente benötigen einfach deutlich mehr Zeit oder Druckintensität, um in die Struktur des transparenten Papiers einzudringen.

Bei Druck auf Transparentpapier wichtig: richtige Farbe, richtige Feuchtigkeit, richtiges Klima

Der Bedrucker von Transparentpapier sollte deshalb, vor allem auf die richtige Druckfarbe, den Einsatz der richtigen Feuchtmittel und das richtige Klima in den Verarbeitungsräumen achten. Bezüglich der Druckfarbe ist es ratsam auf Folienfarben zu setzen. Diese Farben beinhalten keine Mineralöle und trocknen deshalb allein durch Luftsauerstoff. Diese, rein oxidativ trocknenden Farben erreichen eine perfekte Verbindung mit der komplizierten Oberfläche des Transparentpapiers. Insgesamt sollte allerdings auch auf einen ausreichenden Farbverbrauch geachtet werden. Der Feuchtigkeitsgrad der aufzutragenden Farben spielt dagegen vor allem im Offsetdruck eine große Rolle. Dabei gilt: der Umgang mit Feuchtwasserzusatzmitteln sollte sparsam, aber nicht zu sparsam sein. Wird zu wenig Wasser, mit dem falschen pH-Wert eingesetzt, können die Farbpigmente nicht in die Fasern eindringen. Bei Einsatz von zu viel Wasser kann das Papier beschädigt und in seiner Beschaffenheit irreversibel verändert werden. Dieselbe Vorsicht ist auch hinsichtlich der klimatischen Verhältnisse im Verarbeitungsraum notwendig. Die besondere Materialbeschaffenheit des Transparentpapiers beinhaltet auch eine spezielle Sensibilität gegenüber klimatischen Schwankungen. 50 bis 55 % relative Feuchte wird von den meisten Experten empfohlen. Ist es nicht möglich diese Konditionen zu gewährleisten, sollte das Material, nach Abschluss des Druckverfahrens in eine klimaschützende Umhüllung gegeben werden, um nachteilige Veränderungen des Transparentpapiers, wie mögliche Wellung oder Verspannung auszuschließen.

Besonders materialschonend: der wasserlose Offsetdruck

All diese Probleme lassen sich allerdings auch umgehen. Und zwar, mit dem Einsatz des so genannten wasserlosen Offsetdrucks. Dieser wird heute bereits in den meisten Fertigungsstätten angeboten und ist für die entsprechende Bearbeitung von Transparentpapier und anderer saugarmer Materialien besonders geeignet. Durch Verzicht auf Feuchtwasser wird die Trocknung mittels Luftsauerstoff unterstützt. Eine Verzögerung oder Verhinderung der Trocknung, durch den Einsatz von zu viel Wasser ist damit von vornherein ausgeschlossen. Bei Druckmotiven, ohne größeren Farbeinsatz ist diese Druckmethode besonders effektiv, weil materialschonend. Eine weitere Möglichkeit, wie aufgetragene Farben auf Transparentpapier trocknen, ist der Einsatz von UV-Licht. Allerdings sollte hier mit äußerster Vorsicht agiert werden, da die Einwirkung von Hitze besonders gefährlich für das Transparentpapier ist. Nicht so häufig, aber dann fatal genug ist die Entstehung von Ölabscheidungen, so genannten Fettflecken. Diese können den Druck vor allem dann beschädigen, wenn beide Seiten desselben Transparentpapiers bedruckt werden. In diesem Falle verhindert die Farbe der jeweils anderen Seite die Durchdringung der Fasern und schlägt somit auf die bearbeitete Seite zurück. Sollte das Transparentpapier also von beiden Seiten bedruckt werden, muss an den Stellen, an denen die wechselseitigen Farbschichten aufeinandertreffen mit besonderem Augenmerk begegnet werden.

Die Leidenschaft der Kleinverleger

In der Landschaft des deutschen Buchhandels tummeln sich, nach einer Erfassung des Statistischen Bundesamtes von 2014 über zweitausend Buchverlage, mit einem steuerbaren Jahresumsatz von 17.500 Euro. Diese brachten 2015 ganze 76.547 Erstauflagen und 12.959 Neuauflagen auf den Markt. Dabei erscheint der größte Teil dieser deutschsprachigen Neuveröffentlichungen keineswegs in den großen Publikumsverlagen, wie Bertelsmann oder Holtzbrinck. Vielmehr zeichnen sich vorwiegend die kleineren unabhängigen Verlage verantwortlich, wenn es um die Herstellung von besonderen Gedichtbänden, Fachbüchern, Fotobänden oder Büchern für spezielle Interessen geht. Dabei wird deutlich, dass trotz der stagnierenden Umsätze und stetig zunehmenden Konzentrationsprozesse in der Buchbranche die kulturelle Vielfalt wächst. Der deutsche Buchhandel bleibt kleinteilig strukturiert und steht und fällt mit der Kreativität und Leidenschaft seiner Kleinverleger. Diese verzeichnet in den vergangenen fünf Jahren eine überraschende Welle an Neugründungen. Darauf klebt oftmals das Etikett „Independent“ oder auch „Indie-Verlag“. Darunter sind dann Verlage zu verstehen, die nicht unter dem Dach eines großen Konzerns arbeiten. In den meisten Fällen bieten diese Verlage ein Nischenprogramm an, welches sich nicht an den Bedürfnissen des Mainstreams ausrichtet.

Gnadenlose Enthusiasten realisieren Nischenprojekte

Wie viele unabhängige Verlage es letztlich in Deutschland gibt, ist schwer zu schätzen. 600 sind auf jeden Fall Mitglieder der IG Unabhängige Verlage des deutschen Buchhandels. Die Hälfte davon kann aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter und der geschäftlichen Orientierung als „Independent“ bezeichnet werden. Fast alle haben weniger als zehn Angestellte, die kleinsten sind klassische Ein-Mann- oder Ein-Frau-Betriebe. Dank Digital-Druck und den sozialen Medien als Werbetool ist es heute einfacher einen unabhängigen Verlag zu gründen. Doch diese Arbeit ist ein Vollzeitjob. Der Indie-Verleger muss seine Autoren selber finden, die Texte bearbeiten, sich für das richtige Design der Bücher entscheiden, den Vertrieb und auch die Lese-Auftritte organisieren. Dabei verdient er in den seltensten Fällen wirklich Geld, mit seinen Liebhaberprojekten. Das überleben nur gnadenlose Enthusiasten. Was bleibt? Independent-Verlage können, auch sehr aufwendige Nischenprojekte realisieren und sich Ideen leisten, die für die großen Schlachtschiffe der Branche nie in Frage kämen.

Sätze für die Ewigkeit

Ein gutes Beispiel sind die vier ehemaligen Erlanger Studenten Joseph Reinthaler, Laura Jacobi, Philip Krömer und Sebastian Frenzel. Im Oktober 2015 gründeten die jungen Germanisten und Buchwissenschaftler den „Homunculus“-Verlag. Ihr Motto: „Literatur für alle Zeit“. In ihrem Programm befinden sich momentan 13 Titel. Darunter neben E-Books und Hardcover-Schmuckausgaben auch sogenannte Non-Book-Stücke, wie ein literarisches Kartenspiel oder eine Tischdecke mit der Bayerischen Biergarten-Ordnung. 2016 konnten die vier Jungverleger den „IHK-Kulturpreis für Literatur“ gewinnen.

Ebenfalls, mit Independent-Etikett arbeiten Rasmus Schöll und Florian L. Arnold, die 2015 den Verlag Topalian & Milani gründeten. Unter ihrem Motto „Sätze für die Ewigkeit“ produzieren sie Auflagen im dreistelligen Bereich und sind schon froh, so Rasmus Schöll, „wenn wir eine schwarze Null schreiben.“

Beim Leser soll keine Nullachtfünfzehnliteratur landen. Florian L. Arnold beschreibt das so: „Wir verlegen Bücher nicht, wir machen sie. Weil wir an das Werk eines Autors glauben, weil wir an die Qualität des Buchdruckers glauben, weil wir der Überzeugung sind, dass gute Bücher nicht mit großen Werbebudgets erzeugt werden. Bücher entstehen durch den Geist des Schreibenden und die Kunst des Layouts und des Buchdrucks. Die Idee ist, für die Autoren zu kämpfen“.

Die Entdeckung von neuen Talenten und unbekannten Autoren

Ganz auf Comic stehen dagegen die beiden Berliner Kleinverlage „JaJa“ und „avant“. Der JaJa-Verlag wurde 2011 von der gebürtigen Erlangerin Anette Köhn gegründet und erhielt 2015 den V.O. Stomps Förderpreis der Stadt Mainz für ihr Engagement im Bereich der Kleinverlegerszene. Ihre liebevoll verlegten Comics verzeichneten Nominierungen und erhielten zahlreiche Preise. Neben Comics werden aber auch Kinderbücher, illustrierte Literatur, Sachbücher, Kochbücher und nicht in Schubladen steckbare Bücher verlegt. Dabei geht es um die Entdeckung von neuen Talenten und noch unbekannten Autoren. Ein Credo, welches sich auch der der avant-verlag aus Berlin verschrieben hat. Seit 15 Jahren veröffentlicht der Gründer und Verleger Johann Ulrich Comics und Graphic Novels europäischer Künstler. Dabei ist es ihm zu verdanken, dass zahlreiche Autorencomics aus dem Ausland in Deutschland zum ersten Mal veröffentlicht wurden.

Der Siebdruck – Liebling der Pop-Art-Kunst

Marilyn Monroe vielfach farbverfremdet, die Dosen von Campbell`s Tomato Soup oder der, den Colt ziehende Elvis Presley – mit diesen Motiven wurde Pop Art-Künstler Andy Warhol weltberühmt. Und mit ihm das Verfahren, mit dem er diese Bilder herstellte: der Siebdruck. Seit dieser Kunstepoche hat sich der Siebdruck zu einem legitimen künstlerischen Ausdrucksmittel entwickelt und ist bis heute eine Technik geblieben, derer sich viele zeitgenössische Künstler immer wieder bedienen. Weil die Technik des Siebdrucks ein vergleichsweise simpel zu handhabendes Verfahren ist, dass sich Künstler schnell aneignen können und, weil der Siebdruck künstlerisch vielfältig verwertbar ist, hat er die übrigen druckgraphischen Verfahren in der Kunst (wie zum Beispiel Lithographie, Flach-, Hoch- und Tiefdruck) mittlerweile in den Hintergrund treten lassen.

Eine Grundidee, so alt, wie die Menschheitsgeschichte

Stark vereinfacht, wird beim Siebdruck folgende Technik angewendet: aus Holz, Metall oder irgendeinem Kunststoff werden die Rahmen für die sogenannten „Siebe“ hergestellt. Das Sieb selbst, besteht häufig aus einem straff gespannten Polyester-Gewebe. Die entsprechenden Schablonen werden heute häufig fotografisch erstellt. Unter das, auf einem Tisch arretierte Sieb wird das zu bedruckende Material, wie zum Beispiel Papier oder Stoff positioniert und seine Stellung markiert. An einer Stelle des Siebs wird nun Farbe aufgetragen, durch eine sogenannte „Rakel“ gleichmäßig verteilt und dabei durch die offenen Stellen der Schablone auf das Untergrundmaterial gedruckt. Die Grundidee dieses Druckverfahrens ist wohl so alt, wie die ersten graphischen Darstellungen der Menschheit. Schon in prähistorischen Höhlen wurden menschliche Hände dargestellt, die als Schablonen an die Wand gehalten wurden, um sie danach mit Farbe durch ein Blasrohr zu übersprühen. Seitdem 6. Jahrhundert wurden dann in Japan und China Schablonen eingesetzt, um Stoffe zu bedrucken. Erst ab dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Japan die sogenannte Katazome-Technik, ebenfalls zum Färben von Textilien entwickelt. Dabei wurden zweilagige Schablonen aus Maulbeerbaum-Papier geschnitten. Innenstücke der Schablonen wurden mit Haaren oder Seidenfäden stabilisiert. Dadurch gelang es erstmals viele Details zu arretieren, ohne störende Stege auf dem Druckmotiv zu sehen. Durch die die Schablone wurde dann eine Reispaste gequetscht. Im getrockneten Zustand deckte diese die nicht einzufärbenden Stellen ab.

Die Kunst entdeckt die unendlichen Möglichkeiten des Siebdrucks

Diese Technik kam im Zuge der schrittweisen Öffnung der japanischen Gesellschaft und ihrer Teilnahme an der Weltausstellung Mitte des 19. Jahrhunderts auch nach Europa. Schnell entwickelte sich daraus das heute gebräuchliche Siebdruckverfahren. 1907 wurde in England das erste Patent dafür erteilt. Zur selben Zeit wurden die Pinsel (mit denen die Farbe ursprünglich aufgebracht wurde), durch den Gebrauch der Rakel ersetzt. In den 1930er Jahren entdeckten dann auch die Künstler und Gebrauchsgraphiker die junge Drucktechnik. Zunächst wurde sie in der boomenden Werbung, und dort vor allem in der Schilderproduktion eingesetzt. Nur kurze Zeit später begannen Künstler, die Möglichkeiten des Siebdrucks für sich zu entdecken.

Die sogenannte „Serigraphie“, wie der von Künstlern geschaffene Siebdruck auch genannt wird, entfaltete danach mehr und mehr ihr Potential und erlebte in den 1960er Jahren durch ihre Auseinandersetzung mit der Werbeästhetik, ihrer möglichen Einbindung von Fotos und Comic-Illustrationen sowie den Einsatz intensiver Farben ihren Höhepunkt. Die Popartkünstler gaben dem Siebdruck letztlich einen Inhalt, der sich mit technischer Vollkommenheit vereinigte. In den vergangenen Jahren erlebte der Siebdruck, als künstlerische Technik einen weiteren Aufschwung. Motive der Urban Culture und Street-Art haben Einzug in die Kunstszene gehalten und lassen sich – das beweisen die Ausstellungen in zahllosen Galerien – vor allem durch die Siebdrucktechnik auf das jeweilige Medium aufbringen. So hat beispielsweise der niederländische Künstler Lukas Julius Keijser für eine seiner Performances Duftstoffe Farben gemischt und damit per Siebdruck Blumenmotive dargestellt. Außerdem baute er eine Pop-Up-Fleischerei auf, in der er vegane Siebdrucke von Steaks und Würsten auf Recylingpappe verkauft wurden.

Die „Serigraphie“ und ihre Unterschiede zur Gebrauchsgraphik

Eine wirkliche Abgrenzung zwischen kommerzieller und künstlerischer Anwendung des Siebdrucks gab es nie. In den anderen Drucktechniken, wie Hoch-, Tief-, und Flachdruck gibt es zwischen industrieller und künstlerischer Verwendung hingegen signifikante Unterschiede in der drucktechnischen Realisierung. In der Vergangenheit wurde der Siebdruck im Kunsthandel deshalb als minderwertige Drucktechnik gesehen. Um den Anforderungen einer „Serigraphie“ gerecht zu werden, wurde gefordert, dass der Künstler sein Motiv per Hand auf das Sieb übertragen soll. Allerdings ließ sich dieser Anspruch nicht halten, da der Künstler in seinen Möglichkeiten zu stark eingeschränkt werden würde und darüber hinaus eine einfache Verletzung des Untergrundgewebes die vorherige künstlerische Arbeit zerstören würde. Von Künstlern, die ihre Siebdruckarbeiten, als „Serigraphien“, also künstlerische Werke eingeschätzt sehen wollen, sollten allerdings ein paar wichtige Regeln beachtet werden. Das jeweilige Motiv kann direkt auf das Sieb aufgetragen werden. Dabei ist die Zeichnung auf eine transparente Folie ebenso möglich, wie die Belichtung von Fotomaterial oder das Aufbringen von computergenerierten Graphiken und Illustrationen. Diese Filme oder Folien können fotografisch auf das Sieb kopiert werden. Allerdings soll die somit hergestellte Schablone nur für die Serigraphie verwendet werden, nicht aber für weitere Kopien, die dann als Werbung (zum Beispiel Ausstellungsplakate) verwendet werden. Vermieden werden, sollte in jedem Fall eine zu hohe Anzahl von Kopien (Bogenanzahl). Die Druckbögen sollten deshalb signiert und nummeriert werden. Der Einsatz von sogenannten Rasterdrucken ist nur dann zu empfehlen, wenn dies zur Umsetzung der künstlerischen Idee beiträgt. Unerwünschte Nachdrucke sollten verhindert werden, indem die Schablonen, wie Fotomaterial oder gezeichnete Kopiervorlagen nach dem Druck eliminiert werden. Die Ausdruckskraft und Einmaligkeit einer Serigraphie wird erhöht, wenn die Siebdruckgraphik nachbearbeitet wird. Mit Reliefruck, Lasuren, stärker deckende Farben, Irisdruck und weitere aufgetragene Materialschichten schöpft man die großen Möglichkeiten des Siebdruckverfahrens weiter aus.