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Visitenkartendruck – das Gesicht in der Geschäftswelt

Wir leben in einer Welt, in der das Papier immer weiter durch die digitalen Medien verdrängt wird. Der Kalender hängt nicht mehr an der Wand, sondern ist nur eine der vielen Funktionen unseres Smartphones und auch die E-Mail hat den Brief fast überflüssig werden lassen. Doch ein Stück Papier hat seine Präsenz und Wichtigkeit im Alltag nicht verloren – die Visitenkarte.

Ob als Werbung für die eigene Firma oder um sich selbst bei einem eventuell zukünftigen Arbeitgeber oder Kunden vorzustellen oder aber auch einfach zum Austausch der Kontaktdaten im geschäftlichen wie auch im privaten Bereich, eine eigene Visitenkarte ist essentiell.

Doch was macht eine gute Visitenkarte aus? Wann macht der Kunde den zweiten Blick und wann nicht? Oder wann ist der Kunde gar überfordert? Es stellt sich auch die Frage, mithilfe welcher Verfahren solche Karten erstellt werden und welches Papier dort zum Einsatz kommt?

Welches Papier ist am besten geeignet?

Die erste, wichtige Entscheidung, welche bei der Wahl der eigenen Visitenkarte getroffen werden muss, ist, auf welchem Papier die Kontaktdaten präsentiert werden sollen. Hier gibt es eine sehr breite Auswahl. Eine grundsätzliche Information, welche bei allen Arten von Papier angegeben wird, ist die Papierstärke. Um hier einen Vergleichswert bieten zu können, wird das Gewicht pro Quadratmeter angegeben (abgekürzt in g/qm). Prinzipiell erhöht sich mit dem Gewicht auch die Dicke und damit die Stabilität des Papiers. Allerdings ist nicht nur nach dieser Wert ausschlaggebend, da die verschiedenen Papierarten auch eine verschiedene „Grundstabilität“ aufweisen.

Doch welche Papierarten gibt es? Das wohl am häufigsten verwendete Material ist das Bilddruckpapier, welches auch kurz als Bilddruck bezeichnet wird. Dieses Papier tritt in zwei verschiedenen Formen auf. Einerseits in der glänzenden Version. Da das glänzende Material besonders oft für Massenkarten verwendet wird, kann es als etwas unseriöser angesehen werden, weshalb besonders auf die Dicke geachtet werden sollte. Für diesen Papiertyp sollte ein Wert von ca. 300 – 350 g/qm gewählt werden.

Wenn man sich für die meist etwas teurere, aber dadurch auch seriöser aussehende, matte Version entscheidet, sollte sich das Gewicht im Bereich von 300 – 400 g/qm bewegen. Auch hier, wie bei allen Papierarten, gilt, je dicker das Papier ist, umso stabiler und hochwertiger wirkt die Karte, weshalb man sich eher an den oberen Werten orientieren sollte.

Möchte man ein noch härteres Papier nutzen, sollte man zum Invercotekarton greifen. Das ist ein sehr stabiles Material: Ein hoch verdichteter Invercotekarton mit einer Dicke von 280 g/qm ist steifer als das 350 g/qm schwere Gegenstück aus Bilddruck. Beim Invercotekarton sollte die Dicke daher in einem Bereich zwischen 280 – 400 g/qm liegen.

Allerdings muss bei dem Papier besonders darauf geachtet werden, dass es in einer beidseitig gestrichenen, also matten Version vorliegt. Nichtgestrichene Seiten sind sonst sehr großporig, wodurch das Papier die Wirkung eines billigen Kartons bekommt.

Alternativ gibt es noch den Chromokarton. Dieser bringt den Nachteil mit sich, dass er sehr empfindlich gegenüber Tinte ist. Das heißt in der Praxis, falls man selbst etwas für den Kunden auf der Karte notieren möchte oder der zukünftige Geschäftspartner etwas darauf vermerken möchte, diese Notiz nicht mehr zu entziffern sein wird. Wenn man sich daran nicht stört, ist eine Hochglanz-Variante mit einer Stabilität von 280 – 300 g/qm zu empfehlen.

Häufig findet man in den Angeboten auch den Diplomatenkarton. Ein eher einfaches Material, welches häufig in den Visitenkartendruckern von Kaufhäusern zu finden ist. Hier sollte ein Wert von 246 – 300 g/qm verwendet werden.

Neben den hier vorgestellten, beliebtesten Papierarten für Visitenkarten, gibt es natürlich noch eine Vielzahl Weiterer, über welche Sie sich im Internet oder direkt im Druckfachgeschäft informieren können.

Visitenkarten die unters Papier gehen – Prägungsverfahren

Soll die Visitenkarte neben der optischen, auch auf der haptischen Ebene Eindruck machen, kann hierfür eine Prägung eingesetzt werden. Um die Business-Card in die 3. Dimension zu bringen, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Eine der Methoden ist die Blindprägung. Dabei wird mit einer Patrize (Prägestempel), das gewünschte Motiv in das Papier geprägt. Es kann sowohl eine Positive, also eine sich aus dem Papier erhebende, als auch eine Negative, also eine Vertiefung im Papier, realisiert werden. Die Bezeichnung „blind“ stammt daher, da bei der Prägung keine Farbstoffe zum Einsatz kommen und das Motiv nur durch das Spiel von Licht und Schatten und das Ertasten zu erkennen sind.

Bei der Heißfolienprägung ist das anders. Hier wird eine Folie mit dem gewünschten Motiv in das Papier gepresst. Häufig wird das Verfahren mit dem Blinddruck kombiniert, um den ausgewählten Textabschnitt noch mehr herausstechen zu lassen oder um das haptische Erlebnis zu verbessern.

Ein Verfahren, welches ebenfalls ein erfühlbares Ergebnis liefert, ist der Thermoreliefdruck. Dieser fällt nicht in den Bereich der Prägung, da nichts in das Papier gepresst wird und auch kein Abdruck auf der anderen Seite zu erkennen ist. Stattdessen wird ein Gemisch aus Farbe und einem Granulat auf die Karte aufgebracht. Beim Erhitzen mit einem Infrarot-Heizgerät verschmilzt die Farbe mit dem Granulat und dem Papier, wodurch eine Erhebung zustande kommt.

Zwischen Design und Information – Designtipps

Das Designen der Visitenkarte beginnt schon bei der Wahl des Formats. Es sollte unbedingt das Standardformat nämlich 55 x 85 mm verwendet werden. Denn wenn der zukünftige Besitzer der eigenen Visitenkarte diese erst knicken oder gar zuschneiden muss, um sie in die dafür vorgesehene Box oder Mappe zu stecken, hinterlässt das nicht den besten, ersten Eindruck.

Das Problem bei der Schriftart ist meist, dass man hierbei seine Kreativität zeigen möchte, die Daten aber trotzdem noch lesbar sein müssen. Die wichtigsten Daten sollten deshalb unbedingt in einer gut lesbaren Schrift gedruckt sein. Verschnörkelungen sollten nur punktuell eingesetzt werden. Auch zu grelle Farben sollten nur dann eingesetzt werden, wenn es wirklich zur Firma passt. Ansonsten können grelle Farben eher als anstrengend empfunden werden.

Die Daten müssen aufgrund des begrenzten Platzes gut ausgewählt werden, da die Visitenkarte sonst schnell überladen wirkt. Man sollte auf die klassischen Kontaktdaten zurückgreifen, also Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail und Website. Über die ausführlicheren Daten, wie Facebook oder Twitter, kann sich der Empfänger bei Interesse auch auf der Website oder auf einem Blog informieren.

Bei Business-Cards, welche auf eine bestimmte Person bezogen sind, können auch noch der Name und die Berufsbezeichnung abgedruckt werden.

Bei Firmen kann das Logo mit zur Gestaltung eingesetzt werden. Die Rückseite hingegen sollte unbedingt freigehalten werden, damit sich der Gegenüber wichtige Notizen direkt auf der Visitenkarte machen kann.

Plakat und Posterdruck

Plakat- und Posterdruck von Deko bis Werbung

Plakate und Poster finden an vielen Stellen ihren Einsatz, ob zur Wohnungsverschönerung oder um auf seine Firma oder ein geplantes Event hinzuweisen. Sie begegnen uns immer und überall im Alltag. Doch hinter einem solchen Plakat stecken viele Faktoren, über die man sich Gedanken machen sollte. Denn nur wenn das Gesamtpaket stimmt, kann auch der gewünschte Effekt beim Betrachter ausgelöst werden.

Natürlich spielt das Motiv eine entscheidende Rolle, doch es stellt sich auch die Frage, welches Papier für welchen Gebrauch am besten geeignet ist oder welche Formate es gibt, und wo diese Verwendung finden. Danach ist zudem zu klären, auf welche Elemente bei der Gestaltung Wert gelegt werden sollte. Welche Farben sind die beste Wahl? In welcher Auflösung entfaltet mein Meisterwerk oder das eines anderen seine volle Wirkung?

Wie groß kann das Poster oder Plakat werden? – Formate

Die erste Frage, die sich bei einem Poster oder Plakat stellt, ist die nach der Größe. So fällt die Gestaltung wesentlich leichter, wenn bereits bekannt ist, wie groß das spätere Bild werden soll. Die am meisten verbreiteten Größen sind die Standard-DIN-Formate. Das DIN A3-Format misst 297 x 420 mm und ist den meisten, beispielsweise noch aus dem Kunstunterricht, bekannt. Die anderen DIN-Formate haben jeweils die Maße 420 x 594 mm (A2), 594 x 841 mm (A1) und 841 x 1189 (A0). Manche Druckereien bieten zusätzlich Sondergrößen an und auch individuelle Formen sind gegen Aufpreis bei einigen online-Druckereien, aber auf jeden Fall bei der örtlichen Druckerei um die Ecke zu finden.

Bei der Auflösung muss darauf geachtet werden, dass für einen hochwertigen Druck ca. 60 Pixel pro Zentimeter erforderlich sind. Sollte das Bild also schon vorhanden sein und es wird nach der optimalen Größe gesucht, kann die vorhandene Pixelanzahl einfach durch 60 geteilt werden, um die Maximalgröße zu berechnen. So werden beispielsweise bei einer Kamera mit 18 Megapixeln 5184 x 3456 einzelne Pixel aufgezeichnet. Teilt man die Werte nun durch 60, erhält man eine optimale Größe von 86,4 x 57,6 Zentimetern. 60 Pixel oder mehr sind zwar der optimale Wert, doch man erhält noch bis ca. 25 Pixel pro Zentimeter eine annehmbare Druckqualität.

Der Blickfang auf der Straße – Designtipps

Nun zum kreativeren Teil – denn der Betrachter bleibt eher wegen des Inhalts und nicht aufgrund eines besonders hochwertigen Plakats stehen. Da Poster ja der Abdruck eines künstlerischen Werks sind, sollen sich die Gestaltungstipps eher auf Plakate beziehen, weil man mit einem Artikel kein Talent oder eine Designausbildung ersetzen kann. Allerdings ist es möglich, ein Plakat mit einigen Grundkenntnissen und einem Auge für Ästhetik zu gestalten.

Es sollte direkt zu Beginn das gewünschte Format eingestellt werden, weil ansonsten bei der späteren Umstellung alles gequetscht, beziehungsweise zu leer wirken könnte.

Als nächstes sollte das zukünftige Plakat schon einmal grob unterteilt werden. Eine Übersicht, welche Fläche später mit der Headline oder mit gewissen Bildern bedeckt werden sollen, kann sehr hilfreich sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man sich für das gesamte Plakat auf eine Schriftart festlegen sollte. Unterschiedliche Schriftarten sind auf einer so begrenzten Fläche nur sinnvoll, wenn sie optimal aufeinander abgestimmt sind und nicht zu viel „Unruhe“ in das Gesamtbild bringen. Natürlich kann die Schriftgröße oder -art, zum Beispiel mit der Funktion des Fettdrucks, variiert werden, um Akzente zu setzen.

Bei der Farbwahl sollte man sich auf zwei Hauptfarben beschränken, weil das Plakat sonst zu unübersichtlich wirkt und der Konsument, wenn er schnell darüber schaut, den Inhalt nicht erfassen kann. Bei modernen Plakaten hat es sich durchgesetzt, eine Hauptfarbe zu verwenden, welche das Bild dominiert und eine Weitere nur punktuell einzusetzen, um damit den Blick des Betrachters zu lenken.

Alle wichtigen Informationen sollten unbedingt etwas Abstand zu dem jeweiligen Rand haben, da einerseits die Schnittstelle um einige Millimeter variieren kann und ein optischer Rand auch gut aussieht. Als abschließender Tipp kann man außerdem empfehlen, einen Probedruck am heimischen Computer durchzuführen. Sofern die kleine Version aus der Nähe gut aussieht, wird das in der Regel auch die Große mit etwas Abstand tun.

Gute Message – Gutes Material – Papierarten

Nachdem nun das Format und der Inhalt des Plakates, beziehungsweise des Posters, klar sind, muss man sich nur noch für das richtige Papier entscheiden. Ein Papier, welches häufig eingesetzt wird, ist das Bilddruckpapier, auch als Fotopapier bezeichnet. Dieses Papier ist besonders für Poster geeignet, da die Druckfarbe nicht gut aufgesaugt wird, wodurch die Konturen und Übergänge (Halbtöne) besonders scharf sind. In der Regel wird dieses Papier in zwei Formen angeboten: einerseits in der glänzenden Variante, welche beispielsweise auch für Flyer in der Tageszeitung verwendet wird, andererseits in der matten Version. Das Bilddruckpapier ist allerdings eher im Indoor-Bereich zu verwenden, weil es ohne zusätzliche Beschichtung nicht sehr wetterbeständig ist.

Besonders gut geeignet für die Außenplakatierung, ist das Affichenpapier. Dieses Papier findet man auch unter dem Namen Blaurückenpapier, was daherkommt, dass die Rückseite des Plakats farbig und meistens blau ist, um ein Durchschimmern der darunterliegenden Schicht zu verhindern. Die andere Seite, also die Vorderseite, ist matt gestrichen. Da das Papier für die Außenwerbung gedacht ist, besitzt es eine besonders gute Wetterfestigkeit und UV-Beständigkeit.

Ebenfalls für die Außenwerbung geeignet, ist das Latexpapier. Das Papier wird mehrfach in ein Latex Bad getaucht, wodurch es besonders wasserabweisend ist.

Zudem soll noch das Verfahren der UV-Lackierung erwähnt werden, mit welchem wetterfestes Material auch vor dem Ausbleichen durch Sonneneinstrahlung geschützt werden kann.

Und was fehlt noch?

Zusätzlich zu den hier vorgestellten, beliebtesten Papierformaten im Plakat- und Posterdruck, werden in einigen Sortimenten besondere Papierformen angeboten, beziehungsweise das Papier noch einer besonderen Behandlung unterzogen, wodurch es andere Eigenschaften erhält. Deshalb lohnt es sich, sich auf der Website der Wahl oder in der Druckerei vor Ort über das genaue Angebot zu informieren.

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Kalenderdruck – Der tägliche Begleiter

Er ist ein Dekoelement und ein täglicher Begleiter für uns. Er hängt an der Wohnungswand, in der Firma und viele tragen ihn auch tagtäglich bei sich. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Formen, mit einem weisen Spruch für jeden Tag, mit den eigenen Urlaubsbildern oder einfach nur mit viel Platz, um etwas hinein zu schreiben. – Gemeint ist hier natürlich der Kalender.

In den letzten Jahren ist es auf Grund des großen online-Angebots immer beliebter geworden, sich Kalender mit den eigenen Bildern selbst drucken zu lassen. Doch wo liegen die Unterschiede? Was steht hinter welchem Druckverfahren? Welches Papier ist für welchen Kalender am besten geeignet? Und welche Arten von Kalendern gibt es überhaupt?

Kalenderformate jeder Art

Das Spektrum der Formate im Bereich der Kalender ist sehr breit aufgestellt. Deswegen soll erstmal ein grober Überblick über die beliebtesten und verbreiteten Kalenderarten gegeben werden. Die Version, welche man wohl in jedem Haushalt mindestens einmal findet, ist der Wandkalender. Der Wandkalender ist derjenige, welcher für jeden Monat oder auch jede Woche ein eigenes Kalenderblatt besitzt. Üblicherweise ist er in einem DIN A4-Format oder, wenn der dekorative Effekt im Vordergrund steht, auch in DIN A3-Format gedruckt.

Der Monatskalender ist häufig in Büros zu finden. Hinter diesem Begriff versteckt sich ein Kalender, welcher 3 Monate anzeigt und meist einen verschiebbaren Plastikstreifen hat, mit dem der aktuelle Tag eingestellt werden kann (Datumschieber). Der Kalender ist meist in einer Ein- (300 x 490 mm/300 x 560 mm) und Mehrblatt (330 x 700 mm/330 x 900 mm) -Variante zu finden.

Auf einem Jahreskalender wird, wie der Name schon suggeriert, dass ganze Jahr auf einer einzigen Seite abgedruckt (DIN A0/A1/A2/A3/B1/B2).
Der Begriff Taschenkalender erfordert eigentlich keine weitere Beschreibung (55 x 85 mm).

Die letzte Variante ist der Tischkalender. Während der normale Tischkalender meist einen Monat anzeigt (297 x 105 mm), versteckt sich hinter dem Begriff mini-Tischkalender (95 x 198 mm) meist ein Monatskalender, der auf den Tisch gestellt werden kann.

Technische Hintergründe zu den Bildern und Fotos

Möchte man einen individuellen Kalender mit eigenen Fotos gestalten, gibt es einige Punkte zu beachten. Damit das Bild später nicht verschwommen erscheint, ist die Pixelanzahl pro Inch (1 Inch = 2.54 cm), also wie viele einzelne Bildpunkte sich auf einem gewissen Abstand befinden, wichtig. Die optimale Auflösung beträgt ca. 300 dpi. Natürlich kann auch eine kleinere Auflösung gewählt werden. Allerdings sollte ein Wert von 200 dpi nicht unterschritten werden. Die Pixelanzahl sollte auch nicht mithilfe eines Programms künstlich erhöht werden. Dadurch werden zusätzliche Pixel „erfunden“ und die Qualität des Bildes verschlechtert sich. Daher ist es empfehlenswert, Bilder optimaler Weise immer in der bestmöglichen Auflösung aufzunehmen.

Druckarten: Digitaldruck oder Fotodruck

Prinzipiell wird zwischen drei Druckverfahren unterschieden. Das Erste ist der sogenannte Digitaldruck. Dieses Verfahren stellt die preisgünstige Variante da. Die Bildqualität des Endprodukts hat zwar in den letzten Jahren stark zugenommen, doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass das Bild aus kleinen Punkten besteht.

Das ist eine Folge daraus, dass der Digitaldruck auf dem Rasterdruck basiert. Bei diesem Druckverfahren gibt es nur eine begrenzte Farbauswahl, nämlich Gelb, Magenta, Blau und Schwarz. Um trotzdem die komplette Farbpalette abdecken zu können, werden kleine Punkte der Farben übereinander abgedruckt.

Das Druckverfahren besitzt seine Stärken eher im Darstellen von Texten.

Das edle Pendant dazu ist der Fotodruck. Aufgrund des höheren Aufwands ist dieser aber auch meist teurer. Bei dem Verfahren wird, wie bei einem echten Fotoabzug, Fotopapier belichtet und entwickelt, wodurch eine sehr gute Farbqualität erreicht werden kann. Dadurch sind auch bei näherer Betrachtung keinerlei Punkte zu erkennen. Allerdings können Texte hier leicht unscharf werden.

Die beste Methode, um eine große Stückzahl herzustellen, ist der Offsetdruck. Hierbei handelt es sich um ein indirektes Druckverfahren, das eine gleichbleibende Qualität garantiert. Indirekt bedeutet hier, dass es keinen direkten Berührungspunkt zwischen der Druckplatte und dem zu bedruckenden Stoff gibt. Stattdessen überträgt die Druckwalze das Bild zunächst kopfüber auf eine weitere Walze, die mit einem Gummituch bespannt ist. Von dort überträgt sich das Bild – dann wieder richtig herum – auf den zu bedruckenden Stoff.

Auch hier sind nur die vier Standardfarben vorhanden, deshalb durchläuft das Papier 4 Walzen mit den jeweiligen Grundfarben. Andere Farben werden daraus gemischt. Die Druckqualität liegt beim Offsetdruck zwischen dem Digital- und dem Fotodruck und hat besonders bei großen Stückzahlen einen entscheidenden Vorteil.

Welche Papierarten sind zu empfehlen?

Im Kalenderdruck werden meist nur zwei verschiedene Papierarten verwendet. Für den Fotodruck wird ein spezielles Papier verwendet, das auch bei der normalen Fotoentwicklung eingesetzt wird. In dem Papier sind spezielle Chemikalien enthalten, welche auf Licht mit einem Farbumschlag reagieren. Diese Papierart neigt allerdings dazu sich zu wölben und so eventuell von der Wandhalterung herunter zu „wandern“. Deshalb sollte bei Wandkalendern mit solchem Papier darauf geachtet werden, dass eine Rückseite aus Pappe vorhanden ist.

Bei dem Offsetdruck und dem Digitaldruck hingegen kommt Bilderdruckpapier, beziehungsweise Bilderdruckkarton (abhängig von der Dicke), zum Einsatz. Dies ist teilweise auch unter dem Namen Kunstdruckpapier zu finden.

Es werden in der Regel zwei Varianten angeboten: zum einen die Glänzende, auf dem Papier werden auch die meisten „Hochglanzmagazine“ abgedruckt, und zum anderen die matte Version. Hier nimmt das Papier den Farbstoff aber nur sehr schlecht auf, dadurch verwaschen die Farben nicht. Als Folge daraus erhält man sehr genaue Konturen und schöne Farbabgrenzungen.

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Aufkleber- und Etikettendruck – vom Kinderspielzeug bis zum Lebensretter

Aufkleber und Etiketten begegnen uns jeden Tag – als Beilage in diversen Zeitschriften sind sie besonders beliebt bei Kindern und als Warnhinweise in Firmen retten sie unter Umständen Leben. Oft schaut man einfach beiläufig auf ein Etikett, mit welchem das eigene Kind die Möbel verziert oder welches uns auf bestimmte Schutzmaßnahmen hinweist, ohne zu bedenken, welche aufwendige Technik dahinterstecken kann und wie viele Gedanken sich andere Menschen über diesen Aufkleber gemacht haben. Meist weiß man das erst, wenn man selbst ein solches, selbstklebendes Bildchen herstellen möchte. Dann sieht man die große Auswahl an verschiedenen Materialien und die Drucktechniken, die hinter einem so alltäglichen Produkt stecken, welches teilweise gleich wieder direkt in den Müll wandert. Auch die lange und spannende Geschichte, welche sich hinter der Entstehung der kleinen Abziehbildchen verbirgt, ist wahrscheinlich unbekannt – aber nicht mehr lang.

Vom alten Ägypten bis heute

Die Geschichte der Etiketten beginnt schon bei den alten Ägyptern. Diese wollten im Handel wichtige Inhaltsangaben mit dem Produkt mitliefern, weshalb sie um ca. 6000 v. Chr. damit anfingen, Rollsiegel und Schriftzeichen einzusetzen, um ihre Waren zu kennzeichnen.

Der nächste große Schritt fand erst 6000 Jahre später statt, als der Handel aufgrund der Größe des römischen Imperiums wieder aufblühte. Damals wurden die Rollsiegel durch kleine Zettel ersetzt, auf welche die wichtigen Informationen geschrieben und dann anschließend an die Ware gehängt wurden.

Die nächste Veränderung vollzog sich erst mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Hierdurch wurde es möglich gleichartige Etiketten zu drucken. Es dauerte allerdings noch bis ins 18. Jahrhundert, bis erstmals die Rückseite eines solchen Informationszettels mit Leim bestrichen und auf die Verpackung eines Produkts geklebt wurde. Diese Version der Beschriftung kommt dem, was wir uns heute unter einem Aufkleber oder einem Etikett vorstellen, schon sehr nahe.

Die Revolution erlebte das Klebebildchen dann in den 1930er Jahren. Zu dieser Zeit wurde in Amerika ein Preisaufkleber unter dem Namen „Kum-Kleen“ vorgestellt. Auf dessen Rückseite befand sich Kautschukkleber, wodurch der Zettel einfach aufgeklebt und wieder abgelöst werden konnte.
Von da an, eroberte das Etikett die Welt und hielt unter dem Namen „Aufkleber“ auch Einzug in den privaten Bereich. Heute sind die Etiketten oder Aufkleber aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Ob als Werbung an Hauswänden oder Hinweis an Türen oder also Warnhinweis an Maschinen – sie sind wirklich überall zu finden.

Das Wie und Wo

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, dass man Aufkleber verwenden möchte, stellt sich zuerst einmal die Frage nach dem Design und dem Druck.

Für das Gestalten eines Klebebildchens gibt es mehrere Möglichkeiten. Menschen, welche sowieso in der Medienbranche sind, können ihr Etikett einfach in einem Programm ihrer Wahl, wie zum Beispiel Photoshop, erstellen. Hierbei ist nur darauf zu achten, dass mit einer möglichst hohen Auflösung gearbeitet wird, um später eine gute Qualität zu garantieren. Für Personen, welche sich normalerweise nicht mit Designprogrammen auseinandersetzen, gibt es die Möglichkeit eine Firma zu beauftragen oder das Etikett in Eigenregie mit einem Onlinetool zu erstellen. Solche Hilfsprogramme findet man ganz einfach im Internet.

Die schwierigere Frage ist, wo man das Etikett drucken lassen möchte. Es gibt zunächst die Möglichkeit, sein Design einfach bei einer Druckerei abzugeben, welche dann, nach dem Einstellen des gewünschten Formats, die fertigen Aufkleber in der gewünschten Stückzahl anfertigt.

Etwas schwieriger gestaltet es sich am heimischen Drucker. Ein Problem, welches häufig auftritt, ist, dass zu Hause nicht die Qualität und die Langlebigkeit eines professionellen Drucks erreicht werden können. Des Weiteren sind die Materialkosten bei einer höheren Auflage nicht zu unterschätzen, sodass die Druckerei hier oft die günstigere Alternative ist. Sollte die Wahl trotzdem auf den eigenen Drucker fallen, empfiehlt es sich unbedingt darauf zu achten, dass Drucker und Etikettentyp miteinander kompatibel sind. Weitergehende Informationen finden sich meist auf der Website des Drucker- oder Papierherstellers. Außerdem sollten geknickte Ecken vermieden und der Bogen vor dem Einlegen kurz aufgefächert werden. Einige Drucker bieten auch die Einstellung „Etikettendruck“. Erklärungen hierzu sind meist im dazugehörigen Handbuch zu finden.

Welches Material ist am besten geeignet?

Nachdem klar ist, auf welchem Weg man seine Abziehbildchen realisieren möchte, stellt sich noch die Frage nach dem Material. Prinzipiell gibt es hier die Auswahl zwischen vier verschiedenen Grundstoffen, welche sich nach dem Einsatzgebiet richten.

Die erste Variante trägt den Namen „Vinylfolie monomer“ und ist für eine kurze Einsatzdauer im Innen- und Außenbereich gedacht, da sie der UV-Strahlung und Wettereinflüssen nichts entgegenzusetzen hat.
Möchte man, dass sein selbstklebendes Bildchen lange an Ort und Stelle bleibt, sollte man zu der Variante „Vinylfolie polymer“ greifen. Diese hält sich dank ihrer UV- und Witterungsresistenz sowohl innen als auch außen.

Für Orte, die öfter geputzt werden, wie die Küche oder das Auto, ist die so genannte „Vinylfolie cast“ am besten geeignet. Auch diese Variante ist UV- und witterungsbeständig. Die PE-Folie, Kurzform für Polyethylen, ist die resistenteste Folienart. Sie hält nicht nur Salzwasser stand, sondern kann auch dort eingesetzt werden, wo mit Säuren, Basen oder Chemikalien im Allgemeinen hantiert wird. Natürlich ist sie auch witterungs- und UV-beständig und damit auch im Außenbereich einsetzbar.

Eine solch spezifische Unterscheidung gibt es bei der Klebetechnik allerdings nicht. Hier wird meist nur zwischen „permanent haftend“ und „wieder ablösbar“ unterschieden.

Doch nicht mehr wünschenswert? – Aufkleberentfernung

Sollte der Aufkleber doch nicht mehr erwünscht sein, kann das Entfernen schnell zu einem Problem werden, da oft Klebereste zurückbleiben. Deshalb folgen nun noch einige Tipps zum einfachen und schnellen Entfernen.

Die offensichtlichste Variante ist ein professioneller Etikettenlöser, welcher in jedem gut sortierten Drogeriemarkt oder online zu finden ist. Dieses spezielle Reinigungsmittel löst den Klebstoff ganz einfach vom Untergrund ab und das meist ohne die Fläche darunter zu beschädigen. Ein Blick auf die Verpackung zeigt, für welche Untergründe das Mittel geeignet ist. Das Mittel sollte mithilfe eines Sprays oder eines Stifts aufgetragen werden und kurz einwirken, dann kann das selbstklebende Bild einfach entfernt werden.

Eine etwas rabiatere Methode ist ein Etikettenschaber. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, auf welchem Untergrund sich der Aufkleber befindet, da der Schaber die Oberfläche beschädigen kann. Bei Hausmitteln sollte man unbedingt darauf achten, dass die verwendeten Materialien nicht zu aggressiv sind.

Eine effektive und gleichzeitig sanfte Methode ist das Verwenden von Abschminkmitteln, beziehungsweise Abschminktüchern. Mithilfe eines Wattepads kann man das Mittel kurz auf den Aufkleber einwirken lassen, diesen entfernen und dann mit einem neuen Wattepad nachwischen.

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3D-Druck – eine aufstrebende Technik

Das Ausdrucken von ganzen, individuellen Gegenständen für die breite Masse war bis vor wenigen Jahren pure Science-Fiction. Doch seit einiger Zeit wird das Thema 3D-Druck in unseren Medien immer präsenter. Damit werden die Fantasien, die beispielsweise in Star Trek gezeigt wurden, zumindest in Teilen Realität.

Photograph by S zillayali, distributed under a CC BY-SA 3.0 license.

Ein erster 3D-Drucker wurde bereits im Jahre 1984 von der 3D Systems Corporation in den USA gebaut. Dieser erste Versuch war durch seinen hohen Preis allerdings so unwirtschaftlich, dass er nicht für eine Serienproduktion geeignet war. Im Laufe der Zeit wurde die Technik weiterentwickelt, wodurch auch der Preis für ein solches Produkt sank. Aufgrund des Preisnachlasses hielt der 3D-Druck in den letzten Jahren Einzug in die Industrie und auch vereinzelt schon in private Haushalte.
Doch welche Verfahren werden zum plastischen Ausdrucken eingesetzt? Welche Vor- und Nachteile gehen mit der jeweiligen Produktionsart einher?

3D-Druck mit Pulverschichtverfahren

Als Grundlage für die Art des Verfahrens dient eine Pulverschicht. In diese Schicht werden mit einem Druckkopf, ähnlich dem eines 2D-Druckers, Bindemittel verteilt – also das Aussehen der untersten Ebene mit dem „Kleber“ gezeichnet. Anschließend wird erneut eine Pulverschicht aufgetragen, hier werden ebenfalls wieder die gewünschten Körner miteinander und mit den darunterliegenden Körnern verbunden. Das wird nun so oft wiederholt, bis die gewünschte Höhe erreicht ist, wobei sich die Werkbank absenkt, damit eine neue Schicht aufgetragen werden kann.

Nach der Fertigstellung können die überflüssigen, losen Körner einfach, auch unter der Zuhilfenahme einer Luftdruckpistole, entfernt werden. Bei dem Verfahren des 3D-Drucks kann das Resultat mit einem multiplen Druckkopf und verschiedenen Bindemitteln auch farbig gestaltet werden. Die Grundmittel können hier verschiedene Materialien sein. Besonders häufig wird aber Gips oder Kunststoffpulver verwendet. Es können aber auch Glas und andere pulverförmige Materialen zum Einsatz kommen.

Pulverschicht im Detail: Selektives LaserSintern (SLS), selektives LaserSchmelzen (SLM) und Elektronenstrahlschmelzen (EBM)

Eine besondere Form des „Pulverdrucks“ bildet das so genannte selektive Lasersintern (SLS) bzw. das selektive Laserschmelzen (SLM). Bei den Verfahren kommt ein Hochleistungslaser (meist CO2) zum Einsatz, um die Körner unter einer Schutzschicht miteinander zu verschmelzen. Diese Druckform wird besonders dann eingesetzt, wenn Metall, Keramik oder Sand verbunden werden sollen.

Zum Drucken mit Metallen wird ebenfalls das Elektronenstrahlschmelzen (EBM) eingesetzt. Aufgrund der hohen Temperaturen können dabei Metalle mit einem hohen Schmelzpunkt verbunden werden. Allerdings ist für das Verfahren ein Vakuum notwendig. Ein Nachteil, der speziell Drucker betrifft, welche mit der EBM-Methode arbeiten, ist eine geringere Genauigkeit, da das geschmolzene Metallpulver verlaufen kann. Bei der Gattung von Druckern hängt die Genauigkeit von der verwendeten Körnergröße ab, wobei der Verwendung des Verfahrens hinsichtlich der Auflösung definitiv Grenzen gesetzt sind.

Positiv kann über diese Art des Druckens gesagt werden, dass, aufgrund der Möglichkeit der Wiederverwendung von nicht betroffenen Körnern, ressourcenschonend gearbeitet werden kann. Des Weiteren sind beispielsweise für Überhänge keine Stützstrukturen notwendig.
Als Nachteile sind zu nennen, dass nach der Fertigung meist noch eine nachträgliche Bearbeitung erforderlich ist, beispielsweiße das Aushärten in einer Flüssiglösung. Zudem sind die Drucker sehr teuer, wodurch eine wirtschaftliche Nutzung eigentlich nur in der Industrie gegeben ist.

Schmelzdruckverfahren

Das Schmelzdruckverfahren ist die wohl populärste Gattung von Druckern. Die Drucker arbeiten mit einem Druckkopf, welcher am besten mit einer Heißklebepistole zu vergleichen ist. Die Düse erhitzt das Material, bis es schmilzt und verteilt es dann Lage für Lage auf eine Plattform. Hierfür kann je nach Druckerart entweder der Druckkopf oder die Plattform bewegt werden. Aufgrund ihrer Schmelzeigenschaften werden als Baustoffe besonders gern Kunststoff, im Speziellen Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polylactide (PLA), verwendet. Die Stoffe sind als Draht oder Stab im Handel erhältlich. Die Zeit, die für eine Lage benötigt wird, wird an die Aushärtezeit des Druckstoffes angepasst. Zusätzlich wird bei dieser Art des Druckens auch immer die Platte mitbeheizt, um das Modell im Anschluss besser ablösen zu können.

Auch bei dem Produktionstyp ist ein Farbdruck durch mehrere Druckköpfe und verschiedene Materialien möglich. Über die Genauigkeit kann hier keine Aussage gemacht werden, da sie bei verschiedenen Druckern stark variieren.

Als kleiner Negativpunkt fallen nur die benötigten Stützstrukturen auf, welche, beispielsweise für Überhänge oder Löcher, verwendet werden müssen. Diese sind jedoch aus wasserlöslichem Material und somit leicht zu entfernen.

Extrem positiv sind die Preise – dieses Verfahren stellt die günstigste Möglichkeit des 3D-Drucks dar, wodurch auch die meisten billigeren Drucker diese Art des Druckens verwenden. Die geringe Preisklasse sorgt für eine weite Verbreitung und Anwendung des Schmelzdruckverfahrens.

Flüssigdruckverfahren

Als Basis für alle Druckvorgänge des Verfahrens wird ein flüssiger und UV-empfindlicher Kunststoff benötigt, welcher in der Fachsprache als „Fotopolymer“ bezeichnet wird. Der eingangs erwähnte, erste 3D-Drucker aller Zeiten gehörte auch zu dieser Gattung. Er wendete die Stereolithografie (STL/SLA) an.

Bei dem Verfahren der Stereolithografie zeichnet ein Laser die Schichten in ein Becken, welches mit Fotopolymeren gefüllt ist. Das Becken senkt sich jeweils genau um eine Lage, nach jedem Druckvorgang, ab. Meist wird das Objekt nach dem Herausnehmen noch in eine Belichtungskammer gestellt, um es aushärten zu lassen. Nachdem die hier benötigten Stützstrukturen nicht wasserlöslich gestaltet werden können, müssen sie nach dem Druck mechanisch entfernt werden. Das zum Drucken verwendete Material ist aber nicht auf Kunststoff beschränkt. So können beispielsweise mit einer Mischung aus Fotopolymeren und Keramik, keramische Modelle realisiert werden. Dazu werden die Produkte noch in einen Brennraum gestellt, in dem die Keramik schmilzt und der Kunststoff ausgebrannt wird.

Eine Sonderform bildet das Digital Light Processing (DLP), bei diesem Verfahren wird die komplette Struktur einer Lage mithilfe eines Projektors auf das Becken projiziert. Das Verfahren wurde auch schon mit handelsüblichen Beamern realisiert. Als Gegenargument für die Anschaffung eines solchen Druckers können die hohen Materialkosten genannt werden. Andererseits arbeiten die Drucker mit einer sehr hohen Genauigkeit.

Unterm Strich – Welches Verfahren ist empfehlenswert?

Der Vergleich verschiedener 3D-Druckverfahren zeigt, dass es immer von der Art der zu verwendenden Materialien, den Kosten und der Art des gewünschten 3D Objekts abhängig ist, für welches Verfahren man sich am besten entscheidet.

Zudem muss gesagt werden, dass noch weitere Verfahren und Abwandlungen von 3D-Druckverfahren existieren, welche aufgrund ihrer Komplexität nicht in diesem Artikel behandelt werden konnten.
Noch wird der 3D-Druck vor allem in der Industrie, wie der Luftfahrt- oder Autobranche, angewendet. Eine private Anschaffung ist höchstens für Menschen sinnvoll, welche beispielsweise als Hobby „Modellbauer“ sind. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit sich selbst einen 3D-Drucker zu bauen. Im Internet finden sich hierzu zahlreiche Anleitungen.

Photograph by z22, distributed under a CC BY-SA 3.0 license.
Photograph by z22, distributed under a CC BY-SA 3.0 license.

Die Kaufpreise für einen guten 3D-Drucker sind leider derzeit noch zu hoch, um ihn nur gelegentlich einzusetzen.

Empfehlenswert ist die Möglichkeit, seine Modelle bei einem professionellen 3D-Druck-Service anfertigen zu lassen. Hier wird man beraten, die Daten des Modells können geprüft werden und ein geeignetes Druckverfahren kann ausgewählt werden. Man kann seine Daten zudem auch online einschicken und das Druckergebnis zugeschickt bekommen.