Die richtige Schrift zur richtigen Aussage

Die Auswahl von passenden Schriftarten für einen Text ist sehr wichtig. Denn durch eine Schrift wird ein Text im Idealfall in seiner Aussage unterstützt. Werden unpassende Schriftarten gewählt, entsteht im schlimmsten Fall ein starker Widerspruch zwischen Inhalt und Erscheinungsbild des Texts – oder er wird unleserlich.

Für die unterschiedlichen Möglichkeiten, die richtige Schriftart für den Druck eines Dokuments zu wählen, gibt es zahlreiche Beispiele. Verkehrsschilder haben zum Beispiel meist eine sehr kurze Aussage, die in einem sehr geringen Zeitraum erfasst werden soll. Also sind die Texte sehr groß geschrieben, die verwendete Norm-Schrift kommt vollständig ohne Schnörkel aus. Müssten wir aber einen langen Text in einer solchen Schriftart lesen, würde dies recht schnell zu einem Ermüdungseffekt führen, weil eine solche Schrift uns keine Stütze für das Auge bei der Linienführung bietet. Schlägt man ein Buch oder eine Zeitung auf, in denen es ja meist viele Seiten zu lesen gilt, finden sich Schriftarten mit ganz anderen Eigenschaften. Diese unterstützen durch ihre Optik den Lesefluss und sorgen so für eine entspannte Aufnahme auch großer Mengen an Informationen.

Weniger Auswahl ist besser

Auch wenn inzwischen auf jedem Computer Dutzende oder gar Hunderte von Schriftarten zur Verfügung stehen – weniger ist hier eindeutig mehr. Denn durch den Einsatz zahlreicher Schriftarten in einem Dokument wird das Auge des Lesers stark von dem abgelenkt, was eigentlich zählen sollte: der Inhalt. Zudem passen nicht alle Schriften optisch problemlos zueinander. Wenn also Bereiche eines Textes hervorgehoben werden sollen, bieten andere Möglichkeiten der sogenannten Schriftauszeichnung deutlich weniger Fallstricke. Wirklich viele Schriftarten sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn ein deutlicher und sehr nachdrücklicher grafischer Effekt durch das Schriftbild ausdrücklich erwünscht ist.

Auf die Größe kommt es an

Eine sehr einfache Möglichkeit, um mit nur einer einzigen Schriftart deutliche Hervorhebungen zu schaffen, ist die Schriftgröße. Selbstverständlich sollte jeder Text im Ergebnis gut und möglichst ohne Anstrengung zu lesen sein. Um aber Zwischenüberschriften oder Abschnitte noch etwas stärker hervorzuheben, bietet es sich an, diese etwas größer als den Fließtext zu setzen. Auch für Zitate bietet sich diese Möglichkeit als einfacher Ansatz an, um sie optisch deutlich vom restlichen Text abzuheben. Bei Drucksachen, die auf derselben Entfernung wie ein Buch oder eine Zeitschrift gelesen werden, sollte sich die Schriftgröße im Bereich zwischen 9 und 14 Punkten belaufen. Kleinere Schriften sind schwer lesbar, größere Schriften ab 16 Punkten sollten Überschriften vorbehalten bleiben.

Die Varianten einer Schriftart nutzen

Auch mit den Varianten einer Schriftart lässt sich sehr schnell etwas typografische Abwechslung in den Druck bringen. Sollen Dinge besonders deutlich hervorgehoben werden, bietet es sich an, einen wichtigen Teil fett zu drucken. Das Auge des Lesers wird automatisch zu einem so auffälligen Element hingezogen und vom Einerlei eines immer gleichförmigen Schriftbildes abgelenkt. Auch die kursive, also schräg gestellte, Schriftweise verleiht einer Aussage zusätzliche Bedeutung. Diese Art der Gestaltung bietet sich allerdings eher für den Druck als für das Lesen am Bildschirm an. Denn aufgrund ihrer Vergleichsweise geringen Auflösung sind kursiv gestellte Schriften auf einem Monitor deutlich mühsamer lesbar als im Druck.

Farbe als weitere Alternative

Wer den höheren technischen Aufwand nicht scheut, kann zur Gliederung und Hervorhebung eines Textteils auch in den Farbtopf greifen. Selbstverständlich ist auch hier eine gewisse Vorsicht geboten. Denn neben der Gefahr, das Gesamtbild des Texts zu unruhig werden zu lassen, besteht auch hier die Gefahr einer verminderten Lesbarkeit. Je heller eine Farbe ist, desto geringer ist ihr Kontrast zu einem neutralen Untergrund. Deswegen bieten sich bei der Hervorhebung durch Farbe vor allem kräftige Farben an, die gut lesbar bleiben.

Rechtliche Aspekte nicht übersehen

Zahlreiche Schriftarten sind das Werk von Künstlern oder Typografen. Diese unterliegen teilweise einem Urheberrechtsschutz. Deswegen sollte nicht einfach jede Schriftart, die im Internet zu finden ist, ungefragt genutzt werden. Im Zweifelsfall ist auf der sicheren Seite, wer nur die mit gekaufter Software gelieferten Schriftarten verwendet. Bei irgendwo aufgegabelten Schriftarten kann sonst Ärger durch die Verletzung des Urheberrechts drohen.

Das Papier mit dem besonderen Effekt

Wer kennt ihn nicht, den Reiz der Transparentpapiere. Mit ihnen lassen sich in der Gestaltung die interessantesten Dinge anstellen. Nicht umsonst werden Transparentpapiere immer dann eingesetzt, wenn Visitenkarten, Einladungen, Geschäftsberichte, Glückwunsch- oder Speisekarten besonders edel und aufwendig erscheinen sollen. Deshalb wird das Transparentpapier oftmals auch, als „Papier mit Effekt“ bezeichnet. Dabei können Transparentpapiere zunächst in vielfältigster Form bearbeitet werden. Sie lassen sich stanzen, falzen, schneiden und sogar bohren. Bei besonders großem Gestaltungswillen sind auch Heißfolienprägungen und Filigranstanzungen möglich. Dabei versteht sich von selbst, dass sich auf Transparentpapier Illustrationen, Fotos, Schriften und andere Formen von Bildern auftragen lassen. Ganz klassisch, mit Farb- und Filzstiften, Tuschefüller und Pinseln, oder mittels Kopierern oder Laser- und Inkjetdruckern.

Besondere Materialeigenschaften, im Druck besonders effektvoll

Besonders interessant ist der Einsatz von Transparentpapier im Druck. Denn gerade hier lassen sich die besonderen Materialeigenschaften des Transparentpapiers nutzen. Mit Transparentpapieren kann man eben auffallen. Leicht hat man, mittels der schmeichlerischen Transparenz und besonderen Härte des Materials einen effektvollen Auftritt hingelegt. Mit einem Blick ins Internet lässt sich jedoch leicht feststellen, wie wenig über die „Bedruckbarkeit“ von Transparentpapier bekannt ist. Dabei ist es zunächst wichtig zu wissen, was die Beschaffenheit des Transparentpapiers ausmacht und worin es sich von normalem Papier unterscheidet. Grundmaterial sind dabei besonders ausgewählte Zellstoffe, deren Fasern im Herstellungsprozess anders verändert werden, als bei normalem Papier. Sie werden weniger beschnitten und gekürzt, sondern vielmehr gequetscht. Dadurch entsteht eine deutlich größere Faseroberfläche. Der Weißgrad nimmt im gleichen Maße ab, wie die Lichtdurchlässigkeit zunimmt. Allerdings schließen sich, durch diese Art Faserquetschung auch die Poren und Zwischenräume, die bei normalem Papier offen sind. Die Saugfähigkeit nimmt also ebenfalls deutlich ab, was bezüglich des Bedruckens von Transparentpapier eine besondere Herausforderung darstellt. Die aufgetragenen Farbpigmente benötigen einfach deutlich mehr Zeit oder Druckintensität, um in die Struktur des transparenten Papiers einzudringen.

Bei Druck auf Transparentpapier wichtig: richtige Farbe, richtige Feuchtigkeit, richtiges Klima

Der Bedrucker von Transparentpapier sollte deshalb, vor allem auf die richtige Druckfarbe, den Einsatz der richtigen Feuchtmittel und das richtige Klima in den Verarbeitungsräumen achten. Bezüglich der Druckfarbe ist es ratsam auf Folienfarben zu setzen. Diese Farben beinhalten keine Mineralöle und trocknen deshalb allein durch Luftsauerstoff. Diese, rein oxidativ trocknenden Farben erreichen eine perfekte Verbindung mit der komplizierten Oberfläche des Transparentpapiers. Insgesamt sollte allerdings auch auf einen ausreichenden Farbverbrauch geachtet werden. Der Feuchtigkeitsgrad der aufzutragenden Farben spielt dagegen vor allem im Offsetdruck eine große Rolle. Dabei gilt: der Umgang mit Feuchtwasserzusatzmitteln sollte sparsam, aber nicht zu sparsam sein. Wird zu wenig Wasser, mit dem falschen pH-Wert eingesetzt, können die Farbpigmente nicht in die Fasern eindringen. Bei Einsatz von zu viel Wasser kann das Papier beschädigt und in seiner Beschaffenheit irreversibel verändert werden. Dieselbe Vorsicht ist auch hinsichtlich der klimatischen Verhältnisse im Verarbeitungsraum notwendig. Die besondere Materialbeschaffenheit des Transparentpapiers beinhaltet auch eine spezielle Sensibilität gegenüber klimatischen Schwankungen. 50 bis 55 % relative Feuchte wird von den meisten Experten empfohlen. Ist es nicht möglich diese Konditionen zu gewährleisten, sollte das Material, nach Abschluss des Druckverfahrens in eine klimaschützende Umhüllung gegeben werden, um nachteilige Veränderungen des Transparentpapiers, wie mögliche Wellung oder Verspannung auszuschließen.

Besonders materialschonend: der wasserlose Offsetdruck

All diese Probleme lassen sich allerdings auch umgehen. Und zwar, mit dem Einsatz des so genannten wasserlosen Offsetdrucks. Dieser wird heute bereits in den meisten Fertigungsstätten angeboten und ist für die entsprechende Bearbeitung von Transparentpapier und anderer saugarmer Materialien besonders geeignet. Durch Verzicht auf Feuchtwasser wird die Trocknung mittels Luftsauerstoff unterstützt. Eine Verzögerung oder Verhinderung der Trocknung, durch den Einsatz von zu viel Wasser ist damit von vornherein ausgeschlossen. Bei Druckmotiven, ohne größeren Farbeinsatz ist diese Druckmethode besonders effektiv, weil materialschonend. Eine weitere Möglichkeit, wie aufgetragene Farben auf Transparentpapier trocknen, ist der Einsatz von UV-Licht. Allerdings sollte hier mit äußerster Vorsicht agiert werden, da die Einwirkung von Hitze besonders gefährlich für das Transparentpapier ist. Nicht so häufig, aber dann fatal genug ist die Entstehung von Ölabscheidungen, so genannten Fettflecken. Diese können den Druck vor allem dann beschädigen, wenn beide Seiten desselben Transparentpapiers bedruckt werden. In diesem Falle verhindert die Farbe der jeweils anderen Seite die Durchdringung der Fasern und schlägt somit auf die bearbeitete Seite zurück. Sollte das Transparentpapier also von beiden Seiten bedruckt werden, muss an den Stellen, an denen die wechselseitigen Farbschichten aufeinandertreffen mit besonderem Augenmerk begegnet werden.

Die Leidenschaft der Kleinverleger

In der Landschaft des deutschen Buchhandels tummeln sich, nach einer Erfassung des Statistischen Bundesamtes von 2014 über zweitausend Buchverlage, mit einem steuerbaren Jahresumsatz von 17.500 Euro. Diese brachten 2015 ganze 76.547 Erstauflagen und 12.959 Neuauflagen auf den Markt. Dabei erscheint der größte Teil dieser deutschsprachigen Neuveröffentlichungen keineswegs in den großen Publikumsverlagen, wie Bertelsmann oder Holtzbrinck. Vielmehr zeichnen sich vorwiegend die kleineren unabhängigen Verlage verantwortlich, wenn es um die Herstellung von besonderen Gedichtbänden, Fachbüchern, Fotobänden oder Büchern für spezielle Interessen geht. Dabei wird deutlich, dass trotz der stagnierenden Umsätze und stetig zunehmenden Konzentrationsprozesse in der Buchbranche die kulturelle Vielfalt wächst. Der deutsche Buchhandel bleibt kleinteilig strukturiert und steht und fällt mit der Kreativität und Leidenschaft seiner Kleinverleger. Diese verzeichnet in den vergangenen fünf Jahren eine überraschende Welle an Neugründungen. Darauf klebt oftmals das Etikett „Independent“ oder auch „Indie-Verlag“. Darunter sind dann Verlage zu verstehen, die nicht unter dem Dach eines großen Konzerns arbeiten. In den meisten Fällen bieten diese Verlage ein Nischenprogramm an, welches sich nicht an den Bedürfnissen des Mainstreams ausrichtet.

Gnadenlose Enthusiasten realisieren Nischenprojekte

Wie viele unabhängige Verlage es letztlich in Deutschland gibt, ist schwer zu schätzen. 600 sind auf jeden Fall Mitglieder der IG Unabhängige Verlage des deutschen Buchhandels. Die Hälfte davon kann aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter und der geschäftlichen Orientierung als „Independent“ bezeichnet werden. Fast alle haben weniger als zehn Angestellte, die kleinsten sind klassische Ein-Mann- oder Ein-Frau-Betriebe. Dank Digital-Druck und den sozialen Medien als Werbetool ist es heute einfacher einen unabhängigen Verlag zu gründen. Doch diese Arbeit ist ein Vollzeitjob. Der Indie-Verleger muss seine Autoren selber finden, die Texte bearbeiten, sich für das richtige Design der Bücher entscheiden, den Vertrieb und auch die Lese-Auftritte organisieren. Dabei verdient er in den seltensten Fällen wirklich Geld, mit seinen Liebhaberprojekten. Das überleben nur gnadenlose Enthusiasten. Was bleibt? Independent-Verlage können, auch sehr aufwendige Nischenprojekte realisieren und sich Ideen leisten, die für die großen Schlachtschiffe der Branche nie in Frage kämen.

Sätze für die Ewigkeit

Ein gutes Beispiel sind die vier ehemaligen Erlanger Studenten Joseph Reinthaler, Laura Jacobi, Philip Krömer und Sebastian Frenzel. Im Oktober 2015 gründeten die jungen Germanisten und Buchwissenschaftler den „Homunculus“-Verlag. Ihr Motto: „Literatur für alle Zeit“. In ihrem Programm befinden sich momentan 13 Titel. Darunter neben E-Books und Hardcover-Schmuckausgaben auch sogenannte Non-Book-Stücke, wie ein literarisches Kartenspiel oder eine Tischdecke mit der Bayerischen Biergarten-Ordnung. 2016 konnten die vier Jungverleger den „IHK-Kulturpreis für Literatur“ gewinnen.

Ebenfalls, mit Independent-Etikett arbeiten Rasmus Schöll und Florian L. Arnold, die 2015 den Verlag Topalian & Milani gründeten. Unter ihrem Motto „Sätze für die Ewigkeit“ produzieren sie Auflagen im dreistelligen Bereich und sind schon froh, so Rasmus Schöll, „wenn wir eine schwarze Null schreiben.“

Beim Leser soll keine Nullachtfünfzehnliteratur landen. Florian L. Arnold beschreibt das so: „Wir verlegen Bücher nicht, wir machen sie. Weil wir an das Werk eines Autors glauben, weil wir an die Qualität des Buchdruckers glauben, weil wir der Überzeugung sind, dass gute Bücher nicht mit großen Werbebudgets erzeugt werden. Bücher entstehen durch den Geist des Schreibenden und die Kunst des Layouts und des Buchdrucks. Die Idee ist, für die Autoren zu kämpfen“.

Die Entdeckung von neuen Talenten und unbekannten Autoren

Ganz auf Comic stehen dagegen die beiden Berliner Kleinverlage „JaJa“ und „avant“. Der JaJa-Verlag wurde 2011 von der gebürtigen Erlangerin Anette Köhn gegründet und erhielt 2015 den V.O. Stomps Förderpreis der Stadt Mainz für ihr Engagement im Bereich der Kleinverlegerszene. Ihre liebevoll verlegten Comics verzeichneten Nominierungen und erhielten zahlreiche Preise. Neben Comics werden aber auch Kinderbücher, illustrierte Literatur, Sachbücher, Kochbücher und nicht in Schubladen steckbare Bücher verlegt. Dabei geht es um die Entdeckung von neuen Talenten und noch unbekannten Autoren. Ein Credo, welches sich auch der der avant-verlag aus Berlin verschrieben hat. Seit 15 Jahren veröffentlicht der Gründer und Verleger Johann Ulrich Comics und Graphic Novels europäischer Künstler. Dabei ist es ihm zu verdanken, dass zahlreiche Autorencomics aus dem Ausland in Deutschland zum ersten Mal veröffentlicht wurden.

Der Siebdruck – Liebling der Pop-Art-Kunst

Marilyn Monroe vielfach farbverfremdet, die Dosen von Campbell`s Tomato Soup oder der, den Colt ziehende Elvis Presley – mit diesen Motiven wurde Pop Art-Künstler Andy Warhol weltberühmt. Und mit ihm das Verfahren, mit dem er diese Bilder herstellte: der Siebdruck. Seit dieser Kunstepoche hat sich der Siebdruck zu einem legitimen künstlerischen Ausdrucksmittel entwickelt und ist bis heute eine Technik geblieben, derer sich viele zeitgenössische Künstler immer wieder bedienen. Weil die Technik des Siebdrucks ein vergleichsweise simpel zu handhabendes Verfahren ist, dass sich Künstler schnell aneignen können und, weil der Siebdruck künstlerisch vielfältig verwertbar ist, hat er die übrigen druckgraphischen Verfahren in der Kunst (wie zum Beispiel Lithographie, Flach-, Hoch- und Tiefdruck) mittlerweile in den Hintergrund treten lassen.

Eine Grundidee, so alt, wie die Menschheitsgeschichte

Stark vereinfacht, wird beim Siebdruck folgende Technik angewendet: aus Holz, Metall oder irgendeinem Kunststoff werden die Rahmen für die sogenannten „Siebe“ hergestellt. Das Sieb selbst, besteht häufig aus einem straff gespannten Polyester-Gewebe. Die entsprechenden Schablonen werden heute häufig fotografisch erstellt. Unter das, auf einem Tisch arretierte Sieb wird das zu bedruckende Material, wie zum Beispiel Papier oder Stoff positioniert und seine Stellung markiert. An einer Stelle des Siebs wird nun Farbe aufgetragen, durch eine sogenannte „Rakel“ gleichmäßig verteilt und dabei durch die offenen Stellen der Schablone auf das Untergrundmaterial gedruckt. Die Grundidee dieses Druckverfahrens ist wohl so alt, wie die ersten graphischen Darstellungen der Menschheit. Schon in prähistorischen Höhlen wurden menschliche Hände dargestellt, die als Schablonen an die Wand gehalten wurden, um sie danach mit Farbe durch ein Blasrohr zu übersprühen. Seitdem 6. Jahrhundert wurden dann in Japan und China Schablonen eingesetzt, um Stoffe zu bedrucken. Erst ab dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Japan die sogenannte Katazome-Technik, ebenfalls zum Färben von Textilien entwickelt. Dabei wurden zweilagige Schablonen aus Maulbeerbaum-Papier geschnitten. Innenstücke der Schablonen wurden mit Haaren oder Seidenfäden stabilisiert. Dadurch gelang es erstmals viele Details zu arretieren, ohne störende Stege auf dem Druckmotiv zu sehen. Durch die die Schablone wurde dann eine Reispaste gequetscht. Im getrockneten Zustand deckte diese die nicht einzufärbenden Stellen ab.

Die Kunst entdeckt die unendlichen Möglichkeiten des Siebdrucks

Diese Technik kam im Zuge der schrittweisen Öffnung der japanischen Gesellschaft und ihrer Teilnahme an der Weltausstellung Mitte des 19. Jahrhunderts auch nach Europa. Schnell entwickelte sich daraus das heute gebräuchliche Siebdruckverfahren. 1907 wurde in England das erste Patent dafür erteilt. Zur selben Zeit wurden die Pinsel (mit denen die Farbe ursprünglich aufgebracht wurde), durch den Gebrauch der Rakel ersetzt. In den 1930er Jahren entdeckten dann auch die Künstler und Gebrauchsgraphiker die junge Drucktechnik. Zunächst wurde sie in der boomenden Werbung, und dort vor allem in der Schilderproduktion eingesetzt. Nur kurze Zeit später begannen Künstler, die Möglichkeiten des Siebdrucks für sich zu entdecken.

Die sogenannte „Serigraphie“, wie der von Künstlern geschaffene Siebdruck auch genannt wird, entfaltete danach mehr und mehr ihr Potential und erlebte in den 1960er Jahren durch ihre Auseinandersetzung mit der Werbeästhetik, ihrer möglichen Einbindung von Fotos und Comic-Illustrationen sowie den Einsatz intensiver Farben ihren Höhepunkt. Die Popartkünstler gaben dem Siebdruck letztlich einen Inhalt, der sich mit technischer Vollkommenheit vereinigte. In den vergangenen Jahren erlebte der Siebdruck, als künstlerische Technik einen weiteren Aufschwung. Motive der Urban Culture und Street-Art haben Einzug in die Kunstszene gehalten und lassen sich – das beweisen die Ausstellungen in zahllosen Galerien – vor allem durch die Siebdrucktechnik auf das jeweilige Medium aufbringen. So hat beispielsweise der niederländische Künstler Lukas Julius Keijser für eine seiner Performances Duftstoffe Farben gemischt und damit per Siebdruck Blumenmotive dargestellt. Außerdem baute er eine Pop-Up-Fleischerei auf, in der er vegane Siebdrucke von Steaks und Würsten auf Recylingpappe verkauft wurden.

Die „Serigraphie“ und ihre Unterschiede zur Gebrauchsgraphik

Eine wirkliche Abgrenzung zwischen kommerzieller und künstlerischer Anwendung des Siebdrucks gab es nie. In den anderen Drucktechniken, wie Hoch-, Tief-, und Flachdruck gibt es zwischen industrieller und künstlerischer Verwendung hingegen signifikante Unterschiede in der drucktechnischen Realisierung. In der Vergangenheit wurde der Siebdruck im Kunsthandel deshalb als minderwertige Drucktechnik gesehen. Um den Anforderungen einer „Serigraphie“ gerecht zu werden, wurde gefordert, dass der Künstler sein Motiv per Hand auf das Sieb übertragen soll. Allerdings ließ sich dieser Anspruch nicht halten, da der Künstler in seinen Möglichkeiten zu stark eingeschränkt werden würde und darüber hinaus eine einfache Verletzung des Untergrundgewebes die vorherige künstlerische Arbeit zerstören würde. Von Künstlern, die ihre Siebdruckarbeiten, als „Serigraphien“, also künstlerische Werke eingeschätzt sehen wollen, sollten allerdings ein paar wichtige Regeln beachtet werden. Das jeweilige Motiv kann direkt auf das Sieb aufgetragen werden. Dabei ist die Zeichnung auf eine transparente Folie ebenso möglich, wie die Belichtung von Fotomaterial oder das Aufbringen von computergenerierten Graphiken und Illustrationen. Diese Filme oder Folien können fotografisch auf das Sieb kopiert werden. Allerdings soll die somit hergestellte Schablone nur für die Serigraphie verwendet werden, nicht aber für weitere Kopien, die dann als Werbung (zum Beispiel Ausstellungsplakate) verwendet werden. Vermieden werden, sollte in jedem Fall eine zu hohe Anzahl von Kopien (Bogenanzahl). Die Druckbögen sollten deshalb signiert und nummeriert werden. Der Einsatz von sogenannten Rasterdrucken ist nur dann zu empfehlen, wenn dies zur Umsetzung der künstlerischen Idee beiträgt. Unerwünschte Nachdrucke sollten verhindert werden, indem die Schablonen, wie Fotomaterial oder gezeichnete Kopiervorlagen nach dem Druck eliminiert werden. Die Ausdruckskraft und Einmaligkeit einer Serigraphie wird erhöht, wenn die Siebdruckgraphik nachbearbeitet wird. Mit Reliefruck, Lasuren, stärker deckende Farben, Irisdruck und weitere aufgetragene Materialschichten schöpft man die großen Möglichkeiten des Siebdruckverfahrens weiter aus.

Das erste Massenmedium der Menschheitsgeschichte

Der Mainzer Johannes Gutenberg wurde 1999 zum „Mann des Jahrtausends“ gewählt. Er hatte eine epochale und die Neuzeit einläutende Erfindung gemacht. Mit der Entwicklung des Buchdrucks hatte er im 15. Jahrhundert das erste Massenmedium der Menschheitsgeschichte geschaffen und somit die europaweite Ausbreitung von Renaissance, Humanismus und Reformation ermöglicht. Fairerweise muss allerdings gesagt werden, dass Gutenberg zwar eine neue Drucktechnik entwickelt und die Revolution vom geschriebenen zum gedruckten Wort ermöglicht hat, die Ehre den Druck von Schrift auf Papier erfunden zu haben, aber den Chinesen überlassen muss. Während die Verfahren des Stempelns und Gravierens schon in der Antike verbreitet waren, begann man in China im 10. Jahrhundert mit dem sogenannten Plattendruck. Auf Holzplatten wurden Schriftzüge geschnitzt und diese dann als Druckplatten eingesetzt. Der erste Einsatz von beweglichen Buchstaben oder Symbolen wird dem chinesischen Alchimisten und Drucker Pi Sheng in den Jahren 1041 bis 1049 zugeschrieben. Pi Sheng fertigte einen Schriftsatz aus würfelartigen Standardtypen an, die anschließend in einem Eisenrahmen zu ganzen Sätzen zusammengefasst werden konnten. Der Druck mit beweglichen Buchstaben aus Metall ist dann bereits aus dem Korea des 13. Jahrhunderts überliefert. Allerdings schienen die Anwendungsmöglichkeiten begrenzt, denn dieses Druckverfahren konnte sich letztlich nicht wirklich weit verbreiten.

Gutenbergs Druckerpresse

In Europa fertigte man in dieser Epoche vor allem Handschriften an. Mönche schrieben die existierenden Bücher in Klöstern ab. Bibeln und andere Werke wurden dabei eher gemalt, als geschrieben. Die gebräuchliche Drucktechnik, der Holztafeldruck wurde fast ausschließlich auf Illustrationen angewendet. Johannes Gutenberg entwickelte daraus, ein bis dahin in Europa unbekanntes Druckverfahren mit beweglichen Lettern. Texte konnte nun aus einzelnen Buchstaben, gängigen Satzzeichen und häufig benutzten Wortkombinationen zusammengesetzt werden. Um die Herstellung von identischen Lettern zu ermöglichen, erfand der Mainzer ein spezielles Handgießinstrument. Gutenberg entwickelte außerdem eine neuartige Druckerpresse, mit der man nicht nur schnell, sondern auch besonders gleichmäßig drucken konnte. Diese Technik breitete sich danach in nur wenigen Jahrzehnten in ganz Europa aus und eroberte später auch andere Kontinente.

Inhalte, wie die Bibel konnten von nun ab massenhaft vervielfältigt werden und das geschriebene Wort war nicht länger ein Privileg der gehobenen Schichten, sondern auch für ärmere Bevölkerungsschichten erreichbar.

Ein neuer Berufsstand entsteht

Aus Gutenbergs Erfindung entwickelte sich schnell ein bis dahin vollkommen unbekannter Handwerkszweig. Die Mechanisierung des Buchdrucks zog das Entstehen eines ganzen Berufsstandes nach sich. Schriftgießer, Schriftschneider und Setzer übernahmen die Arbeit des Schreibers mit der Feder. Und verwendeten Begriffe, die bis zum Aufkommen des Computerzeitalters gebräuchlich blieben. Die Bedeutung von Worten, wie Fliegenkopf, Schusterjunge, Winkelhaken, Umbruch, Durchschuss und Hurenkind waren noch bis vor nicht allzu langer Zeit jedem Drucker wohlbekannt. Dabei hat die Buchdruckerkunst, bis in die heutige Zeit stets Schritt gehalten, mit den Fortschritten der Zivilisation, deren mächtigster Hebel sie bis zur Erfindung des Internets war. Eine ausschließliche Erfolgsgeschichte war der Buchdruck allerdings ebenfalls nicht.

Im 17. Jahrhundert beispielsweise verursachten die verheerenden Kriegsjahre des 30-jährigen Krieges einen deutlichen Niedergang der Buchdruckerkunst. Kaum ein Schriftstück dieser Epoche zeugt von besonderer Mühe oder Kunstfertigkeit. Erst im 18. Jahrhundert wurde eine neue Blüte verzeichnet und 1740, exakt 300 Jahre nach Gutenbergs Erfindung erreichte der Buchdruck eine neue Blüte und in seiner Fertigungskunst eine bis dahin nicht gesehene Filigranität. Nicht nur das literarische Leben erwachte zu neuem Leben, sondern auch die Buchdrucktechnik.

Das Digitaldruckverfahren macht das „Book on demand“ möglich

Stereotypie und Galvanoplastik wurden erfunden. Die Kunst des Holzschnittes kehrte zurück und im 19. Jahrhundert feierte die Photographie, mit ihren umfangreichen Anwendungsmöglichkeiten ihren Einzug. 1843 entstand das erste, vollständig in Gold gedruckte Buch und wenig später erfand der Deutsche Friedrich Koenig die Schnellpresse und trug damit seinen Teil dazu bei, dass die Buchdruckerkunst am Ende des 19. Jahrhunderts einen beispiellosen Aufschwung erfuhr und in ihren Erzeugnissen eine bis dahin unbekannte Vollkommenheit in Schnelligkeit und Ästhetik erreichte. Bücher dieser Epoche sind lebendige Zeugnisse dieser Blüte, die bis in die 1930er Jahre anhielt. Nach fast 400 Jahren, in denen Gutenbergs Buchdruck nahezu unverändert angewendet wurde, hielt die Mechanisierung Einzug. Alles das, was vorher die Arbeit des Setzers war, konnte nun mehr und mehr von Maschinen ausgeführt werden. Eine automatische Schriftgießmaschine, die Monotype, konnte die Lettern nach jeweiliger Liste gießen. Ab 1960 gab es die fotomechanischen Umsetzungen, mittels eines Fotosatzes. Die beherrschende Technik des Buchdrucks, bis zur Jahrtausendwende war der sogenannte Offsetdruck, bei dem nach wie vor Druckplatten hergestellt werden mussten. Doch die nächste Neuerung klopft schon an die Tür. Beim Digitaldruckverfahren kann auf Druckvorlagen komplett verzichtet werden. Mittels dieser Technik ist es nun möglich, das „Book on demand“ zu realisieren. Die Möglichkeit für jeden, ohne Einsatz größerer Geldmittel sein eigenes Buch herzustellen.

Buchdruck im Softcover

Der erste Eindruck, den man vor dem Buchregal bei der Auswahl eines Buches bekommt, ist der Umschlag. Dieser kann natürlich individuell bedruckt werden. Aber die Farbe, der Klappentext und die Gestaltung wirken nicht für sich allein. Auch die Verarbeitung und Haptik (wahrgenommene Struktur u. a. durch Fühlen) des Umschlags sind entscheidend.
Hat das Buch einen Umschlag aus flexiblem, dünnen Karton oder Kunststoff, dann nennt man diesen Softcover. Einen Softcover-Umschlag verwendet man zum Beispiel für Fachbücher, Romane oder wissenschaftliche Werke. Denn das Buch liegt dann gut in der Hand und ist im Gegensatz zum Beispiel zum Hardcover meist etwas günstiger. Was sich sowohl bei kleinen, als auch bei größeren Auflagen bemerkbar macht.

Früher wurde die Technik oft eingesetzt, um Taschenbücher in großen Auflagen zu produzieren. Diese Art der Bücher wird heute noch so produziert. Allerdings hat sich das Einsatzgebiet der Softcover durch die verschiedenen Veredlungsmöglichkeiten und technischen Fortschritte durchaus vergrößert.

Cellophanierung

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Die Möglichkeiten ein Softcover zu veredeln, sind breit gefächert. Durch die Tatsache, dass beim Softcover oft Papier mit einem Gewicht um die 300 g/qm verwendet wird, ist mit dem Umschlag quasi alles möglich, was auch mit einem einzelnen 300 g/qm Papierbogen möglich ist. Stanzen, Prägen und Lasern sind nur einige wenige Variationen.

Sehr üblich und weit verbreitet ist die Cellophanierung. Sie macht das gesamte Buch noch einmal widerstandsfähiger, zum Beispiel gegen Fingerabdrücke und Feuchtigkeit. Durch die hauchdünne Folie, die auf das Papier aufgebracht wird, erhält das Buch auch eine ganz besondere „Griffigkeit“. Zusätzlich ist sie ein weiterer Scheuerschutz für den gesamten Buchblock und veredelt das komplette Aussehen des Buches.

Eine Cellophanierung ist in matt oder glänzend möglich. Beides kann bewusst als Gestaltungsmittel verwendet werden und den Charakter eines Umschlages stark in die eine oder andere Richtung verändern. Wenn bestimmte Farbstiche gewünscht sind, können diese nicht nur im Druck und bei der Auswahl des Papiers umgesetzt werden, sondern auch in der Cellophanierung.

Klebebindung

Neben der Spiralbindung und dem Hardcover, welches sich auch in Verbindung mit einer Klebebindung umsetzen lässt, ist die Klebebindung allein eine der gebräuchlichsten Bindeweisen. Nicht zuletzt, weil sie vom Preis-Leistungsverhältnis für gewisse Auflagen nahezu unumgänglich ist. Die Klebebindung ist die üblicherweise verwendete Bindung bei einem Softcover. Mit Hilfe einer Klebebindung können sowohl einzelne Seiten als auch gefalzte Lagen zu einem Buch verklebt werden. Wobei Letztere wohl im Vergleich eine etwas hochwertigere Verarbeitung ist, denn die einzelnen zu Lagen gefalzten Druckbögen werden hier oft noch bei einem Zusatzschritt vernäht (zusammengeheftet). Als Klebstoff können sowohl Hotmelt-Kleber, als auch PUR-Klebstoffe genutzt werden. Beide Klebstoffe werden erhitzt und erhärten nach dem Auftragen beim Abkühlen.

Eine Klebebindung wirkt sehr professionell und hochwertig. Nicht zuletzt deshalb, weil sie nahezu jeder aus dem Buchhandel kennt. Ab einer Rückenstärke von circa 4 mm kann man über eine Klebebindung nachdenken. Das lässt sich leider nicht in einer Seitenzahl ausdrücken, da die Gesamtdicke auch von der Dicke (dem Gewicht) des Papiers abhängig ist.

Die Technik, die einzelnen Seiten direkt mit dem Buchrücken zu verkleben, ist schnell und vergleichsweise günstig. Dabei stehen dem Auftraggeber viele Möglichkeiten der Veredelung zur Verfügung. Im besten Fall wird der Buchblock vor dem Kleben noch gerillt. Dann lässt sich das komplette Buch besser aufschlagen.

Gestaltungsmöglichkeiten bei einem Softcover:

  • Prägen, Folieren, Stanzen, Lasern, …
  • Papierauswahl (Farbe, Dicke, Struktur)
  • Bindeweise: zusätzlich geklebt und vernäht, Bögen einzeln oder zu Lagen gefalzt

Wann macht ein Softcover überhaupt Sinn?

Ein Softcover kann sich mit den richtigen Maschinen, dem passenden Format und gar keinen oder nur wenigen Veredlungsschritten überraschenderweise schon ab einer Auflage von einem einzigen Buch oder einer Broschüre lohnen. Die Anforderungen an ein Softcover sind nahezu die gleichen, wie an eine Klebebindung, denn beide werden meist in Verbindung eingesetzt.

Ein weicher Umschlag aus Karton macht besonders dann Sinn, wenn die Bücher oft verwendet werden und/oder kostengünstiger als mit einem Hardcover produziert werden sollen. Ein Hardcover wirkt im ersten Moment vielleicht hochwertiger, ist aber im Alltag auch um einiges unpraktischer. Gerade bei Katalogen oder Büchern, die auch mal ohne feste Unterlage genutzt bzw. gelesen werden, ist ein Hardcover schwerer zu händeln.

Blueprint/ Blueprint 3D

Der Trend geht weg davon, dass eine Druckerei nur noch den Auftrag entgegennimmt, ihn durch die Maschine jagt und ausliefert. Auch in der Printbranche sind mittlerweile Dienstleistungen gefragt. Blueprint bzw. Blueprint 3D sieht sich als Druckdienstleister, der nicht nur druckt und drucken lässt, sondern seine Kunden auch berät und ganzheitlich betreut.

Das Angebot

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Blueprint bzw. Blueprint 3D ist ein Berliner Druckdienstleister, der sich auf die ganzheitliche Betreuung von Printprodukten aller Art spezialisiert hat. Das Angebot ist breit gefächert. Es stehen mehrere Drucksysteme und -techniken zur Verfügung, ein Grafik- und Designstudio ist auch vorhanden. Im Portfolio des Unternehmens stehen unter anderem: Broschüren und Bücher inkl. deren Bindungen, Flyer und Plakate, Karten, Geschäftsausstattung, Ordner und Mappen, Werbetechnik und auch erste 3D-Objekte.

Auch vor individuellen Druckprodukten und den zugehörigen Sonderlösungen schreckt das Unternehmen nicht zurück. Im Grunde lohnt es sich, bei nahezu jedem Printprodukt zumindest einmal anzufragen, ob Blueprint oder Blueprint 3D eine Lösung parat hat.

Die Techniken

Blueprint bietet nicht nur Sieb-, Tampon-, Digital- und Offsetdruck, sondern auch alle dazu benötigten Dienstleistungen von der Layoutentwicklung über den Lettershop bis hin zur Logistik. Der Vorteil vieler Drucktechniken in einem Haus ist, dass die Möglichkeit besteht, direkt zu vergleichen, welche Technik am besten zum Kunden und dessen Produkt passt. Denn nicht jedes Produkt, mit jeder Auflage und jeder Verarbeitung, passt zu jeder Maschine. Um kostengünstig und gut zu arbeiten, lohnt ein Vergleich.

Blueprint hat mit dem Bereich Blueprint 3D als erster herkömmlicher Druckdienstleister die Palette der Drucktechniken auch um die 3D-Sparte erweitert. In der Medizintechnik, der Architekturplanung, im Maschinenbau, im Marketing beim Objektdesign oder Modellbau werden bereits 3D-Drucke verwendet. Auch für den Modellbau, beim Schmuckdesign, in der Kunst oder zur Ersatzteilfertigung ist diese Technik von Bedeutung. Blueprint kann auch in diesem Bereich, sowohl bei der Erstellung von Modellen als auch beim Druck selbst behilflich sein.

Der Service

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Der Service bei Blueprint soll im Grunde ein Komplettpaket inkl. Rundum-Service sein. Wenn der Kunde es wünscht, kann sich der Druckdienstleister Blueprint, um alle einzelnen Schritte, die zur Erstellung des Druckproduktes notwendig sind, kümmern. So ist es möglich von der Design- und Druckvorlagenherstellung bis hin zum Versand der Druckprodukte, alles aus einer Hand und aus einem Hause zu bekommen. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und verfügt über jede Menge theoretisches und auch praktisches Knowhow.

Blueprint hilft in Problemen und Aufgabenstellungen rund um:

  • Tampon-, Sieb-, Offset- und Digitaldruck
  • 3D-Druck
  • Versand und Logistik
  • Druckvorlagenherstellung
  • Grafik- und Design
  • Personalisierung

Die Firmenphilosophie

Blueprint ist ein kraft- und leistungsorientiertes Druckunternehmen mit Blick in die Zukunft. Das Unternehmen versucht nachhaltig und fair zu produzieren. Das zeigt sich nicht nur in der Auswahl der Bank und den gezahlten Mindestlöhnen, sondern auch in einem hohen Umweltbewusstsein: Im Rahmen der Aktion „Blatt für Blatt“ werden für jede Palette Papier, die im Unternehmen verbraucht wird, fünf Bäume bei „United Nations Environment Programme“ für „Plant for Planet“ gesponsert. Der Strom wird von regenerativen Energiequellen bezogen.

Auch die Druckfarben- und Systeme sind nach ökologischen Aspekten ausgesucht. So werden im Offsetdruck mineralölfreie Farben verwendet und im Digitaldruck setzt man bei Blueprint auf Xerox-Systeme mit sogenanntem EA-Toner (auch für Lebensmittel einsetzbar laut TÜV Rheinland). Die eingesetzten Druckmaschinen arbeiten so schadstoffarm und energieeffizient wie möglich. Darauf wird auch bei Neuanschaffungen geachtet.
Auch im 3D Druck, in dem sich alle ja irgendwie noch forschend und entwickelnd bewegen, wird auf größtmögliche Umweltverträglichkeit geachtet.

Zeitungsdruck

Zeitungen sind nach wie vor ein aktuelles Medium. Sie sind kurzlebig. Das Papier ist oft recycelt. Bei einer Zeitung muss nicht zwingend auf Perfektion im Druck geachtet werden. Sie müssen allerdings, mehr denn je, schnell, flexibel und unter hohem Kostendruck produziert werden. Das sind hohe Anforderungen an den Zeitungsdruck, sowohl was die Technik als auch was das Personal betrifft.

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Der Buchdruck als Vorgänger

Bevor überhaupt Zeitungen gedruckt wurden, verwendete man Gutenbergs Grundidee zur Vervielfältigung von Schrift erst einmal für einzelne Seiten und langlebige Bücher. Die Technik war aufwändig und es war zur Zeit des Erfinders um 1450 nicht daran zu denken, monatlich, wöchentlich oder gar täglich etwas zu veröffentlichen. Dafür war der Druck zu teuer und zu langsam.

In den Anfängen der Drucktechnik wurden Bögen mit Hilfe beweglicher Holz-, später Blei-Lettern direkt bedruckt. Für jede Seite wurden die einzelnen Buchstabenformen oder manchmal auch vorgefertigte Wörter in Kästen zu einer Seite zusammengesetzt und dann von dieser Druckform aus vervielfältigt. Das war sehr arbeits- und zeitaufwendig. War eine Seite oft genug gedruckt, wurden die Formen der einzelnen Buchstaben wieder auseinandergenommen und zur nächsten Seite zusammengesetzt. Auch wenn einige Schritte durch Maschinen erledigt wurden, fehlte die entscheidende Technik, um Zeitungen wirklich effizient zu drucken.

Stereotypie – der Sprung vom Bogen zum Rollen-Offset

Natürlich war zur Umsetzung des heutigen Zeitungsdrucks im Rollen-Offset mehr als eine Entwicklung notwendig. Da geht es um Papierpreise und Verarbeitungsschritte, um Kosten und Effizienz. Ein Schritt allerdings war bahnbrechend: die Stereotypie.

Buch-Druckformen waren wenig flexibel und schwer noch dazu. Ob von Anfang an mit Stereotypie gearbeitet wurde, ist nicht genau überliefert. In jedem Fall wird so die Erstellung einer Druckform (zum Beispiel) aus Gusseisen für jede Seite bezeichnet. Dieser Zwischenschritt – mit Erstellung einer Gussform aus den ursprünglich zusammengesetzten Lettern und der Herstellung der Druckform – ist natürlich ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Trotzdem lohnt es sich. Denn es gibt einen entscheidenden Vorteil. Unter anderem ist die hergestellte Druckform archivierbar (Die Lettern wurden mit oder ohne Stereotypie nach dem Druck wieder genutzt und für neue Druckseiten gebraucht. Das bedeutet, dass ohne Stereotypie die Druckform für bereits gedruckte Seiten für Nachdrucke oder Korrekturen verloren ist.).

Rollenoffset

Eine zylindrische Druckform war mit Gutenbergs Technik nicht wirklich möglich. Die direkten Weiterentwicklungsformen finden sich eher im Bogen-Offset. Um schnell und direkt von der Rolle zu drucken, mussten andere Techniken her.
Durch Übertragungs-Druckformen entsteht eine indirekte Druckform. Die ursprüngliche Form kommt mit dem Bedruckstoff nicht mehr in Berührung. So ist eine flexible Druckform möglich und das Bedrucken von kompletten Papierrollen. Der erste Schritt zum Rollenoffset ist somit mit der Stereotypie getan.

Mit Hilfe chemischer und technischer Fortschritte sind mittlerweile Druckformen für den Offsetdruck, der ein indirektes Flachdruckverfahren ist, möglich. Offsetfarben sind auf einer Fettbasis hergestellt. Die flachen Platten haben sowohl fettfreundliche als auch wasserfreundliche bzw. fettabweisende Stellen in verschiedenen Abstufungen. Die druckenden Stellen nehmen die Farbe an, sind also die fettfreundlichen Teile, und übertragen die Farbe dann aufs Papier. Früher wurden diese Druckplatten noch mit Hilfe von Filmen (Computer to Film – CtF) hergestellt, heute werden die beschichteten Aluminiumplatten meist direkt belichtet (Computer to Plate – CtP).

Mit gutem Farbkonzept im Rollenoffset zu Farbe und Qualität

Dank dem CMY-Farbsystem (Cyan, Magenta, Yellow) sind mit nur drei Farben im Zeitungsdruck viele Mischverhältnisse möglich und dank unterschiedlich großen Rasterpunkten viele Farbabstufungen in hell und dunkel. Auch mit allen drei Farben in größter Rasterpunktgröße ist kein wirkliches Schwarz auf Zeitungspapier möglich – der Farbauftrag wäre einfach zu hoch und so würde die Farbe durchschlagen, sich das Papier wellen oder ähnliches. Um dieses Problem zu beheben, nimmt man noch eine vierte Farbe für die Tiefe dazu (K-Key – als Schlüssel für den perfekten Druck).

Die Drucktechnik auf Wasser/Fettbasis hat einen entscheidenden Nachteil: die Trocknungszeiten. Zeitungspapier musste lange Zeit teilweise aufwändig durch große Hallen umgeleitet werden, damit es vor dem Schneiden und Legen trocken war. Dieses Problem ist mittlerweile durch eine Verbesserung der Farbe und technische Raffinessen an den Maschinen, um die Trocknung zu beschleunigen, nahezu beseitigt.

Eigenschaften des Zeitungsdrucks zusammengefasst:

  • schnell
  • geeignet für hohe Auflagen
  • Qualität mittlerweile auch schon sehr gut (bis 120er Raster)
  • meist vierfarbig (CMYK – Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz)

Corporate Design

Das Corporate Design meint das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens. Die Abkürzungen CD (Corporate Design) und CI (Corporate Identity) gehören zum täglichen Vokabular eines jeden Werbers und Marketingmitarbeiters. Wie umfangreich ein Corporate Design ist, kann jedes Unternehmen in Absprache mit den zuständigen Dienstleistern und Agenturen selbst festlegen. Für die Gestaltung dieser Design-Richtlinien sind verschieden große Zeitrahmen und Budgets möglich. Im Grunde ist das Design vom Logo über Firmenfarben bis hin zu den Positionen, an denen verschiedene Designelemente positioniert werden, ein Teil der …

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Corporate Identity (CI)

Das Konzept einer CI beruht darauf, dass sich Unternehmen als soziale Systeme, ähnlich wie Personen in der Gesellschaft, bewegen. Dazu werden bestimmte Eigenschaften in der Gesamtheit des Unternehmens und dessen Auftritt festgelegt und gesamtheitlich umgesetzt, um einheitlich aufzutreten. Unternehmen unterscheiden sich nicht mehr nur durch ihre Produkte und ihr Erscheinungsbild, sondern auch durch Philosophien, Ziele und innerbetriebliche Regeln und Organisationsstrukturen. Die Gesamtheit dieser „Charaktereigenschaften“ in einem Unternehmen nennt sich Corporate Identity. Darin werden Verhaltensregeln (Corporate Behaviour) festgehalten, Kommunikationsrichtlinien für die interne und externe Kommunikation (Corporate Communication) niedergeschrieben und andere Vereinheitlichungen, wie die Sprachebene (Corporate Language), oder das Corporate Design getroffen.

Einheitliche Printprodukte schaffen einen Wiedererkennungswert

In einem Corporate Design Manual sind Farben, Logos, die Verwendung der Logos und Designelemente und auch Anzeigenbeispiele und Gestaltungsrichtlinien festgehalten. Die Verwendung dieses Manuals und die strikte Einhaltung der darin festgehaltenen Richtlinien von allen Lieferanten, Agenturen und Mitarbeitern garantieren, dass alle Werbematerialien, trotz verschiedener Hersteller, ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Dabei muss nicht alles „in Stein gemeißelt sein“. Es ist durchaus auch möglich, im Rahmen eines CD bewusst Freiräume zu lassen. Im besten Fall ist das zugrundeliegende Design mit einem so großen Wiedererkennungswert behaftet, dass sich auf den ersten Blick die Firmenzugehörigkeit der Werbemittel ermitteln lässt.

Ein Corporate Design hat Auswirkungen auf alle Produkte, die das Haus verlassen. Das können zum Beispiel sein:

  • Geschäftspapiere, Flyer, Broschüren
  • Verpackungen
  • Gestaltung der Firmenfahrzeuge
  • Plakat- und Anzeigenwerbung
  • Schaufenstergestaltung
  • Gestaltung der Geschäftsräume

Ein Corporate Design spart Geld

Das klingt im ersten Moment komisch, denn die Erstellung eines Corporate Designs ist nicht gerade günstig. Aber wer schon länger mit einem Design Manual arbeitet, der weiß auch, dass klare Anweisungen und Designvorschriften verhindern, dass doppelt gearbeitet wird und sich jeder wieder neu in das Thema einfinden muss. Selbst ein Agenturwechsel oder das Teilen der Aufträge sind dank einem konsequent umgesetzten Corporate Designs normalerweise problemlos möglich. Das Rad muss nicht in jedem Fall, für jede Anzeige neu erfunden werden. Es können Bilder in Rastern ausgetauscht werden und Designs aufbauend auf festgelegte Grundlagen erstellt werden. Das spart effizient Zeit und Geld, ohne Verluste in der Qualität zu verursachen.

Umweltfreundlicher Druck

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird auch in der Druckbranche immer wichtiger. Umweltfreundliche Produkte lassen sich gut vermarkten und in vielen Bereichen drucktechnisch umsetzen. Einfache Dinge, wie die richtige Ausnutzung der Druckbögen oder die Verbesserung der Work Flows, sind für Druckereien auch ohne größere Investitionen schnell verändert. Die eingesetzten Materialien für umweltfreundlichen Druck, wie zum Beispiel FSC-zertifiziertes Papier oder mineralölfreie Druckerfarben, sind natürlich auch eine Frage der Finanzen.

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Wer allerdings langfristig erfolgreich arbeiten will, der sollte auf Nachhaltigkeit achten und dies auch kommunizieren. Das gilt sowohl im B2B-Bereich, denn die Geschäftskunden können dieses Qualitätsmerkmal an ihre Endkunden als auch als Endverbraucher weitergeben.

Zertifizierungen helfen bei der Auswahl umweltfreundlicher Druckprodukte

Umweltfreundlich drucken können viele. Aber wo die Druckereien ihre Schwerpunkte beim Thema Umweltfreundlichkeit setzen und wie sie diese einhalten, lässt sich öffentlich an Zertifikaten erkennen. Um wirklich objektiv vergleichen zu können und umweltfreundliche Produkte gut und leicht zu finden, gibt es verschiedene Zertifizierungen.

Über FSC-Label kann erkannt werden, ob das Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und klimaneutral gedruckt wird, indem für die entstehenden Treibhausgasemissionen in anerkannte Klimaschutzprojekte investiert wird. Der Kunde kann dies am CO2-Footprint des Produktes erkennen. Zusätzlich zu den Zertifizierungen kann man sich von der Druckerei der Wahl auch die genutzten Maschinensysteme nennen lassen. Denn das hilft zu erkennen, wie nachhaltig und umweltfreundlich gedruckt wird.

Xerox Systeme und EA-Toner

Das Xerox System für Digitaldruck optimiert sowohl die Abläufe in der Druckerei für einen umweltfreundlichen Arbeitsalltag und somit nachhaltige Produkte als auch die verwendeten Techniken und Materialien. Die verwendeten EA-Toner dürfen laut TÜV Rheinland sogar mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Das macht besonders Sinn für Banderolen oder Lebensmittelverpackungen. Ist aber gleichzeitig ein Qualitätsmerkmal, dass aufzeigt, wie wenig schädlich die genutzten Inhaltsstoffe sind.

Druckereien mit Xerox System arbeiten nicht nur mit ungiftigen Stoffen, die ungiftigen Müll produzieren, sondern haben durch die Workflow-Optimierung auch wenig Verschnitt, durch optimierte Maschinen wenig Energieverschwendung und die Möglichkeit mit Zulieferern zusammen zu arbeiten, die ebenso Verantwortung für die Umwelt übernehmen wie die eigene Druckerei.

Mineralölfreie Druckerfarben

Im Bogenoffset werden seit langem Farben aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Der Knackpunkt ist lediglich das Bindemittel, aber da sind längst Alternativen vorhanden. Auch der Offsetdruck nutzt üblicherweise Farben auf Fett-/Ölbasis. Durch die unterschiedlichen Trocknungsverfahren und unterschiedliche Siedebereiche von Mineralöl enthaltenden und nachwachsenden Ölen, ist es im Offsetdruck allerdings nur mit großen Bemühungen möglich, mineralölfreie Druckerfarben zu verwenden. Beim Zeitungsdruck, dort wird ein Teil der Feuchtigkeit durchs Papier aufgenommen, hat sich Sojaöl als mineralölfreie Basis für Druckfarben bewährt.